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Chris Kaman (l.) duellierte sich Sekunden vor dem Ende mit Lakers-Star Derek Fisher (M.) © getty

Der Nationalspieler muss bei der Derby-Niederlage gegen die Lakers frühzeitig duschen gehen. San Antonio macht sich lächerlich.

Von Nikolai Kube

München - Derbys haben es in sich, nicht nur im Fußball.

Das bewiesen in der Nacht auf Samstag in Los Angeles auch die Lakers und die Clippers.

Am Ende siegten die Lakers souverän mit 112:104 - doch bis dahin ging es heiß her. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Im Mittelpunkt des Geschehens: Chris Kaman. Der deutsche Nationalspieler flog 28,8 Sekunden vor Schluss vom Platz. Was war passiert?

"Eine hässliche Aktion von Fisher"

Kaman stellte einen Block gegen den deutlich kleineren Lakers-Star Derek Fisher. Der wehrte sich und traf Kaman mit dem Ellenbogen im Gesicht.

Es entwickelte sich eine handfeste Auseinandersetzung. Die Schiedsrichter mussten die beiden Streithähne trennen und verwiesen den aufgebrachten Kaman des Platzes. Fisher kam mit einem technischen Foul davon.

"Die NBA wird sich das anschauen und dann eine Entscheidung treffen. Es war eine hässliche Aktion von Fisher", fand Clippers-Coach Vinny Del Negro.

Fisher teilt auch verbal aus

Kaman, der Fisher bei seinem Abgang mit abfälligen Gesten provozierte, wollte sich nicht äußern.

Im Gegensatz zum Lakers-Star: "Manche Menschen sind lieb zu mir, manche nicht. Damit kann ich leben", sagte Fisher und weiter: "Wenn groß gewachsene Spieler gegen kleine wie mich einen Block stellen und dabei meinen Kopf herunterreißen wollen, versuche ich mich zu wehren."

Emotionen im Stadtderby. Kein Einzelfall: Als sich beide Teams am 16. Januar begegneten, flogen mit Blake Griffin, Ron Artest, Lamar Odom und Baron Davis gleich vier Spieler vom Platz.

Gasol spendet für Japan

Doch auch sportlich gab es Highlights zu bestaunen: In einem tollen Spiel mit spektakulären Aktionen, insbesondere von Dunking-Experte Griffin, war Kobe Bryant mit 37 Punkte bester Mann auf dem Feld.

Pau Gasol gelangen 26 Zähler. Bemerkenswert: 1000 Dollar pro Punkt spendete der Spanier für die Erdbeben-Opfer in Japan.

"Das ist viel mehr wert als dieser Sieg. Ich will darauf aufmerksam machen, wie viele Menschen dort gerade leiden müssen", sagte Gasol.

Die Lakers (52-20) verteidigten durch den sechsten Erfolg in Serie in der Western Conference Platz zwei vor den Dallas Mavericks (51-21).

Portland Trail Blazers - San Antonio Spurs 98:96

Eine spektakuläre Niederlage kassierten die San Antonio Spurs.

Die Texaner führten bis 0,9 Sekunden vor der Schlusssirene bei den Portland Trail Blazers noch 96:94, ehe Forward Nicolas Batum zunächst mit zwei Freiwürfen ausglich.

Beim Versuch, ihrerseits noch den siegbringenden Korb zu erzielen, warfen die Spurs den Einwurf anschließend ins Aus. Letzte Chance für die Blazers:

Und Batum gelang es tatsächlich, ein Alley-oop-Zuspiel per Korbleger zu verwerten und die Halle in ein Tollhaus zu verwandeln. "Wir arbeiten im Training an speziellen Situationen. Dies war so eine. Und es wurde perfekt ausgeführt", sagte Portlands Coach Nate McMillan.

Bulls schlagen die Grizzlies

Ärgerlich für die Spurs, mit 57:15 Siegen ist San Antonio aber weiter unangefochten die Nummer eins der Liga. Dahinter folgt im Osten der sechsmalige Champion Chicago Bulls (52:19), der gegen die Memphis Grizzlies zu einem 99:96-Erfolg kam.

In der Southwest Division liegen die Spurs klar vor den zweitplatzierten Dallas Mavericks (50:21), die mit ihrem deutschen Superstar Dirk Nowitzki einen spielfreien Tag hatten.

Ihre nächste Begegnunge bestreiten die Mavericks in der Nacht auf Sonntag bei den Utah Jazz.

New York Knicks ? Milwaukee Bucks 96:102

Die New York Knicks stecken weiter tief in der Krise. Gegen die Bucks setzte es die fünf Pleite in Folge.

Vor allem Brandon Jennings bekamen die Knicks zu keinem Zeitpunkt in den Griff: 37 Punkte sprechen eine deutliche Sprache. "Die Knicks haben zurzeit Probleme. Das wollten wir ausnutzen - und das ist uns gelungen", sagte Jennings.

Andrew Bogut verbuchte zudem mit 21 Zählern und 17 Rebounds ein Double-Double. Bei den Knicks waren Amare Stoudemire mit 28 und Carmelo Anthony mit 25 Punkten die besten.

"Wir müssen deutlich mehr zeigen, um in die Playoffs zu kommen", warnte Stoudemire seine Kollegen. Aktuell rangiert New York auf Platz sieben im Osten, fünfeinhalb Siege vor den neuntplatzierten Bucks.

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