vergrößernverkleinern
Ray Allen gewann mit den USA 2000 in Sydney olympisches Gold © getty

Der Veteran läuft nach der Pause heiß und führt Boston im "Big Easy" auf die Siegerstraße. Die Spurs siegen ohne einen All-Star.

Von Eric Böhm

München/New Orleans - Die Boston Celtics haben sich für den miserablen Auftritt in Houston rehabilitiert.

Bei den New Orleans Hornets siegte der Rekordmeister mit 89:85 (40:51) und schloss im Osten wieder zu Spitzenreiter Chicago (49:19) auf. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

In der ersten Hälfte knüpften die Celtics allerdings nahtlos an die blutleeren Auftritte der vergangenen Partien an und gingen folglich mit einem deutlichen Rückstand in die Kabine.

Doch Ray Allen markierte zwölf seiner 20 Zähler im dritten Viertel und holte die Celtics aus ihrer Lethargie. Ein 23:6-Zwischenspurt brachte Boston die 67:64-Führung, die sie nicht mehr abgaben.

Allen setzt Schlusspunkt

Allen war es schließlich auch vorbehalten, 2,8 Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen den Endstand herzustellen.

"Seine Treffer nach der Pause haben uns neue Energie verliehen. Wir haben uns auf unsere Stärken besonnen und ihren Rhythmus zerstört", sagte Glen Davis, der ebenfalls 20 Punkte erzielte.

Plötzlich lief es auch in der Abwehr wieder deutlich besser und Boston gestattete den Hornets nur noch 34 Zähler.

Pierce mit schwachem Auftritt

Dennoch war nach drei Auswärtspleiten hintereinander bei einigen Celtics-Akteuren nach wie vor eine Verunsicherung zu spüren.

Paul Pierce (neun Punkte) traf nur einen seiner neun Versuche aus dem Feld und Center Nenad Krstic blieb ohne Zähler.

"Wir haben zuletzt sehr schwach gespielt und heute wieder genauso begonnen. Das Comeback hat den Jungs viel bedeutet", meinte Bostons Trainer Doc Rivers.

Paul ohne Treffer

Bei den Hornets, die im Westen Siebter bleiben, ragte David West mit 32 Zählern sowie acht Rebounds heraus.

Point Guard Chris Paul (15 Assists) blieb dagegen erst zum vierten Mal in seiner Karriere ohne Korberfolg.

"Es wird sehr schwer für uns werden zu siegen, wenn ich so schwach spiele. Ich muss besser auftreten", nahm "CP3" die Niederlage auf seine Kappe.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

San Antonio Spurs - Charlotte Bobcats 109:98

Die San Antonio Spurs können auch ohne Tim Duncan gewinnen

Das beste Team der NBA schonte beim 109:98 (58:41) seinen routinierten Center und kam trotzdem nie ernsthaft unter Druck.

Der ehemalige Dallas Maverick Steve Novak war mit 19 Punkten San Antonios Topscorer. Er verwandelte fünf seiner acht Dreierversuche.

Auch Manu Ginobili wurde über weite Strecken geschont und verbuchte dennoch elf Zähler, fünf Rebounds und sechs Assists.

"Zwei Spiele in zwei Tagen sind für die Fitness einiger unserer erfahrenen Spieler zum jetzigen Zeitpunkt hinderlich. Daher bin ich kein Risiko eingegangen", begründete Spurs-Coach Gregg Popovich seine Personalentscheidung.

Bobcats vermissen Jackson

Die Bobcats (28:41) verloren ohne ihren Topscorer Stephen Jackson (Oberschenkelzerrung) zum dritten Mal hintereinander und müssen als Neunter der Eastern Conference um den Playoff-Einzug bangen.

Rookie Gerald Henderson traf mit 19 Zählern für Michael Jordans Team am besten. Boris Diaw sammelte 16 Punkte.

"Im Rennen um einen Playoff-Platz zählt jedes Spiel. Also ist diese Niederlage sehr frustrierend", erklärte der Power Forward.

Portland Trail Blazers - Philadelphia 76ers 110:101

Die Portland Trail Blazers schlugen die Philadelphia 76ers 110:101 (62:54) und feierten den siebten Sieg aus den vergangenen neun Spielen.

Neuzugang Gerald Wallace lieferte mit 25 Zählern, acht Assists, sechs Rebounds und vier Steals bei seinem Start-Debüt eine Glanzvorstellung ab.(STATISTIK: Die Tagesbesten)

Entsprechend zufrieden war Trainer Nate McMillan: "Er war immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort."

Ein 9:0-Lauf zu Beginn des Schlussabschnitts nahm den Gästen jede Hoffnung auf einen Auswärtssieg.

Brand enttäuscht

Portland (40:29) liegt als Sechster der Western Conference nur noch hauchdünn hinter den Denver Nuggets (41:29). Die Sixers fielen mit der Pleite im Osten wieder hinter die New York Knicks auf Rang sieben zurück.

Ohne Schlüsselspieler Andre Iguodala (Knieprobleme) kam auch Topscorer Elton Brand (zehn Punkte, neun Rebounds) nicht wie gewohnt zum Zug.

Ersatz-Spielmacher Lou Williams (24 Zähler) erwischte dagegen einen guten Tag.

"Ich glaube, wir haben uns selbst geschlagen. Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt", meinte Brand.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel