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Roy Hibbert wurde im NBA-Draft 2008 an 17. Stelle von den Toronto Raptors ausgewählt © getty

Indianas Center deckt Bostons Schwachstelle auf. Die Sixers beenden Chicagos Heimserie. San Antonio patzt ohne die großen Drei.

Von Eric Böhm

München/Indianapolis - Die Boston Celtics haben im Kampf um die Spitzenposition in der Eastern Conference einen weiteren Rückschlag erlitten.

Bei den Indiana Pacers setzte es mit dem 100:107 (49:57) die dritte Niederlage aus den vergangenen vier Partien. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der ersatzgeschwächte Rekordmeister litt vor allem unter den Foulproblemen seiner "Big Men" Kevin Garnett (sechs Pünktchen) und Nenad Krstic (sieben Zähler), sodass Pacers-Center Roy Hibbert meist freie Bahn hatte.

"Ich hatte mir vorgenommen in Abwehr und Angriff aggressiv zu Werke gehen. Das hat sehr gut geklappt", meinte der 2,18 Meter-Gigant.

Doc Rivers stöhnt

Hibbert war mit 26 Punkten Topscorer der Partie und traf zwölf seiner 17 Versuche aus dem Feld.

Indianas Trainer Frank Vogel war dementsprechend voll des Lobes: "Der Junge arbeitet wirklich hart und hat sich seinen Erfolg redlich verdient."

Ohne die nach wie vor verletzten Shaquille O'Neal (Achillessehne), Ex-Pacer Jermaine O'Neal (Knie) und Troy Murphy (Knöchelprobleme) fehlten Celtics-Coach Doc Rivers die Alternativen unter dem Korb.

Deshalb rieb sich Power Forward Glen Davis regelrecht auf.

"Die Foulprobleme haben uns heute den Todesstoß versetzt. Wir hätten heute einen weiteren großen Spieler gebraucht", stöhnte Rivers.

Vogel versteht Team nicht

Pacers-Spielmacher Darren Collison erzielte acht seiner 17 Zähler im letzten Viertel und entschied die Partie mit seinem Treffer 34 Sekunden vor Schluss.

Die Celtics trafen im Schlussviertel lediglich vier ihrer 14 Würfe und wirkten gegen Ende extrem müde.

"Wir gewinnen gegen Boston und verlieren gegen Sacramento und Detroit. Ich verstehe das nicht. Wenn ich alt und grau bin, werde ich versuchen eine Antwort zu finden", gab sich Vogel ratlos.

Indiana (33:42) steht damit weiter auf dem letzten Playoff-Platz acht hauchdünn vor den Charlotte Bobcats (31:42). Die Celtics (51:22) sind hinter Chicago (53:20) Zweiter.

Rondo ist zurück

Immerhin konnte Boston wieder auf Spielmacher Rajon Rondo zurückgreifen.

Der 25-Jährige hatte die Partie gegen Minnesota aufgrund eines verstauchten Fingers an der rechten Hand verpasst und zeigte mit 22 Punkten sowie acht Assists eine starke Leistung.

Paul Pierce steuerte 23 Zähler bei. Ray Allen (elf Punkte) blieb dagegen unauffällig.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Chicago Bulls - Philadelphia 76ers 85:97

Die Chicago Bulls leisteten sich mit dem 85:97 (37:53) gegen die Philadelphia 76ers einen überraschenden Patzer.

Eine ganz schwache erste Hälfte brachte den Spitzenreiter der Eastern Conference nach zuvor 14 Heimsiegen in Serie auf die Verliererstraße.

Derrick Rose gelangen zwar 31 Zähler, der MVP-Kandidat leistete sich jedoch auch zehn Ballverluste.

"Wir haben sehr fahrig gespielt. Diese Niederlage geht auf meine Kappe. Ich habe viele Bälle verloren und einige Würfe verfehlt", äußerte sich D-Rose sehr selbstkritisch.

Sixers mit Revanche

Für die Sixers zeigte Reservist Thaddeus Young mit 21 Zählern, sieben Rebounds und vier Blocks eine starke Vorstellung.

"Es ist unglaublich schwer ihn zu stoppen. Wir wollten es ihm einfach so schwer wie möglich machen", erklärte der frühere Bulls-Profi Elton Brand (13 Punkte, neun Rebounds) die Marschroute gegen Rose.

Philadelphia (38:36) bleibt im Osten als Sechster weiter auf Playoff-Kurs und nahm Revanche für die 45-Punkte-Schlappe im Dezember.

San Antonio Spurs - Portland Trail Blazers 92:100

Die San Antonio Spurs verloren beim 92:100 (51:58) gegen die Portland Trail Blazers bereits ihr viertes Spiel hintereinander.

Ohne die angeschlagenen Tim Duncan (Knöchel), Manu Ginobili (Oberschenkel) und Tony Parker (Knie) hatte das beste Team der NBA in der entscheidenden Phase nichts mehr zuzusetzen.

Wenn alle drei All-Stars gleichzeitig ausfallen, kann San Antonio auch im vierten Versuch nicht gewinnen.

Popovich scheut Risiko

Zwei Minuten vor Schluss vollendete Gerald Wallace (14 Zähler) per Dreier einen 15:1-Lauf, der die Gäste mit 87:81 in Front brachte.

"Die entscheidende Phase der Saison steht an, da gehe ich kein Risiko ein", wollte sich Spurs-Coach Gregg Popovich nicht an Spekulationen über die Rückkehr seiner großen Drei beteiligen.

Andre Miller (26 Punkte) war bei Portlands zweitem Sieg gegen die Spurs innerhalb von drei Tagen bester Werfer. George Hill markierte für die Texaner 27 Zähler.

Die Blazers (43:31) belegen im Westen damit weiter Rang sechs.

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