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Howard-Widersacher Andrew Bynum spielt mit 23 Jahren seine sechste Saison bei den Lakers © getty

Der Meister besiegt mit Center-Macht Orlando und rückt Dallas ganz nahe. Bostons Alt-Stars erleben eine ungekannte Pleite.

Von Michael Spandern

Kobe Bryant musste nicht an die Schmerzgrenze gehen. Der Superstar der L.A. Lakers, der sich beim Sieg gegen die Dallas Mavericks sein linkes Sprunggelenk verstaucht hatte, sah die entscheidenden Momente im Topspiel gegen die Orlando Magic von der Bank aus.

Die Reservisten des Meisters entzauberten die Magic mitten in der zweiten Spielhälfte mit einem 18:5-Lauf zum 85:69.

(Auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News im TV)

Stiller Star des Abends: Der 23-jährige Andrew Bynum, der mit 18 Rebounds seine Karriere-Bestmarke einstellte, zehn Zähler erzielte und vier Würfe abblockte.

Nicht nur das: Er trieb Gäste-Center Dwight Howard zu neun Ballverlusten, vier mehr als das gesamte Lakers-Team. Da verblasste auch das Double-Double von "Superman" (22 Punkte, 15 Rebounds).

Dem Knöchel "gut zugeflüstert"

Die Center-Macht der Lakers war zuviel in diesem Rematch der Finals 2009, da auch Pau Gasol mit 23 Punkten, fünf Rebounds und fünf Assists überzeugte.

Damit feierte L.A. den zehnten Sieg aus den letzten elf Partien und liegt mit nun 48 Siegen und 20 Niederlagen fast gleichauf mit den im Westen zweitplatzierten Dallas Mavericks (47-19). (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bryant kam in rund 30 Minuten auf 16 Punkte, bei einer dürftigen Wurfquote von 7 aus 19. "Das war Kopfsache", meinte der Shooting Guard. Die Verletzung habe den Absprung beeinflusst, aber in der Halbzeit habe er dem Knöchel "gut zugeflüstert".

Starter müssen die Suppe auslöffeln

"Sie haben sich in der Zone verschanzt und mich gezwungen, nach draußen zu passen. Wir müssen lernen, dagegen zu spielen", sagte Howard, der im Hinspiel mit 31 Punkten Matchwinner gewesen war.

Doch nachdem die Magic bis zur Pause vorne lagen, lief nicht mehr viel zusammen.

Coach Stan Van Gundy ließ seine Starter die Suppe dennoch bis zur Schlusssirene auslöffeln. Nach der vierten Schlappe aus den letzten sechs Spielen scheint für Orlando nicht mehr als der jetzige vierte Platz im Osten drin zu sein.

New Jersey Nets - Boston Celtics 88:79 (36:38)

Einen Tag nach ihrem Kantersieg über Milwaukee haben die Boston Celtics eine überraschende Pleite in New Jersey kassiert.

Das 79:88 war die erste Niederlage von Ray Allen, Kevin Garnett und Paul Pierce bei den Nets, seit das in die Jahre gekommene Dreigestirn 2007 zusammenkam.

Allerdings wehrten sich die Oldies Allen (19 Punkte) und Garnett (18) noch am effektivsten, während Pierce (7 Punkte, nur zwei von zehn Würfen getroffen) und Rajon Rondo (2 Zähler, eins von zehn Würfen) neben sich standen.

Harter Aufprall für Rondo

Rondo prallte vor der Pause hart in einen Block und ließ sich, nachdem er im dritten Abschnitt weggerutscht war, in der Kabine behandeln. Nach dem Spiel sagte er, sein Knöchel habe etwas wehgetan.

Brook Lopez (20 Punkte) und Deron Williams (16 Zähler, 9 Assists) bauten New Jerseys längste Erfolgsserie seit drei Jahren auf fünf Siege aus. Die Playoffs dürften dennoch außer Reichweite sein.

Boston ist mit 47 Siegen und nun 18 Niederlagen wieder gleichauf mit Chicago an der Spitze im Osten und spürt den Atem der auch gegen San Antonio erfolgreichen Miami Heat (46-21).

New Orleans Hornets - Denver Nuggets 103:114 (45:58)

Nach dem Carmelo-Anthony-Trade schlagen sich die Denver Nuggets weiterhin beachtlich gut: Beim Verfolger New Orleans Hornets festigten sie mit ihrem dritten Sieg in Serie den fünften Platz im Westen.

17 Dreier verhalfen den "Goldstücken" zum 114:103-Erfolg beim Verfolger New Orleans Hornets.

Ty Lawson (23 Punkte, 10 Assists), Raymond Felton (22 Zähler, 12 Vorlagen), Wilson Chandler (22 Punkte) und J.R. Smith (18 Punkte) trieben die Quote von Downtown auf 59 Prozent.

Da halfen den Hornets auch die 27 Punkte, zehn Assists und sieben Steals von Chris Paul nichts.

Utah Jazz - Philadelphia 76ers 112:107 (103:103, 60:42)

Die Utah Jazz, derzeit Neunte im Westen, wahrten ihren Playoff-Chancen mit einem 112:107-Sieg nach Verlängerung gegen die Philadelphia 76ers.

Al Jefferson ragte bei den Gastgebern mit 30 Punkten, 17 Rebounds und sechs Vorlagen heraus. In der Verlängerung avancierte allerdings Andrei Kirilenko mit sieben der neun Jazz-Punkte zum Matchwinner.

Insgesamt erzielte der Russe 16 Punkte, bei den Sixers überzeugte Andre Iguodala mit 23 Punkten, sechs Rebounds und sechs Assists.

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