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Spurs-Center Tim Duncan verteidigt gegen Golden States Stephen Curry © getty

Der Spurs-Center knickt beim Sieg gegen die Warriors um und fällt wohl mehrere Wochen aus. Derrick Rose ist rundum glücklich.

Von Björn Seitner

München - Es war ein Pyrrhussieg für San Antonio.

Beim 111:96 (54:45)-Heimsieg der Spurs gegen die Golden State Warriors verletzte sich Routinier Tim Duncan am Sprungelenk.

"Ich dachte es sei richtig schlimm, vielleicht ein Bruch", schilderte Kollege Antonio McDyess seine ersten Befürchtungen: "Ich bin froh, dass es offenbar nur eine ernste Verstauchung ist."

Spurs-Coach Gregg Popovich sprach hinsichtlich der Verletzungsdauer von "einer Weile".

McDyess bestätigte im Anschluss der Partie nach einem Gespräch mit Duncan, dass dieser wohl einige Wochen ausfallen wird.

Duncan wird zuvor noch geschont

Nur vier Minuten nach Spielbeginn landete der Spurs-Center nach einem Wurf aus kurzer Distanz mit dem linken Fuß auf dem Spann von Golden States Ekpe Udoh und knickte um.

Beim Spiel gegen die Charlotte Bobcats vor zwei Tagen wurde der 34-Jährige noch geschont um einer Verletzung vorzubeugen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Duncan ist der einzige Spieler San Antonios, der bis zum Spiel gegen Charlotte jedesmal auf dem Parkett stand.

Parker und Splitter mit Double-Double

Im Saisonschnitt sorgte er für 13,9 Punkte und neun Rebounds.(STATISTIK: Die Tagesbesten)

Gegen Golden State reichte den Spurs ein Double-Double (17 Punkte und 15 Assists) von Tony Parker, sowie 28 Zähler vom starken Manu Ginobili.

Auch Duncan-Ersatz Tiago Splitter überzeugte: 10 Punkte und 14 Rebounds gelangen dem Rookie.

Kein Sieg seit 1997

Für Golden State war es die fünfte Pleite in Serie. Seit 1997 haben die Warriors zudem nicht mehr in San Antonio gewonnen.

Udoh war bester Mann der Gäste und kam auf 15 Punkte. 14 Zähler verbuchten Dorell Wright und Bankspieler Acie Law.

Die Warriors bleiben in der Western Conference auf Rang zwölf. San Antonio ist nach dem 57. Sieg weiter das beste Team der Liga.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Chicago Bulls - Sacramento Kings 132:92

Die Chicago Bulls haben ihr Heimspiel gegen die Sacramento Kings dank einer überragenden Teamleistung deutlich mit 132:92 (64:47) gewonnen und eine bedeutende Vereinsmarke erreicht.

Zum ersten Mal seit dem Ende der Ära Michael Jordan (1998) schafften die bereits für die Playoffs qualifizierten Bulls 50 Siege in einer Saison.

Derrick Rose blieb mit 18 Punkten zwar klar unter seinem Saisonschnitt (24,9 Zähler), dafür punkteten beim neunten Sieg der letzten zehn Spiele sieben weitere Bulls-Akteure zweistellig.

"Es macht einfach Spaß"

"Es macht einfach Spaß. Ich kann mich momentan über nichts beklagen. Wir gewinnen unsere Partien, spielen guten Basketball und die Stadt dreht förmlich durch", sagte ein rundum glücklicher Rose.

Bei den Kings war Marcus Thornton mit 25 Punkten bester Werfer.

Wie Boston, das in einer umkämpften Partie bei den New York Knicks siegte, haben die Bulls nun 50 Siege bei 19 Niederlagen. Sacramento bleibt im Westen auf Rang 14.

Cleveland Cavaliers - Orlando Magic 86:97

Auch Orlando konnte den nächsten Sieg einfahren. Mit 97:86 (56:38) gewannen die Magic bei den Cleveland Cavaliers.

Dwight Howard überragte mit einem Double-Double aus 28 Punkten und 18 Rebounds.

Bein Stand von 58:80 zu Beginn des Schlussviertels kamen die Cavaliers aber kurz vor Schluss noch auf neun Punkte heran.

Van Gundy poltert

Stan van Gundy stimmte das gar nicht glücklich. Auf die Frage, was er aus der Partie mitnimmt, antwortete der Magic-Coach trocken: "Gar nichts."

Sein kurzes Statement baute er aber dann doch noch aus: "Es gibt immer Höhen und Tiefen, aber für das Spiel heute habe ich keine Erklärung. Wir haben ohne Energie gespielt und uns den Ball zu häufig abnehmen lassen."

Ganze 20 Ballverluste leistete sich Orlando. Eindeutig zu viel für den Vierten der Eastern Conference.

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