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Luis Scola wurde 2002 von den San Antonio Spurs im NBA-Draft ausgewählt © getty

Im Overtime-Krimi bei den Rockets setzt der Spitzenreiter seine Negativserie fort. Der Spielmacher verpasst spät den Ausgleich.

München/Houston - Die San Antonio Spurs laufen Gefahr ihren Spitzenplatz im Saisonendspurt zu verspielen.

Das 114:119 (56:64, 108:108) nach Verlängerung im Texas-Derby bei den Houston Rockets war bereits die sechste Niederlage in Folge. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Eine solche Negativserie erlebten die Spurs zuletzt im April 1997. Ein paar Wochen später wurde Tim Duncan gedraftet.

"Das sind alles bittere Niederlagen. Jetzt werden wir rausfinden, aus welchem Holz wir sind. Wir müssen positiv bleiben", sagte Tony Parker.

Parker verpasst Ausgleich

Der Aufbauspieler war mit 31 Punkten San Antonios bester Werfer, verpasste jedoch kurz vor Ende der Overtime mit einem Dreierversuch den Ausgleich.

Zuvor hatte Duncan den kriselnden Spitzenreiter mit einem verwandelten Freiwurf überhaupt erst in die Verlängerung gerettet.

Der All-Star-Center zeigte bei seinem zweiten Einsatz nach der Knöchelverletzung mit 23 Zählern und 13 Rebounds eine starke Leistung.

"Jetzt muss sich erweisen, ob wir unsere Bilanz der ganzen Saison tatsächlich wert sind. Jeder einzelne muss noch mehr aus sich herausholen", forderte Spurs-Coach Gregg Popovich sein Team heraus.

"Pop" vor Meilenstein

Der 62-Jährige muss also auf einen weiteren Meilenstein in seiner Trainer-Laufbahn warten.

Ihm fehlen nur noch drei Siege, um Celtics-Legende Red Auerbach von Rang drei der ewigen Rangliste für Erfolge mit einem Team zu verdrängen. Popovich steht aktuell bei 793.

Ex-Jazz-Coach Jerry Sloan ist bisher der einzige, der mit einer Mannaschaft über 1.000 Siege erringen konnte.

Von Draußen läuft nichts

Auf derartige statistische Spielereien legte "Pop" noch nie großen Wert, sein schwächelndes Team braucht momentan ohnehin seine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Die schwache Dreierquote (fünf von 19) sowie die lasche Verteidigung ermöglichten den Gastgebern ihren 14.Sieg seit dem All-Star-Break.

Auch Manu Ginobili hatte trotz 23 Punkten erneut einen schweren Stand und traf nur sieben seiner 17 Würfe. Der Rest der Spurs agierte sehr unauffällig.

"Wir bringen die Spiele nicht mehr zu Ende. Die entscheidenden Aktionen misslingen momentan", meinte ein frustrierter Parker.

Martin-Show in der Overtime

Bei Houstons Spielern war die Stimmungslage dagegen deutlich positiver.

Topscorer Kevin Martin (33 Zähler) markierte allein neun der elf Rockets-Punkte in der Verlängerung und war damit der Matchwinner. Luis Scola (21 Zähler, 14 Rebounds) gelang ein Double-Double.

"Das ist vielleicht der wichtigste Saisonsieg für uns. Sie sind eines der besten Teams und wollte ihre Negativserie stoppen", schwärmte Houstons Trainer Rick Adelman.

Houston kämpft um Playoffs

Houston (40 Siege - 36 Niederlagen) liegt im Westen allerdings nach wie vor auf Rang neun hinter Memphis (43-33), das weiter den letzen Playoff-Platz verteidigt.

"Für uns laufen die Playoffs schon. Wir haben noch sechs Spiele. Die müssen wir alle gewinnen", forderte Scola.

Der Vorsprung der Spurs (57-19) auf die L.A. Lakers (55-20) wird dagegen immer geringer.

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