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Davis (r.) und Allen behaupten den Ball gegen Anthony und die Knicks © getty

Boston dreht nach deutlichem Rückstand die Partie in New York und bleibt Erster im Osten. Drei Spieler müssen blutend vom Feld.

Von Björn Seitner

München - Es war ein hart umkämpfter Auswärtssieg der Celtics bei den New York Knicks.

Beide Teams kämpften beim 96:86 (37:51) wortwörtlich bis auf den letzten Blutstropfen.

Kevin Garnett befand sogar, es ginge zu wie bei einer "Kneipenprügelei". Insgesamt dreimal musste die Partie unterbrochen werden, weil ein Spieler blutend auf dem Parkett lag.

Bostons Troy Murphy erwischte es an der Nase. Teamkollege Ray Allen musste behandelt werden, nachdem Jared Jeffries ihm mit dem Ellenbogen einen Cut über dem rechten Auge zugefügt hatte.

Und auch New Yorks Superstar wurde nicht verschont: Carmelo Anthony wurde von Rajon Rondo bei einem Rebound-Versuch ausgeknockt und musste kurzzeitig behandelt werden.

"Doc meinte, wir seien zu soft"

Bis zur Halbzeit lief es für die Celtics alles andere als wünschenswert.

Zwölf Fehlversuche aus dem Feld und nur 15 Punkte im zweiten Viertel sorgten für einen deutlichen Rückstand des Teams von Coach Doc Rivers.

Doch der fand in der Pause offenbar die richtigen Worte. "Er meinte unser Spiel sei zu soft. Alles was wir tun sei zu soft und wir seien nicht die C's. Also haben wir angefangen richtig reinzugehen", sagte Garnett, der mit einem Double-Double aus 24 Punkten und elf Rebounds der Mann des Abends war.

Rondo knockt Anthony aus

Deutlich zu spüren bekam dies Anthony im Schlussviertel, als sich Rondo an der Mittellinie durchsetzte und den Small Forward unabsichtlich über dem linken Auge traf.

"Melo" sackte zusammen und krümmte sich auf dem Boden. Nach kurzer Behandlung konnte er aber weitermachen.

"Wir wissen, was wir tun müssen, wenn das Spiel körperbetont wird. Manchmal schaffen wir es, unsere Haltung zu bewahren, manchmal nicht. Heute haben wir es geschafft", sagte Paul Pierce über die Partie.

Dem Small Forward gelangen 21 Punkte. Ebenfalls zweistellig punkteten Allen (15) und Rondo (13).

Knicks in Panik

Beim Stand von 69:63 für die Knicks ging es ins Schlussviertel.

Die Celtics verstärkten noch einmal ihre Defensive und hinderten sowohl Anthony (am Ende 22 Punkte), als auch Amare Stoudemire (16) daran, aus dem Feld zu punkten.

"Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem ich das Gefühl hatte, wir verfallen in Panik", erklärte Knicks-Coach Mike D'Antoni.

Boston zog davon und ließ sich die Partie im "Big Apple" nicht mehr nehmen.

Boston bleibt auf Rang eins

Es war der 50. Saisonsieg für die Celtics, die in der Eastern Conference vor den Chicago Bulls auf Platz eins bleiben. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Das war unser Spiel. Wir müssen nur in Zukunft zusehen, dass wir immer so kämpfen", sagte Allen, der nach seinem Zusammenprall mit sieben Stichen genäht wurde.

Für New York dagegen war es seit dem Anthony-Trade die neunte Pleite bei nur sieben Siegen.

Superstars im Team

Wie man schon bei den Miami Heat zu Beginn der Saison gesehen hat, scheint es nicht so einfach zu sein, Superstars in ein Team zu integrieren.

Die Knicks sind nach ihrer 35. Saisonniederlage weiterhin Siebter im Osten und könnten schon in der ersten Playoff-Runde auf die Celtics treffen.

"Hoffentlich noch zwei oder drei Jahre", sagte Rivers daher grinsend auf die Frage wie lange es wohl dauern würde, bis New Yorks Superstar Anthony, Stoudemire und Chauncey Billups zusammenfinden.

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