vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki erzielte in der vier Spiele dauernden Siegesserie im Schnitt 30 Punkte © getty

Der deutsche Superstar führt Dallas zum ersten Heimsieg. Bei den "Baby-Grizzlies" macht sich die fehlende Erfahrung bemerkbar.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die Dallas Mavericks können es doch noch: Nach vier Niederlagen in den ersten vier Heimspielen haben die Texaner den ersten Sieg im American Airlines Center der Saison eingefahren.

Gegen die Memphis Grizzlies setzte sich die Mannschaft von Trainer Rick Carlisle mit 91:76 durch und gewann damit die vierte Partie in Folge.

"Es ist schön, diese Sorge endlich los zu sein. In dieser Halle waren wir die letzten Jahre ein Macht, deshalb war der Start mit den Niederlagen alles andere als leicht. Aber jetzt müssen wir darauf aufbauen", sagte der Coach.

"Wir wussten, dass wir mit der selben Einstellung an dieses Spiel herangehen mussten, wie auf den Auswärtsspielen zuvor", verriet Jason Kidd das Erfolgsgeheimnis. (Ergebnisse und Tabellen)

Schwacher Beginn der Mavs

Doch zu Beginn gelang dies überhaupt nicht.

Von den ersten 17 Würfen der Mavericks verfehlten 14 das Ziel. In der ersten Halbzeit, die die Mavericks mit einem 7:0-Lauf abschlossen trafen sie nur 33 Prozent ihrer Würfe. Dennoch reichte es dank 15 Punkten von Jason Terry, der insgesamt auf 20 Zähler kam, zu einer 44:41-Führung nach 24 Minuten.

"Der Trainer war zur Pause mächtig sauer", sagte Kidd, dessen großer Auftritt im dritten Viertel folgen sollte. "Er hat uns an den Pranger gestellt. Er hat uns deutlich gemacht, dass wir nicht als Team gespielt haben."

"Dafür sind Stars da"

Nach der Halbzeit folgte dann die entscheidende Phase. Dirk Nowitzki und Kidd nahmen das Heft in die Hand und erzielten 19 der 25 Punkte in dieser Zeit. Kidd schnappte sich neben acht Zählern noch acht Rebounds. Am Ende kam er auf insgesamt 18 Punkte und 13 Rebounds.

"Dafür hast du deine Starspieler, damit sie wie richtige Stars spielen", sagte Carlisle. "Die beiden Jungs haben das im dritten und vierten Abschnitt gemacht."

Memphis' Trainer Marc Iavaroni brachte es auf einen Nenner. "Als sie mehr über Nowitzki gegangen sind, hatten wir keine Antwort dafür parat. Er ist ein großartiger Spieler", lobte er Nowitzki, der elf der ersten 13 Mavericks-Punkte im dritten Abschnitt erzielte und zudem einen Korb von Kidd auflegte.

Fehlende Erfahrung der Grizzlies

"Hinzu kommt, dass wir in der Offensive so gut wie nichts mehr getroffen haben", führte Iavaroni aus.

Lediglich 15 Punkten gelang den Grizzlies bei einer Wurfausbeute von sechs aus 27 und damit wurde die Unerfahrenheit der Grizzlies deutlich.

"Wir haben es zu sehr erzwingen wollen", sagte Rudy Gay, der seine dritte NBA-Saison spielt.

Damit hat der Small Forward die meiste Erfahrung unter den fünf Startern gesammelt. Neben Gay liefen mit O.J. Mayo, Darrell Arthur und Marc Gasol drei Rookies auf. Mike Conley bestritt letztes Jahr seine erste NBA-Saison.

Mayo von Nowitzki begeistert

Mayo, Nummer-Drei-Pick des Jahres, war mit 19 Punkten bester Werfer der Grizzlies. Übertroffen wurde er lediglich von Nowitzki, der mit 25 Zählern bester Scorer der Partie war und Terry. Nach der Partie hatte der Shooting Guard große Bewunderung für Nowitzki übrig.

"Ich habe ihn erstmals richtig gesehen. Er wirft unglaublich gut. Egal, wie gut du gegen ihn verteidigst, er schafft es immer wieder zu seinem Wurf anzusetzen. Er ist immer im Rhythmus", staunte er.

Passende Antwort gefunden

Nach der starken Leistung von Nowitzki und Kidd, der kurz vor Ende des dritten Abschnitts mit einem No-look-Pass auf James Singleton die Zuschauer zum toben brachte, ging es für Dallas mit einer 68:56 in die letzten zwölf Minuten.

Dort ließen sie nichts mehr anbrennen und Memphis nie näher als auf neun Punkte herankommen.

"Die Mannschaft hat nach den fünf Niederlagen in Serie die passende Antwort gefunden", freute sich Carlisle über den vierten Triumph am Stück. "Wir werden uns am Samstag freinehmen und dann zwei Tage trainieren, ehe es am Dienstag weitergeht", verriet der Coach. (Mavs-Spielplan)

Für Carlisle wird es ein besonderes Spiel (Mi, ab 2.30 Uhr LIVESCORES). Denn mit den Indiana Pacers stattet sein Ex-Klub einen Besuch im AAC ab.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel