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Mavs-Forward Dirk Nowitzki (r.) erzielte zehn seiner 30 Punkte im Schlussabschnit © getty

Mit dem Erfolg über die Wolves hievt sich Dallas auf eine Stufe mit zwei Top-Teams. Nowitzki und Terry entscheiden die Partie.

Von Olaf Mehlhose

München - Dirk Nowitzki hat die Dallas Mavericks zum Erfolg über die Minnesota Timberwolves geführt.

Beim 104:96 (49:47)-Sieg über das Team von Kurt Rambis war der 32-Jährige nicht nur wegen seiner 30 Zähler und 11 Rebounds der beste Mann auf dem Feld. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Zusammen mit Jason Terry (18 Punkte) sorgte "Big D" in der entscheidenden Phase des Spiels dafür, dass die Partie zugunsten der Mavericks kippte.

Damit beenden die Texaner bereits zum elfen Mal in Folge eine NBA-Saison mit mindestens 50 gewonnenen Spielen.

Gleichauf mit den Lakers und den Spurs

Eine ähnlich erfolgreiche Ära können nur die San Antonio Spurs, die in dieser Spielzeit bereits zum zwölf Mal nacheinander 50 Siege ablieferten, und die Los Angeles Lakers um "Magic" Johnson vorweisen, denen dieses Kunststück zwischen 1979 und 1991 ebenfalls zwölf Mal gelang.

Allzu euphorisch wurde die historische Großtat im Lager des Vizemeisters von 2006 allerdings nicht bejubelt.

"50 Siege sind schön, aber ich würde sie jederzeit gegen einen Titel eintauschen", sagte Nowitzki: "Eine Saison mit mehr als 50 Siegen bedeutet nichts."

Duo ist nicht zu stoppen

Viel mehr bedeutete dem Team von Rick Carlisle der knappe Erfolg über Minnesota.

Dabei konnte sich der Coach der Texaner auf sein kongeniales Duo verlassen. Carlisle ließ fast jeden Angriff im letzten Viertel über Nowitzki und Terry laufen.

Mit Erfolg: Nowitzki (10 Zähler) und Terry (9) waren von den Wolves nicht zu verteidigen und erzielten 19 der 28 Mavericks-Punkte im Schlussabschnitt.

"Das ist kein Geheimnis"

"Es ist ein Schlüssel zu unserem Erfolg, das ist kein Geheimnis", sagte "Jet": "Wir arbeiten im Training sehr hart am Pick-and-roll, das zahlt sich in solchen Spielen aus. Genau das wird aber auch von Clutch-Spielern erwartet, dass sie zur Stelle sind, wenn das Team sie braucht."

Beim Stand von 93:94 wurden sie gebraucht. Mit einem 11:2-Endspurt wandelte Dallas den Rückstand noch in einen Erfolg um.

Lob für die Wolves

Zuvor war es dem drittbesten Team des Westens nicht gelungen, die niemals aufgebenden Timberwolves abzuschütteln.

Nowitzki und Co. zogen nach einem Dreier von Rodrigue Beaubois im dritten Abschnitt kurzzeitig auf acht Punkte davon, aber dann drohte dem Carlisle-Team das Spiel aus den Händen zu gleiten.

"Respekt an Minnesota, sie haben einige gute Würfe gemacht und uns alles abverlangt. Gerade darum war es für uns ein wichtiger Sieg", erklärte "Dirkules".

"Dirkules" mit Führungsqualitäten

Dass die Partie doch noch erfolgreich beendet wurde, lag auch an den Führungsqualitäten von Nowitzki.

"Während einer Auszeit hat Dirk gesagt, "'Wir können dieses Spiel nicht verlieren'", sagte Terry.

Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, und auch auf dem Feld ließ der Topscorer der Mavs Taten folgen.

Scharfschütze Stojakovic trifft

Insgesamt überzeugte Dallas durch eine ausgeglichene Team-Leistung.

Mit Shawn Marion (17) und Peja Stojakovic (16) verbuchten zwei weitere Spieler der Mavericks eine zweistellige Punktausbeute.

Stojakovic versenkte dabei vier Drei-Punkte-Würfe und leistete sich bei zehn Versuchen aus dem Feld nur vier Fehlwürfe.

Defense-Ass Tyson Chandler verpasste mit zehn Rebounds und neun Zählern nur denkbar knapp ein Double-Double.

Love vor Saison-Aus

Bei den Wolves, die die fünfte Pleite in Folge kassierten, war Anthony Randolph bester Werfer.

Der 21-Jährige, der für den verletzten All-Star Kevin Love in die Startformation gerückt war, stellte mit 31 Punkten eine Karriere-Bestleistung auf.

Love könnte sogar für den Rest der Saison ausfallen.

"Die Chance besteht", bestätigte Kurt Rambis: "Bei einer Leistenverletzung muss man vorsichtig sein, weil sie sehr langwierig werden können. Wir wollen nicht, dass das bei Kevin passiert."

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