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Amare Stoudemire (2.v.l.) wurde 2003 zum Rookie des Jahres gewählt © getty

Auch gegen Orlando geling den New Yorkern kein Erfolg. Amare Stoudemire agiert ganz schwach. "D-12" dominiert und hat Mitleid.

Von Eric Böhm

München/New York - Die New York Knicks haben vor heimischer Kulisse einen weiteren Rückschlag erlitten.

Gegen die Orlando Magic setzte es beim 99:111 (59:55) bereits die siebte Pleite aus den vergangenen acht Spielen.

Jason Richardson markierte neun seiner zwölf Punkte im Schlussabschnitt, als sich die Magic mit einem 9:0-Lauf endgültig absetzten. Dwight Howard war mit 33 Zählern und elf Rebounds der überragende Mann auf dem Parkett.

Amare Stoudemire (13 Punkte, sechs von 20 aus dem Feld) erlebte dagegen seinen schwächsten Auftritt der Saison.

"Amare ist müde"

"Amare ist müde. Wir haben ihm zu wenig Pausen gegönnt", nahm New Yorks Trainer Mike D'Antoni "STAT" in Schutz.

Erstmals seit Ende November weisen die Knicks (35:36) sogar eine negative Bilanz auf und verloren zehn der 17 Partien seit der Verpflichtung von Carmelo Anthony. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Melo" war mit 24 Zählern und neun Assists der stärkste New Yorker, stand jedoch ohne Stoudemires Unterstützung in der zweiten Hälfte auf verlorenem Posten.

"Es ist ein verrückter Monat. Wir hatten zuletzt viele Spiele. Am Anfang lief es sehr gut, aber nach der Pause ging uns die Luft aus", erklärte der Power Forward.

Howard dominiert

Speziell gegen Howard fanden die Knicks kein Mittel. Der wesentlich kleinere Ronny Turiaf konnte sich immer wieder nur mit Fouls behelfen.

"Superman" zeigte von der Freiwurflinie ungeahnte Qualitäten und verwandelte elf von 13 Versuchen.

"Ich musste geduldig bleiben. Wenn sie einen zweiten Verteidiger auf mich ansetzten, wollte ich die freien Shooter finden", beschrieb der Center die erfolgreiche Marschroute.

"D-12" hat Mitleid

Die Magic gewannen gegen ihren Lieblingsgegner zum sechsten Mal in Serie, von den letzten 15 Spielen wurden gar 13 gewonnen.

"Sie stehen momentan ziemlich unter Druck. Amare und die anderen Jungs sollten cool bleiben und weitermachen", zeigte selbst Howard Mitleid mit den strauchelnden Knicks.

Die Gastgeber bleiben in der Eastern Conference Siebter. Orlando (46:26) steht weiterhin auf Rang vier.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Boston Celtics - Menmphis Grizzlies 87:90

Die Boston Celtics verloren 87:90 (45:44) gegen die Memphis Grizzlies und verpassten die Chance wieder mit den Bulls (51:19) an der Spitze im Osten gleichzuziehen.

In einer ausgeglichenen Partie gelang Marc Gasol (elf Punkte und Rebounds) innerhalb der letzten zwei Minuten ein Steal und ein Layup zum 88:85.

Der starke Rajon Rondo (sechs Zähler, elf Rebounds, elf Assists, sieben Steals) verpasste dann 18 Sekunden vor Schluss mit einer unnötigen Bogenlampe die Führung für die Gastgeber.

Ein Dreier von Paul Pierce (22 Zähler) mit der Schlusssirene hätte Boston in die Verlängerung gerettet, landete aber nur am Ring.

Doc Rivers lobt Powe

Der ehemalige Celtics-Spieler Leon Powe war mit 13 Punkten in nur 17 Minuten gemeinsam mit Zach Randolph Topscorer der Grizzlies.

"Powe war heute der gefährlichste und fieseste Mann auf dem Planeten. Er hat uns fertig gemacht", lobte Bostons Trainer Doc Rivers seinen früheren Schützling.

Memphis (40:32 ) festigte in der Western Conference Rang acht und steht nur knapp hinter den New Orleans Hornets (40:31).

"Wir haben hier schon letztes Jahr gewonnen. Für Leon und Tony Allen war es sicher ein besonderes Gefühl", freute sich Grizzlies-Coach Lionel Hollins für die beiden Ex-"Kelten".

Denver Nuggets - San Antonio Spurs 115:112

Den Denver Nuggets gelang gegen die San Antonio Spurs beim 115:112 (64:69) ein Heimerfolg.

Wilson Chandler sorgte knapp 30 Sekunden vor Schluss für den entscheidenden Treffer zugunsten der Nuggets.

Ohne Tim Duncan (Knöchel) zeigte bei den Spurs Reservist Gary Neal (25 Punkte) eine gute Leistung.

"Wir lagen bereits mit zehn oder zwölf Punkten in Front, haben aber nicht aggressiv weiter gespielt. Das hat uns den Sieg gekostet", ärgerte sich Manu Ginobili (20 Zähler).

"Melo" wer?

Für Denver, das im Westen Fünfter bleibt, gelangen Al Harrington 27 Punkte. Raymond Felton steuerte 18 Zähler bei.

Gegen das beste Team der NBA setzte es zuvor fünf Niederlagen hintereinander, doch die Nuggets sind seit dem Anthony-Deal ein völlig neues Team und gewannen elf von 15 Spielen.

"Sie sind jetzt wesentlich schwerer auszurechnen. Es gibt viele gute Scorer in ihrem Team", sagte Ginobili, der mit auslaufender Spielzeit den Ausgleich verpasste.

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