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Peja Stojakovic (l.) wurde 1998 und 2002 jeweils Weltmeister © getty

Der routinierte Stojakovic bringt Dallas gegen Golden State in Schwung. Dirk Nowitzki ist der Topscorer und baut seine Serie aus.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben sich zum elften Mal in Folge für die Playoffs qualifiziert.

Nach der bitteren Pille gegen San Antonio gewann das Team von Dirk Nowitzki gegen die Golden State Warriors 101:73 (51:43) und sicherte sich damit in der Western Conference einen Platz unter den besten acht.

Der Würzburger war mit 20 Punkten (alle in den ersten drei Vierteln) bester Scorer, machte aber das Comeback von Peja Stojakovic als entscheidenden Faktor für die gute Partie aus.

"Es hat Spaß gemacht ihm zuzusehen. Er hat sich gut bewegt, war aggressiv und nahm seine Würfe in einem tollen Rhythmus", lobte Nowitzki seinen Kollegen.

Stojakovic gleich im Spiel

Der routinierte Serbe, der zuletzt sechs Spiele mit Nackenproblemen aussetzen musste, kam gegen die Warriors von der Bank und markierte 17 Zähler.

"Ich wollte gleich gut reinkommen. Mit zwei Treffern aus Fast-Breaks ging es richtig gut los. Ich muss das Spiel breitmachen und eine Bedrohung sein", beschrieb Stojakovic seine Herangehensweise.

Der 33-Jährige traf fünf seiner acht Versuche jenseits der Dreierlinie. Drei davon versenkte er zu Beginn des zweiten Viertels und brachte die Mavs so in Schwung.

"Natürlich war seine Rückkehr extrem wichtig. Er hat schließlich schon seit 20 Jahren diese Qualität von Draußen", meinte Mavericks-Trainer Rick Carlisle.

Nowitzkis Serie geht weiter

Zum Ende des dritten Abschnitts setzte sich Dallas ab und feierte letztlich den siebten Sieg gegen die Warriors hintereinander.

Ein 16:7-Zwischenspurt brachte den deutlichen 76:63-Vorsprung. Im Gegensatz zu einigen anderen Spielen in den letzten Wochen machten die Gastgeber diesmal den Sack frühzeitig zu.

Nowitzki konnte sich daraufhin im letzten Abschnitt zurückhalten. Außerdem verwandelte er seine beiden einzigen Freiwürfe und steht nun bereits bei 58 Treffern in Serie, Nowitzkis eigener Mavericks-Rekord steht bei 82.

Nach der Partie, äußerte sich Nowitzki plötzlich auch über die deutsche Nationalmannschaft.

"Diese Saison kann für uns eine sehr lange werden. Ob ich dann im Sommer dabei bin, muss ich abwarten", sagte "Big D" mit Blick auf die EM in Litauen (31. August bis 18. September): "Alles weitere werde ich mit Klubchef Mark Cuban besprechen, wenn es soweit ist."

Chandler stoppt Warriors

Der einzige weitere Dallas-Profi mit zweistelliger Ausbeute war Roddy Beaubois (15), mehr war an diesem Abend auch nicht nötig.

Denn angeführt von Tyson Chandler gelang der Verteidigung gegen die relativ kleinen Warriors eine dominante Vorstellung.

Der "Big Man" schnappte sich 17 Rebounds und gestattete den Kaliforniern keine einfachen Punkte in der Zone.

"Wenn wir schlecht verteidigen, schlafe ich nicht gut. Heute habe ich nach einigen schwachen Auftritten meine Form wiedergefunden", sagte Chandler gegenüber den "Dallas Morning News".

Die Gäste aus Kalifornien trafen nur 35 Prozent ihrer Würfe und blieben gerade einmal einen Punkte über ihrer schwächsten Ausbeute der Saison. Für die Mavericks war es dagegen die beste Defensivleistung dieser Spielzeit.

Mahinmi mit Hausrekord

Auch die Mannschaftskameraden wissen um die Wichtigkeit Chandlers für das Team.

"Er ist ohne Frage ein Schlüssel zu unserem Erfolg. Wenn er so stark auftritt, sind wir unheimlich schwer zu schlagen", geriet Jason Terry geradezu ins Schwärmen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der zweite Center Ian Mahinmi ließ sich anstecken und stellte mit 13 Rebounds eine persönliche Bestleistung auf.

Der angeschlagene Shawn Marion (Handgelenk) wurde da kaum vermisst. "The Matrix" wird aber wohl bereits gegen Minnesota (Fr., ab 0.30 Uhr LIVESCORES) zurückkehren.

Lakers bleiben im Visier

Mit dem überzeugenden Sieg bleibt Dallas (49:21) den L.A. Lakers (50:20) im Kampf um Rang zwei auf den Fersen.

Golden State (30:40) hat nur noch theoretische Chancen auf die Playoffs. Topscorer Monta Ellis verbuchte für die Gäste 18 Punkte, benötigte dafür jedoch auch 18 Versuche aus dem Feld.

"Wir haben einfach wahnsinnig viele Möglichkeiten ausgelassen und können uns nicht beschweren", bilanzierte eine enttäuschter Gäste-Coach Keith Smart.

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