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LeBron James gewann in den beiden vergangenen Spielzeiten den MVP-Titel © getty

Die "Big Three" der Heat stellen beim Erfolg über die Rockets eine historische Bestmarke ein. Die Lakers-Serie geht weiter.

Von Olaf Mehlhose

München/Miami - Die "Big Three" haben die spektakulärste Partie seit ihrer Formation hingelegt.

Beim 125:119 (71:68)-Sieg der Miami Heat über die Houston Rockets haben LeBron James (33 Punkte, 10 Rebounds), Chris Bosh (31, 12) und Dwyane Wade (30, 11) eine Leistung abgeliefert, die in der NBA seit 50 Jahren nicht mehr erreicht worden war. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Jeder der drei Spieler steuerte mindestens 30 Zähler und zehn Abpraller zum Erfolg über die Texaner bei.

"Unglaublich", sagte James. "Das ist der Grund, warum wir das große Geld verdienen", ergänzte Wade.

Auf den Spuren der Royals

Was das Trio aufs Parkett zauberte, ist im modernen Basketball einmalig: Isaiah Rider, Brian Grant und Arvydas Sabonis von den Portland Trail Blazers war zwar am 14. November 1997 das gleiche Kunststück gelungen - allerdings erst nach viermaliger Verlängerung.

In der regulären Spielzeit gab es eine derartige Leistung zum letzten Mal im Februar 1961, als die Hall-of-Famer Oscar Robertson, Jack Twyman und Wayne Embry bei der Niederlage gegen die Philadelphia Warriors jeweils ein 30-10-Spiel für die Cincinnati Royals ablieferten.

"Wir haben uns vorgenommen, Geschichte zu schreiben", sagte Bosh.

Miami jagt die C's

Die Heat fuhren ihren achten Sieg aus den letzten neun Partien ein und weisen nur noch eine Niederlage mehr als die Boston Celtics auf, die mit einer Bilanz von 51:21 Siegen den zweiten Platz der Eastern Conference belegen.

Allerdings verlangten die Rockets dem Team aus Florida trotz seiner drei Star-Spieler bis zum Ende der Partie alles ab.

Rückschlag für Houston

Auch die Texaner verfügten über mehrere gute Scoring-Optionen. Mit Kevin Martin (29 Zähler) und Luis Scola (28) kratzen zwei Spieler an der 30-Punkte-Marke, Kyle Lowry (25) lag nur knapp dahinter.

Damit kassierte Houston nach fünf siegreichen Spielen wieder eine Pleite und musste im Kampf um ein Playoff-Ticket einen Rückschlag hinnehmen.

Die Entscheidung zugunsten der Heat fiel rund eine Minute vor der Schlusssirene, als Wade einen Korbleger zum vorentscheidenden 120:115 einnetzte.

Los Angeles Lakers - New Orleans Hornets 102:84 (57:41)

Kobe Bryant führte die Lakers zu einem ungefährdeten Sieg über die Hornets. Der 32-Jährige Shooting Guard steuerte 30 Punkte zum Erfolg über die "Hornissen" bei.

Damit haben die Kalifornier 15 ihrer letzten 16 Spiele gewonnen.

Pau Gasol gelangen 23 Zähler und 16 Rebounds, die Siegesserie seines Teams beeindruckte den Spanier aber nicht sonderlich: "Es ist nichts Besonderes, wenn wir die Saison mit 24:1 Siegen abschließen. Es zählt nur, dass wir gesund in die Playoffs kommen."

Jackson nicht zufrieden

Auch Coach Phil Jackson war trotz des Erfolgs nicht ganz zufrieden.

"Wir müssen unsere Wurfquote verbessern", sagte der 65-Jährige nach dem siebten Erfolg in Serie: "Defensiv machen wir einen guten Job, aber im Angriff müssen wir uns steigern."

Bei New Orleans zeigte der für den verletzten David West als Starter aufgebotene Carl Landry mit 24 Punkten und 10 Rebounds eine starke Vorstellung.

Oklahoma City Thunder - Portland Trail Blazers 99:90 (55:41)

Oklahoma City steht nach dem Erfolg über Portland sicher in den Playoffs.

Russell Westbrook (28 Zähler) und NBA-Topscorer Kevin Durant (21) waren die besten Werfer beim Triumph über den Division-Rivalen.

Vor allem Westbrook hatte entscheidenden Anteil am Sieg seines Teams. Der Aufbauspieler erzielte 14 Punkte im Schlussabschnitt und versenkte dabei drei Dreier.

Topscorer der Begegnung war allerdings Blazers-Forward Gerald Wallace mit 40 Zählern.

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