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Brandon Roy wurde 2006 an 6. Stelle von den Minnesota Timberwolves gedraftet © getty

Dem gehandicapten Brandon Roy gelingt gegen Dallas sein bestes Saisonspiel. Dirk Nowitzki warnt vor einem erneuten Aufeinandertreffen.

Von Rainer Nachtwey

München/Portland - Mit Verletzungen kennen sich die Dallas Mavericks gut aus.

Caron Butler fehlt seit dem Jahreswechsel, Neuzugang Peja Stojakovic macht der Nacken zu schaffen, und Dirk Nowitzki musste ebenfalls in dieser Saison neun Spiele aufgrund einer Knie-Blessur zusehen.

So viele wie nie zuvor in seiner Karriere.

Aber auch der Gegner, die Portland Trail Blazers, kann ein Lied davon singen.

Ihr einstiger Nummer-Eins-Pick Greg Oden fällt bereits die dritte Saison aufgrund einer Kniverletzung aus. Und ihrem letztjährigen Topscorer Brandon Roy machen ebenfalls die Knie große Probleme.

Dennoch war es ausgerechnet der angeschlagene Roy, der mit vier Punkten in den Schlusssekunden den Mavericks in Portland den Garaus machte.

Dank der 21 Zähler des Rekonvaleszenten, der 34 Spiele diese Saison verpasste, besiegten die Trail Blazers die Texaner mit 104:101 (53:56).

Der "alte" Roy ist zurück

"Das ist der alte Brandon Roy, so wie wir ihn kennen", sagte Nowitzki. "Er hat ein paar richtig schwere Würfe versenkt. Wenn er weiterhin so aufspielt, haben sie mit ihm und Aldridge, der eine phänomenale Saison spielt, zwei echte Go-to-Guys."

Und der Würzburger dachte bereits weiter: "Wer auch immer auf sie in den Playoffs trifft, sie werden schwer zu schlagen sein."

Dallas fällt hinter L.A. zurück

Zum derzeitigen Zeitpunkt wären es Nowitzki und seine Mavericks. Denn die Texaner (47:20) fielen durch die 20. Saisonniederlage in der Western Conference von Platz zwei auf drei hinter die Los Angeles Lakers (48:20) zurück.

Portland hingegen verdrängte mit dem 38. Saisonsieg bei 29 Niederlagen die New Orleans Hornets (39:30) von Rang sechs. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nowitzki vergibt Ausgleich

Den Mavericks reichte auch Nowitzkis 12. Double-Double der Saison nicht aus, um die Niederlage der Saison zu verhindern. Zwar holte der deutsche Nationalspieler elf Rebounds und war mit 28 Punkten Dallas' Topscorer, er vergab jedoch acht Sekunden vor Ende einen Dreier zum möglichen Ausgleich.

Zudem war sein Gegenspieler LaMarcus Aldridge mit 30 Zählern Portlands bester Schütze.

Bestes Saisonspiel von Roy

Trotz Aldridges starker Punkte-Ausbeute waren nach der Partie alle voll des Lobes für Roy.

"Das war das Beste, was ich in dieser Saison von ihm gesehen habe", sagte Portlands Trainer Nate McMillan.

Der Gelobte selbst, der sich aufgrund von Knorpelschäden in beiden Knien im Januar mehrerer Arthroskopien unterziehen musste, blieb bescheiden.

"Für mich ist es ein Prozess. Ich versuche im Kielwasser zu bleiben", umschrieb es Roy in der Seemannssprache. "Heute habe ich mich einfach großartig gefühlt."

Roy dreht in Schlusspahse auf

Dies bekamen die Mavericks insbesondere Ende des dritten Anfang des letzten Viertels zu spüren, als Roy Portland durch zehn Punkte von 76:76 auf 86:80 davonziehen ließ.

Dem Rückstand lief Dallas das komplette Schlussviertel hindruch hinterher.

Durch Jason Terrys Dreier drei Minuten vor Ende verkürzten die Gäste zwar den Rückstand auf einen Zähler (99:100), doch dann war Roy-Time angesagt.

Nowitzkis Wurf geht an den Ring

Erst verwandelte der Flügelspieler zwei Freiwürfe, anschließend baute er per Sprungwurf Portlands Führung wieder auf fünf Punkte aus.

Nowitzki brachte Dallas durch zwei verwandelte Freiwürfe wieder zurück ins Spiel, sein Dreier aus der Spielfeldecke sprang jedoch vom Ring zurück.

Erst die Reboudns, dann die Turnover

"Wenn du in einem Auswärtsspiel 60 Prozent deiner Würfe triffst und trotzdem verlierst, ist das bitter", meinte Nowitzki. Eine Erklärung für die Niederlage trotz der guten Trefferquote hatte er dennoch parat:

"Portlands Offensiv-Rebounds haben uns zu Beginn umgebracht, und am Ende waren es die Ballverluste."

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