vergrößernverkleinern
LeBron James (r.) oder Dwyane Wade könnten 2010 dauerhaft in New York ankern © imago

Die Knicks haben mit einem großen Trade Raum für die Verpflichtung eines Megastars geschaffen: James, Wade - oder auch Nowitzki.

Von Martin Hoffmann

München - LeBron James kommt zu den New York Knicks - schon am Dienstag.

Der Superstar ist mit seinen Cleveland Cavaliers Gast im Madison Square Garden, doch er darf sich auf einen warmen Empfang im "Big Apple" freuen.

New Yorks Fans sind nämlich seit Freitag genauso sicher wie die meisten Experten, dass James ab 2010 ein Knickerbocker sein wird.

Der spektakuläre Doppel-Trade mit den L.A. Clippers und den Golden State Warriors ist auf ein Großes Ziel angelegt: "King James" den roten Teppich auszurollen.

Ein Safe mit James' Namen

Der große Deal schafft bei New York den finanziellen Freiraum, 2010 einen teuren Free Agent unter Vertrag zu nehmen - aller Voraussicht nach ist James derjenige welcher (Spielplan der Knicks).

Die Knicks "haben ihre Ersparnisse in einen Safe gesteckt, auf dem sein Name eingraviert ist", formuliert es die "New York Times".

Die Posten, die New York dafür abgestoßen hat, sind Power Forward Zach Randolph und Guard Mardy Collins (zu den Clippers) sowie Guard Jamal Crawford (zu den Warriors).

Zu den Knicks kommen dafür Forward Al Harrington (Golden State) und Forward Tim Thomas sowie Guard Cuttino Mobley (Los Angeles).

Der Spielraum ist erheblich größer

Alle drei haben eines gemeinsam: Ihre Verträge laufen 2010 aus, womit New York dann erheblichen Spielraum auf der Gehaltsliste bekommt.

New York spart in diesem Jahr mit dem Vertragsende des Trios 27 Millionen Dollar Gehalt ein und hat dann nur noch 24 Millionen in den Büchern. Der Salary Cap - die vorgegebene Gehaltsobergrenze der Liga - wird dann etwa bei 60 Millionen liegen.

New York kann sich dann also locker einen, womöglich gar mehrere Hochkaräter leisten, der in dem Jahr auf den Markt kommt: Neben James wären da noch Dwyane Wade, Amare Stoudemire, Chris Bosh und Steve Nash - oder auch Dirk Nowitzki (Die Sport1.de Nowitzki Watch).

Der Titel als Fernziel

"Ich glaube, dass es ein großes Plus für uns ist, dass wir mittelfristig Freiraum in der Salary Cap geschaffen haben", kommentierte Knicks-Chef Donnie Walsh den Deal.

"Das gibt uns die Gelegenheit, dem Plan, den ich ausgearbeitet habe, zu folgen und unsere Mannschaft besser zu machen", fügte er hinzu.

Es ist das Vorhaben, das Walsh verfolgt hat, seit er im April sein Amt angetreten ist: Die verfehlte Trade-Politik seines Vorgängers Isiah Thomas zu korrigieren und New York mittelfristig wieder zu einem Titelanwärter zu formen.

Altlasten nicht abgetragen

Thomas hatte den Knicks eine ganze Reihe von überteuerten Langzeit-Verträgen aufgebürdet. Und die Altlasten sind mit dem Deal noch nicht abgetragen.

New York sitzt immer noch auf dem Kontrakt von Stephon Marbury. Der läuft zwar 2009 aus, aber trotzdem wird ein frühzeitiger Abnehmer gesucht, da der aussortierte "Starbury" 21,9 Millionen Dollar Saisongehalt fürs Nichtstun bekommt.

Auch Center Eddy Curry will Walsh noch loswerden: Sein Deal läuft zwar auch 2009 aus, Curry kann ihn aber per Option noch zwei Jahre verlängern - für insgesamt 21,8 Millionen Dollar.Hier geht es weiter zum zweiten Teil >>

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel