vergrößernverkleinern
Tyson Chandler (l.) steuerte 18 Rebounds und 16 Punkte zum Efolg über die Suns bei © getty

Dallas triumphiert trotz mieser Wurfquote bei den Suns. Die "Big Men" räumen unter den Brettern ab. Nowitzki jagt einen Rekord.

Von Olaf Mehlhose

München/Dallas - Tyson Chandler gegen Marcin Gortat.

Beim 91:83 (44:49)-Erfolg der Dallas Mavericks die Phoenix Suns stand vor allem der Zweikampf der beiden "Big Men" im Vordergrund. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der 2,16 Meter große Chandler (18 Rebounds, 16 Punkte) und 2,13-Meter-Mann-Gortat (20 Zähler, 15 Rebounds) dominierten die Partie unter den Brettern.

Begünstigt wurden die starken Auftritte der Center allerdings durch die vielen Fehlwürfe beider Teams: Dallas netzte nur 38 Prozent seiner Würfe ein, Phoenix versenkte nur einen von 16 Drei-Punkte-Würfen.

Liga-Spitze bei Auswärtsspielen

"Mit einer Wurfquote von 38 Prozent gegen ein gutes Offensiv-Team zu gewinnen, und es bei 83 Punkten zu halten, ist eine große Leistung für uns", sagte Chandler: "Wir mussten uns heute richtig dahinterklemmen."

Ähnlich sah es Coach Rick Carlisle: "Ich muss meinem Team ein großes Lob aussprechen. Unsere Würfe sind im gesamten Spiel nicht gefallen, und wir hatten zu Beginn viele Ballverluste. Dass wir das Spiel dennoch gewonnen haben, darauf können wir aufbauen."

Immerhin kamen die Mavericks zu ihrem vierten Sieg nacheinander und schraubten ihre Auswärtsbilanz auf 26:10 Siege. Damit sind die Mavs das erfolgreichste NBA-Team in fremden Hallen.

Kampf um Platz zwei mit den Lakers

Im Westen rangiert Dallas nur knapp hinter den Los Angeles Lakers auf Platz drei. Der NBA-Champion der beiden vergangenen Jahre hat im Augenblick nur eine Niederlage weniger auf dem Konto als die Texaner.

Von den bisherigen Aufeinandertreffen in der regulären Saison konnten beide Teams jeweils eine Partie gewinnen. Dem dritten Spiel (Fr., ab 4.30 Uhr LIVESCORES) kommt deshalb wohl vorentscheidende Bedeutung im Kampf um Platz zwei zu.

Starker Schlusssspurt

Nachdem Dallas die meiste Zeit einem Rückstand hinterhergelaufen war, gelang es dem Carlisle-Team, das Spiel durch ein 26:16-Bilanz im Schlussabschnitt zu seinen Gunsten zu drehen.

Jason Kidd (16 Punkte) brachte die Mavs beim Stand von 83:83 mit zwei versenkten Dreiern in Folge vorentscheidend in Front. Wenige Augenblicke später stellte der Aufbauspieler mit zwei eingenetzten Freiwürfen den Endstand her.

"Beim ersten Dreier hatte ich keine Wahl, die Uhr war fast abgelaufen", erklärte Kidd: "Beim zweiten war mir klar, dass ich werfen würde, sobald Dirk (Nowitzki, d. Red.) mir den Ball gibt."

Bereits zu Saisonbeginn war Nowitzki mit der Rekordmarke 82 Treffern in Folge gefährlich nahe gekommen.

Nowitzki auf Rekordkurs

Jason Terry verbuchte ebenfalls 16 Zähler; Dirk Nowitzki steuerte 15 Punkte und sieben Rebounds zum Erfolg bei, traf allerdings nur sechs von 19 Würfen aus dem Feld.

Bei seinen beiden Versuchen von der Freiwurf-Linie hielt sich Nowitzki aber schadlos. Der 32-Jährige hat mittlerweile 74 Freiwürfe in Folge versenkt und hält damit den Bestwert aller NBA-Spieler in der laufenden Saison.

Auch der Rekord von Micheal Williams, der 1993 im Trikot der Minnesota Timberwolves 97 Mal nacheinander traf, rückt für "Dirkules" immer näher.

Suns nur Zehnter

Durch die Niederlage erhielten Phoenix' Chancen auf eine Playoff-Teilnahme einen herben Dämpfer. Mit 36 Siegen aus 72 Spielen belegen die Suns im Moment Rang zehn im Westen.

Damit weist der letztjährige Conference-Finalist bereits drei Pleiten mehr auf als die achtplatzierten Memphis Grizzlies.

"Nach diesem Spiel werden wir in diesem Jahr wohl nicht mehr über die Playoffs reden", sagte Gortat.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel