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LeBron James war 2006 und 2008 jeweils MVP des All-Star Games © getty

Dwyane Wades Aussetzer beendet Miamis Mini-Erfolgsserie. LeBron James fehlt die Präzision. Boston siegt dank eines Neuzugangs.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die kleine Siegesserie der Miami Heat ist schon wieder vorbei.

Gegen die Oklahoma City Thunder verloren "Miami Thrice" nach zuletzt drei Siegen in Folge mit 85:96 (45:46).

Die starke Verteidigung der Gäste hielt Miami in der zweiten Hälfte bei 40 Punkten und einem Saisontiefstwert von nur 29 Prozent aus dem Feld.

"Ich glaube, heute müssen wir uns nicht über unsere Leistung ärgern. Sie haben richtig stark verteidigt", zollte LeBron James dem Kontrahenten Respekt.

Chris Bosh gelang mit 21 Zählern und elf Rebounds ein Double-Double, aber James (19 Punkte) und Dwyane Wade (21) trafen gemeinsam nur 15 ihrer 42 Wurfversuche.

Unbeherrschtheit von Wade

Wade sorgte zudem mit einer Unbeherrschtheit für die Entscheidung.

Dreieinhalb Minuten vor Schluss schlug er nach einem nicht gepfiffenen Foul von Serge Ibaka gegen die gepolsterte Korbhalterung und bekam ein technisches Foul.

Ein Dreier von James Harden und ein technisches Foul für Heat-Coach Erik Spoelstra brachten Oklahoma City mit elf Zählern in Front.

"Sie haben uns am Korb zu richtig schweren Würfen gezwungen. Egal ob es das eine oder andere Foul gab, sie haben ihren Plan gut umgesetzt", meinte Spoelstra.

Durant besiegt "King" James

Vor allem Neuzugang Kendrick Perkins und Ibaka (zwölf Rebounds, drei Blocks) zogen "Miami Thrice" den Zahn.

Die Überlegenheit der Gäste an den Brettern (51:40, 17 Offensiv-Rebounds) war die logische Konsequenz. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

NBA-Topscorer Kevin Durant markierte 29 Punkte und feierte im sechsten Duell seinen ersten Sieg gegen James. Russell Westbrook steuerte 18 Zähler bei. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

"Das ist ein großer Sieg für die Oklahoma City Thunder. Wir schaffen es mittlerweile immer besser, Spiele zuzumachen", zeigte sich "Durantula" stolz.

Sein Team (44:23) bleibt nach dem fünften Erfolg am Stück im Westen Vierter. Die Heat (46:22) belegen in der Eastern Conference nach wie vor Rang drei.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Boston Celtics - Indiana Pacers 92:80

Die Boston Celtics feierten nach drei Niederlagen aus den vergangen vier Spielen einen wichtigen Sieg.

Gegen die zuletzt starken Indiana Pacers siegte der Rekordmeister letztlich souverän mit 92:80 (47:40).

Neben Paul Pierce (20 Zähler) zeigte vor allem Reservist Jeff Green endlich seine Klasse und war mit 19 Punkten der Matchwinner.

"Die gesamte zweite Reihe kam ins Spiel und hat einen fantastischen Job gemacht", freute sich Green hinterher.

Green ragt heraus

Der Neuzugang aus Oklahoma City markierte im zweiten Durchgang 13 Zähler und machte im Alleingang aus dem 18:23-Rückstand einen Vorsprung, den Boston nicht mehr hergab.

Nach den beiden Siegen gegen die New York Knicks fehlte den Pacers im zweiten Durchgang der nötige Biss. Reservist Josh McRoberts (14 Punkte, elf Rebounds) war der beste Gäste-Akteur.

"Zwei Tage in Folge zu spielen ist schon hart. Besonders wenn du gegen eines der besten Teams der Liga antreten musst", stöhnte Power Forward Tyler Hansbrough (zehn Zähler, elf Rebounds).

Die Celtics (48:20) liegen damit im Osten wieder gleichauf mit den Chicago Bulls an der Spitze. Indiana (29:39) ist Achter.

Atlanta Hawks - Denver Nuggets 87:102

Die Atlanta Hawks mussten sich den Denver Nuggets mit 87:102 (42:46) geschlagen geben.

J.R. Smith verbuchte all seine 15 Punkte im Schlussviertel und brachte den Gästen ihren neunten Sieg aus elf Spielen seit dem Trade von Carmelo Anthony. Center Nene war mit 20 Zählern bester Werfer.

"Unser Gegner kann nicht wissen, was wir vorhaben. Denn wir wissen es vor dem jeweiligen Spiel selbst nicht. Wir sind nicht auszurechnen. Es macht Spaß", erklärte Denvers Trainer-Legende George Karl das Erfolgsrezept.

Hawks-All-Star schwach

Nach seinen 36 Punkten gegen Milwaukee erwischte Atlantas All-Star Joe Johnson keinen guten Tag. Der Shooting Guard kam nur auf zwölf Zähler und verfehlte gleich neun seiner 13 Würfe. Backup-Center Zaza Pachulia verbuchte mit 19 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double.

"Wir müssen den Ball besser bewegen. In dieser Hinsicht sind die Nuggets für uns ein Vorbild. Sie sind richtig stark", meinte Al Horford zum Unterschied zwischen den beiden Teams.

Beide Teams bleiben als Fünfter ihrer jeweiligen Conference klar auf Playoff-Kurs.

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