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Kobe Bryant ist bereits fünfmaliger NBA-Champion © getty

Der starke Kobe Bryant beschert den Lakers in der dritten Overtime den Sieg gegen Phoenix. Lamar Odoms Patzer bleibt ohne Folgen.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Die Los Angeles Lakers haben einen echten Marathon-Krimi für sich entschieden.

Gegen die Phoenix Suns siegte der Titelverteidiger nach der dritten Verlängerung mit 139:137 (66:60, 112:112, 121:121, 130:130) und feierte den 13. Erfolg aus 14 Spielen seit dem All-Star-Break.

Kobe Bryant ragte mit der Saisonbestleistung von 42 Punkten heraus. 14 Sekunden vor Schluss sorgte er mit seinem Treffer zum 139:135 auch für die Entscheidung.

Es war bereits das 107. Spiel seiner Karriere mit mindestens 40 Zählern. Außerdem verpasste Kobe mit zwölf Rebounds sowie neun Assists nur knapp ein Triple-Double.

Lakers verspielen große Führung

Dass es überhaupt zum ersten Triple-Overtime-Heimspiel der Lakers seit 1969 kam, hatten sich diese selbst zuzuschreiben.

Im dritten Viertel lagen sie bereits 89:68 in Front, ehe sie den Suns mit Unkonzentriertheiten in der Abwehr ein Comeback ermöglichten. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Ich wünschte, wir hätten den Sack früher zugemacht. Es lag nur an uns", bestätige Lamar Odom, der erneut den gesperrten Andrew Bynum in der ersten Fünf vertrat, diese Einschätzung.

Die Gäste aus Arizona bewiesen allerdings auch eine tolle Moral und beendeten die reguläre Spielzeit mit einem 11:2-Lauf.

Routinier Grant Hill schickte die Partie mit seinem Dreier 31 Sekunden vor der Schlusssirene in die Overtime.

Odom mit Aussetzer

Nur eine Sekunde vor Ende der ersten Verlängerung leistete sich dann Odom einen groben Aussetzer und foulte beim Stand von 112:109 Channing Frye bei einem Dreierversuch.

Der starke Suns-Profi (32 Zähler) bewies Nervenstärke und verwandelte alle drei Freiwürfe zum Ausgleich.

Von diesem Fauxpas einmal abgesehen lieferte der Lakers-Forward eine glänzende Partie und stellte mit 29 Punkten eine Saisonbestmarke auf. Außerdem schnappte sich der Power Forward noch 16 Rebounds.

"Wir haben einen Weg gefunden das Spiel zu gewinnen. Das zählt. Ich bin jetzt todmüde und habe Appetit auf Pfannkuchen", hatte es Odom im Anschluss eilig.

Gasol bleibt cool

In der zweiten Verlängerung drehten die Gastgeber den Spieß um.

Diesmal wurde Pau Gasol (24 Zähler, 13 Rebounds) zwei Sekunden vor Ablauf der Uhr gefoult und traf zweimal zum 130:130.

Am Ende hatten jedoch die Lakers (51 Siege - 20 Niederlagen) das bessere Ende für sich und bleiben in der Western Conference auf Rang zwei vor den Dallas Mavericks (49:21).

"Schwergewichtskampf"

Neben Bryant hatte Ron Artest in der Schlussphase seinen großen Auftritt.

Der Verteidigungsspezialist lieferte in den letzen zwei Spielminuten vier wichtige Punkte und ermöglichte damit erst den großen Auftritt der "Black Mamba".

"Ein verrücktes Spiel. Es war wie ein Schwergewichtskampf. Wir wollten uns den Sieg nicht aus der Hand nehmen lassen", sagte Artest.

Gentry frustriert

Daran änderte auch die Klasseleistung von Steve Nash (19 Zähler, 20 Assists) nichts mehr. Auch die Topwerte des polnischen Reserve-Centers Marcin Gortat (24 Punkte, 16 Rebounds) waren letztlich wertlos bei der fünften Suns-Pleite aus den vergangenen sieben Spielen.

"Wir haben bis zum Umfallen gekämpft und dem momentan besten Team Widerstand geleistet. Dass es nicht gereicht hat, tut weh", meinte der frustrierte Gäste-Coach Alvin Gentry.

Phoenix (35:34) muss als Zehnter weiter um die Playoff-Teilnahme bangen. Memphis (39:32) besetzt derzeit Platz acht.

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