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Dirk Nowitzki war 2005 wertvollster Spieler der Europameisterschaft © getty

Die Lakers sind für Dallas eine Nummer zu groß. Dirk Nowitzki überzeugt, erhält aber keine Unterstützung. Zwei Mavs fliegen.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Die Dallas Mavericks haben im Spitzenspiel der Western Conference eine herbe Schlappe erlitten.

Bei den Los Angeles Lakers unterlag Dirk Nowitzkis Team deutlich mit 82:110 (51:54) und kassierte nach zuvor fünf Siegen erstmals wieder eine Niederlage. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der Würzburger war mit 27 Punkten und 13 Rebounds zwar erneut der überragende Akteur der Mavericks, aber kein anderer Starter punktete zweistellig.

Coach Rick Carlisle hatte vor der Partie von "einer großen Herausforderung" gesprochen. Am Ende blieb nur eine gehörige Portion Frustration.

Nach der Pause geht nichts mehr

"So ein Spiel passiert einfach. Die Lakers sind bei den Cleveland Cavaliers eingegangen. Wir haben einfach nichts getroffen. Was sollst du da machen?", meinte Teambesitzer Mark Cuban.

In der ersten Hälfte hielt die Truppe zunächst noch gut dagegen, doch nach der Pause dominierte der Titelverteidiger das Geschehen und feierte im 17. Spiel seit dem All-Star-Break den 16. Erfolg.

Seit dem Auswärtserfolg in Texas haben die Lakers überhaupt nicht mehr verloren.

Vor allem die miserable Quote von jenseits der Dreierlinie (sechs von 26) und die 13 Ballverluste brachen den Texanern das Genick.

Chandler auf verlorenem Posten

Zudem nutzten die Gastgeber immer wieder den Größenvorteil und setzten ihre Big Men geschickt ein.

Tyson Chandler (sieben Pünktchen, zehn Rebounds) hatte in Abwehr und Angriff große Probleme. Der Center konnte sich kaum einmal durchsetzen.

Lamar Odom (16 Zähler) sorgte mit drei Dreiern und einem Korbleger hintereinander am Ende des dritten und zu Beginn des vierten Viertels früh für die Vorentscheidung.

Superstar Kobe Bryant markierte 28 Punkte. Center Andrew Bynum (18 Zähler, 13 Rebounds) steuerte ein Double-Double bei.

Terry ganz schwach

Das beste Auswärtsteam der NBA wurde speziell in der Schlussphase regelrecht vorgeführt.

"Wir wussten, dass es ein physisches Spiel werden würde. Die Teams wollen uns aus dem Rhythmus bringen. Wir müssen daraus lernen und im nächsten Spiel wieder neu angreifen", versuchte Carlisle sein Team wieder aufzurichten.

Neben Nowitzki zeigte einzig Peja Stojakovic mit 13 Punkten von der Bank eine annehmbare Vorstellung.

Jason Terry traf dagegen nur zwei seiner neun Würfe aus dem Feld und erlebte eines seiner schwächsten Saisonspiele.

Fünf Feldverweise

Zu allem Überfluss lieferten sich "Jet" und Center Brendan Haywood im Schlussabschnitt auch noch ein Handgemenge mit den L.A.-Reservisten Matt Barnes sowie Steve Blake.

Blake hatte sich nach einem absichtlichen Foulspiel Terrys mit dem sechsten Mann der Mavericks und Haywood angelegt.

Gäste-Assistent Terry Stotts wollte daraufhin Barnes zurückhalten und wurde von ihm in die Zuschauer geschleudert. Alle vier Profis wurden vorzeitig unter die Dusche geschickt.

"Die Emotionen haben mich überwältigt. Ich habe mich bereits bei meinen Mannschaftskameraden entschuldigt. Das darf mir nicht passieren", sagte Terry den "Dallas Morning News".

Wenig später musste auch noch Lakers-Guard Shannon Brown für einen Schlag gegen Forward Brian Cardinal das Parkett verlassen.

Leistungsunterschied gewaltig

Dallas hat nun gegen Playoff-Teams der Western Conference sieben Spiele in Serie verloren.

Damit bleiben die Mavericks (53 Siege - 21 Niederlagen) im Westen auf Rang drei.

Dabei gibt vor allem die Art und Weise der Niederlage wenig Hoffnung auf eine Positionsverbesserung. Denn der Rückstand an sich ist nicht groß, aber der Leistungsunterschied erscheint nach dieser herben Ernüchterung riesig.

Die Lakers (54-20) heften sich dagegen als Zweiter an die Fersen von Spitzenreiter San Antonio (57-18).

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