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Derrick Rose (r.) wurde 2009 zum Rookie des Jahres gewählt © getty

Chicago gelingt die längste Siegesserie seit sechs Jahren. Derrick Rose gibt den Takt vor. Den Nets unterläuft ein Minusrekord.

Von Eric Böhm

München/Newark - Die Chicago Bulls sind weiterhin das heißeste Team der gesamten NBA.

Bei den New Jersey Nets feierte der sechsmaligen Meister mit dem 84:73 (43:36) bereits der achte Sieg am Stück. Eine solche Serie gelang Chicago zuletzt vor sechs Jahren. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nachdem die Bulls eine deutliche Führung verspielt hatten, übernahm in der Schlussphase wieder einmal Derrick Rose (21 Punkte) Verantwortung.

"Wenn es im Angriff nicht läuft, stützen wir uns auf die Verteidigung. Am Ende haben wir die Zone abgeriegelt", zeigte sich der Point Guard zufrieden.

Korver beschenkt sich selbst

Der MVP-Kandidat fing gute drei Minuten vor Schluss einen Pass von Nets-Aufbauspieler Deron Williams ab und sorgte per Korbleger für die 73:69-Führung der Gäste aus der "Windy City".

Kyle Korver machte an seinem 30. Geburtstag mit dem Dreier zum 79:71 den Sack wenig später zu. Luol Deng verbuchte 19 Zähler.

"Wir wissen, dass noch ein langer Weg vor uns liegt. Wir sind ein großartiges und ausgeglichenes Team. Alles ist möglich", sagte der britische Flügelspieler.

Rookie-Center Ömer Asik untermauerte diese Aussage. Der Türke sammelte von der Bank kommend elf Punkte, zwei Blocks und stellte mit 16 Rebounds eine persönliche Bestleistung auf.

Nets mit Minusrekord

Mit dem Erfolg haben sich die Bulls (49:18) erneut allein an die Spitze der Eastern Conference gesetzt, da Boston (48.18) nicht im Einsatz war und holten nebenbei zum achten Mal den titel in der Central Division.

New Jersey verlor dagegen erstmals nach fünf Siegen in Serie und erlitt gegen die zweitbeste Abwehr der NBA seine schwächste Punktausbeute der gesamten Saison.

"Wir sollten Schritt für Schritt weitergehen. Wenn wir uns weiter verbessern, kommen die Resultate von ganz allein", trat Chicagos Trainer Tom Thibodeau auf die Euphoriebremse.

Sein Team gestattete Jersey nur eine Quote von 35 Prozent aus dem Feld und knapp 16 Prozent (drei von 19) von jenseits der Dreierlinie.

D-Will ohne Zielwasser

Die Nets (22:44) haben als Zwölfter ohnehin nur noch theoretische Chancen auf den Einzug in die Playoffs.

Speziell Williams erwischte trotz elf Assists einen schwachen Tag und traf nur einen seiner zwölf Würfe.

Center Brook Lopez gelangen 22 Punkte sowie acht Rebounds. Kris Humphries lieferte mit 13 Zählern und 16 Rebounds ein Double-Double.

"Wir waren einfach nicht in der Lage Punkte zu machen. Defensiv standen wir sehr sicher, aber uns fehlte im Angriff der Rhythmus", legte der Power Forward den Finger in die Wunde.

Blazers zerlegen Cleveland

Außerdem gewannen die Portland Trail Blazers mit 111:70 (64:44) gegen die Cleveland Cavaliers.

Blazers-Forward LaMarcus Aldridge erzielte gegen das schwächste Team der Liga mit 20 Punkten und elf Rebounds ein weiteres Double-Double.

Gerald Wallace (17 Zähler, sechs Rebounds, sechs Assists) sah in der Einstellung seines Teams den Schlüssel zum Erfolg: "Du darfst Cleveland nicht unterschätzen und musst dich auf deine Aufgabe konzentrieren."

Die Blazers (39:29) sind im Westen weiterhin Sechster und liegen klar auf Playoff-Kurs.

Für die Cavaliers punktete mit Ramon Sessions (14) nur ein Starter zweistellig. "Mir fehlen die Worte. Ich bin sprachlos. Eigentlich kann ich aus Niederlagen immer positive Ansätze ziehen, aber heute gelingt mir das nicht", rang ein entsetzter Baron Davis um Worte.

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