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Luc Richard Mbah a Moute (m.) spielte am College für UCLA © getty

New York verschläft in Milwaukee das erste Viertel und taumelt. "STAT" greift Anthony an. Kobe rettet trotz Blessur die Lakers.

Von Eric Böhm

München/Milwaukee - Die New York Knicks stolpern mehr schlecht als recht in Richtung Playoffs.

Die Truppe aus dem "Big Apple" kassierte mit dem 95:100 (41:47) bei den Milwaukee Bucks die fünfte Schlappe innerhalb der vergangenen sechs Spiele.

Die Gastgeber kämpfen noch um einen Platz in der Postseason und legten im ersten Viertel los wie die Feuerwehr. Mit 32:9 überrollten sie die Gäste regelrecht.

"Wir dürfen jetzt nicht in Panik geraten. Wir verlieren Spiele, die wir eigentlich gewinnen müssten, aber das ist ein Lernprozess", sagte Carmelo Anthony (23 Punkte).

Duo macht den Unterschied

Seit der Ankunft des Superstars weisen die New Yorker allerdings eine Bilanz von 7:8 auf und stehen in der Eastern Conference nur noch auf Rang sieben.

Die Playoff-Teilnahme ist zwar nicht gefährdet, doch das ist nicht der Anspruch von Fans und Medien im traditionell extrem kritischen Umfeld der Knicks. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Immerhin zeigte das Team von Coach Mike D'Antoni in Wisconsin Moral und arbeitete sich heran, doch das starke Bucks-Duo Carlos Delfino (30 Zähler, elf Rebounds) und Brandon Jennings machte am Ende den Unterschied.

Rang acht im Visier

Der Aufbauspieler schrammte mit 14 Punkten, elf Rebounds und neun Assists knapp an einem Triple-Double vorbei. Mit dem Treffer zum 95:89 sorgte er 26 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung.(STATISTIK: Die Tagesbesten)

"Wir dürfen uns keine Ausrutscher mehr leisten. Wir wollen unbedingt in die Playoffs, also müssen wir mit dem Druck fertig werden", schwor Delfino sein Team auf die Schlussphase der Saison ein.

Milwaukee (28:41) steht auf Rang neun knapp hinter dem so wichtigen achten Rang, den derzeit Indiana (30:40) innehat.

Dicker Brocken wartet

Bei den Gästen steuerte Amare Stoudemire zwar 25 Zähler bei, verfehlte jedoch 17 seiner 28 Wurfversuche. Interessanter waren aber seine Aussagen im Anschluss.

"Einige Spieler haben unser System noch nicht verinnerlicht und fügen sich nicht ein", wetterte "STAT" und ließ kaum einen Zweifel daran, dass er auf Anthony anspielte.

D'Antoni versuchte die Wogen umgehend zu glätten: "Die Jungs sind richtig frustriert. Das ist gut. Denn wir müssen an unseren Schwierigkeiten arbeiten. Wir werden das hinkriegen."

Ein Erstrunden-Duell mit Chicago, Miami oder Boston wird sich aber kaum noch vermeiden lassen.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Los Angeles Lakers - Portland Trail Blazers 84:80

Die Los Angeles Lakers setzen ihren Lauf unbeirrt fort und holten ihren vierten Divisionstitel am Stück.

Der Titelverteidiger besiegte die zuletzt starken Portland Trail Blazers vor heimischer Kulisse mit 84:80 (44:48).

Dabei lagen die Lakers in der zweiten Hälfte ständig zurück, bis Derek Fisher zwei wichtige Steals gelangen.

Zunächst bediente der Spielmacher Kobe Bryant, der zum 76:76 ausglich. Nach seinem zweiten Steal schloss D-Fish selbst ab und brachte sein Team in Führung.

"Fish" hellwach

Den Rest besorgte der durch eine Knöchelverletzung gehandicapte Bryant (22 Punkte) 32 Sekunden vor Schluss mit einem lehrbuchreifen Sprungwurf im Rückwärtsfallen.

"Fish ist in den entscheidenden Situationen einfach hellwach. Er hat schon unzählige Male seine Nervenstärke unter Beweis gestellt", lobte Kobe seinen Point Guard.

Lamar Odom vertrat erneut den gesperrten Center Andrew Bynum in der ersten Fünf und lieferte mit 16 Zählern, elf Rebounds und sechs Assists eine gute Vorstellung ab.

50. Lakers-Sieg

Die Lakers (50:20) bleiben mit ihrem zwölften Sieg aus den 13 Spielen seit dem All-Star-Break im Westen Zweiter.

Portland (40.30) steht auf Rang sechs. Flügelspieler Nicholas Batum sammelte 25 Punkte. LaMarcus Aldridge verbuchte 18 Zähler.

Portlands Trainer Nate McMillan erkannte bei seinem Team alte Muster: "Wieder einmal haben wir ohne Not ein Spiel aus der Hand gegeben."

Oklahoma City Thunder - Toronto Raptors 93:95

Den Toronto Raptors gelang mit dem 95:93 (48:44) bei den Oklahoma City Thunder eine große Überraschung.

Schließlich hatten die Kanadier zuvor 14 Auswärtsspiele am Stück verloren. Amir Johnsons Korbleger beendete 1,4 Sekunden vor Schluss diese Horrorserie.

Andrea Bargani war mit 23 Punkten einmal mehr Topscorer der Raptors.

Durant verpasst Ausgleich

"Der wichtigste Mann war heute James Johnson. Er hat gegen Kevin Durant ein großartiges Spiel gemacht", stellte Torontos Trainer Jay Triano aber seinen Abwehrspezialisten heraus.

Der NBA-Topscorer markierte für die Gastgeber 20 Zähler, traf aber nur sechs seiner 20 Würfe und verpasste mit der Schlusssirene die Chance zum Ausgleich.

"Normalerweise ziehen wir aggressiv zum Korb. Heute haben wir zu viele Sprungwürfe genommen und nicht attackiert", bemängelte Oklahoma Citys Übungsleiter Scott Brooks.

Die Thunder (45:24) bleiben in der Western Conference dennoch Vierter. Toronto hat im Osten keine Chance auf die Playoffs.

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