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Shelden Williams kam als Zugabe im "Melo"-Trade aus Denver nach New York © getty

New Yorks Krise spitzt sich mehr und mehr zu. In Charlotte reicht auch Anthonys Show nicht zum Sieg. Rose überragt in Milwaukee.

Von Tobias Hlusiak

München - Die Niederlagenserie der New York Knicks setzt sich fort.

Bei den Charlotte Bobcats setzte es mit 106:114 (51:64) bereits die sechste Pleite in Serie.

Diese konnten auch 36 Punkte von Carmelo Anthony nicht verhindern. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Neun Spiele vor Ende der regulären Saison liegen die Knicks nur noch vier Niederlagen vor den neuntplatzierten "Cats" und müssen sich ernsthafte Gedanken um die Playoff-Teilnahme machen.

Stoudemire mit gebrauchtem Tag

Amar'e Stoudemire erwischte erneut einen schwachen Tag.

Seine Statistiken wiesen am Ende 14 Punkte und sechs Rebounds auf.

New York weist seit der Verpflichtung Anthonys und Chauncey Billups' eine ernüchternde Bilanz von 7-12 auf.

"Viele Teams gegen die wir in den letzten Wochen verloren haben, sollten nicht einmal das Recht haben auf dem selben Court mit uns zu spielen", posaunte "Melo" heraus.

"Stattdessen gewinnen sie gegen uns. Wir müssen schnellstmöglich herausfinden, woran das liegt."

Billups kennt Erfolgsrezept

Auch Billups kritisierte die Einstellung der New Yorker. "Wir haben sehr viel Talent, keine Frage. Aber wie jeder weiß, ist Talent nicht alles", kritisierte der Point Guard.

"Mr. Big Shot" zeichnete für 14 Punkte und zehn Assists verantwortlich, setzte aber zehn seiner 16 Würfe neben den Korb.

"Zusammenhalt und Teamgeist sind wichtiger als die individuelle Stärke. Wenn wir das endlich beherzigen, werden wir ein sehr gefährliches Team sein."

"Sieg war wichtig"

Boris Diaw war mit 20 Punkten der erfolgreichste Akteur der Gastgeber. Stephen Jackson fügte 19 Zähler hinzu. Die Bobcats zeigten eine ausgeglichene Mannschaftsleistung - acht Spieler punkteten zweistellig.

"Dieser Sieg war eminent wichtig für uns", freute sich Trainer Paul Silas. Sein Team hatte am Abend zuvor schon bei den Boston Celtics gewonnen.

Milwaukee Bucks - Chicago Bulls 87:95

Der Sieg des Primus der Eastern Conference in Milwaukee trägt einen Namen: Derrick Rose. Der Point Guard der Bulls mausert sich mehr und mehr zum klaren Favoriten auf den MVP-Titel.

Mit 17 Assists stellte Rose eine persönliche Bestleistung auf. Neben dieser beeindruckenden Zahl wirkten seine 30 Punkte fast alltäglich.

"Das Schlimmste was das Gegner machen kann ist, mir Selbstbewußtsein zu geben. Egal was ich tue", weiß Rose. "Wenn ich erst einmal loslege, bin ich schwer zu stoppen."

Trotzdem stand die Partie bei den Bucks lange auf der Kippe. Erst ein 12:0-Lauf Chicagos in den finalen drei Minuten der Spielzeit sorgten für den 53. Saisonerfolg der Bulls. Dem stehen 19 Niederlagen gegenüber.

Salmons bester Buck

Carlos Boozer (14 Punkte, elf Rebounds) und Joakim Noah (12, 11) zeigten mit Double-Doubles ebenfalls ansprechende Leistungen.

Auf Seiten der Milwaukee Bucks war John Salmons mit 25 Zählern bester Punktesammler. Carlos Delfino legte 23 Punkte auf. Die Bucks liegen mit 29 Siegen und 43 Niederlagen auf dem zehnten Platz des Ostens.

Los Angeles Clippers - Toronto Raptors 104:100

Los Angeles' "Twin-Towers" haben zugeschlagen. Gegen die geballte "Big-Men-Power" der Clippers hatten die Toronto Raptors kein geeignetes Rezept.

22 Punkte und 16 Rebounds standen nach der Partie im Staples-Center für Blake Griffin zu Buche. Der deutsche National-Center Chris Kaman war mit 17 Zählern und 12 Rebounds nur unwesentlich weniger erfolgreich.

Griffin zufrieden

"Wir haben in der Defensive einige wichtige Stopps geschafft, die uns zu schnellen Gegenstößen verholfen hatten", zeigte sich Griffin zufrieden. "Zum Ende des Spiels haben wir unsere SPielzüge gut ausgespielt und den Sieg schließlich verdient unter Dach und Fach gebracht."

Mit 29 Siegen bei 45 Niederlagen können die Clippers die Playoff-Teilnahme in der Western Conference allerdings nicht mehr schaffen.

Toronto trifft das gleiche Schicksal im Osten (20:53).

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