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Dwyane Wade ist zusammen mit James und Bosh Teil der "Big 3" der Heat © getty

Die Miami Heat landen gegen die 76ers den vierten Sieg in Serie. Superstar Wade gelingt eines der größten Spiele seiner Karriere.

Von Nikolai Kube

München/Miami - Es gibt Tage, da klappt einfach alles.

Einen solchen erwischte Dwyane Wade beim 111:99-Heimsieg der Miami Heat gegen die Philadelphia 76ers. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

39 Punkte, elf Rebounds, acht Assists, fünf Blocks, drei Steals - besser geht es kaum!

"Dwyane war einfach überragend", sagte Heat-Coach Erik Spoelstra. Und Wade war nach Miamis vierten Sieg in Folge von sich selbst überrascht: "Ich wusste gar nicht, dass ich so gut sein kann."

Wade trumpft groß auf

Man muss über zehn Jahre zurückblicken, um auf ähnlich starke statistische Werte eines NBA-Stars zu stoßen.

Am 23. März 2001 gelangen Legende Shaquille O'Neal im Dress der Los Angeles Lakers gegen die Washington Wizards 40 Zähler, 17 Rebounds, acht Assists, fünf Blocks und drei Steals. Wade auf Shaqs Spuren.

Vor allem im letzten Viertel war der Heat-Guard nicht zu stoppen.

Auch James und Bosh stark

Wade 18, Philadelphia 17, hieß es am Ende. Sieben seiner acht Würfe fanden den Weg in den Korb. Zudem brachte er es auf drei Blocks - einer mehr als die 76ers in der gesamten Partie. Überragende Zahlen!

Das Problem für Philadelphia: Auch die beiden anderen der "Big 3" erwischten vor den Augen der Tennis-Stars Caroline Wozniacki und Serena Williams einen Parade-Abend.

LeBron James steuerte 32 Punkte zum Sieg bei, Chris Bosh kam auf 20 Zähler. Beide verbuchten zudem jeweils zehn Rebounds.

"Es gibt Abende, da laufen wir drei heiß", fasste es James treffend zusammen.

"Eine Nummer zu groß"

Und 76ers-Coach Doug Collins gestand: "Sie waren einfach eine Nummer zu groß für uns. Diese drei Jungs haben zusammen 91 Punkte erzielt. Wie soll man da noch gewinnen?"

Forward Elton Brand sah dies ähnlich: "Es ist schwierig, wenn diese Spieler einen Lauf haben."

Dennoch: Chancenlos waren die 76ers nicht!

In der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Gäste zwischenzeitlich einen 16-Punkte-Vorsprung. Der Grund: Die Heat leisteten sich in 18 Minuten 12 Ballverluste. Mit einem 23-2-Lauf drehte Miami aber noch vor der Pause die Partie.

Williams 76ers-Topscorer

Auch den zweiten Durchgang verschlief das Team von Spoelstra, "Philly" schnupperte am Sieg. Der überragende Wade und ein 24-5-Zwischenspurt zog den 76ers dann aber endgültig den Zahn.

"Diese Mannschaft ist schwer zu schlagen. Sie haben so viele Optionen", sagte 76ers-Coach Collins.

Und so waren 24 Zähler von Topscorer Lou Williams am Ende zu wenig. Thaddeus Young und Jodie Meeks (jeweils 14) punkteten ebenfalls zweistellig.

Den Celtics auf den Fersen

Da Boston sein Spiel gegen Charlotte verloren hat, rücken die Heat den zweitplatzierten Celtics in der Eastern Conference auf die Pelle.

Nur ein halbes Spiel rangiert Miami (50-22) nun noch hinter Boston (50-21).

"Sie haben jetzt eine kleine Krise. Aber das ist ganz normal im Laufe einer langen Saison. Diese Phase hatten wir vor ein paar Wochen", sagte James.

Ein gutes Omen: In der Saison 2005/06 gelangen den Heat zuletzt 50 Siege in der regulären Saison. Damals wurden sie Meister.

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