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Dwyane Wade gewann 2006 mit Miami den Titel gegen Dirk Nowitzkis Mavericks © getty

Dank Dwyane Wade kommt Miami in Minnesota wie verwandelt aus der Kabine. Die Lakers marschieren weiter. Boston geht die Luft aus.

Von Eric Böhm

München/Minneapolis - Die Miami Heat (53 Siege - 23 Niederlagen) haben in der Eastern Conference Boston (52-23) überholt und Rang zwei erobert.

Bei den Minnesota Timberwolves gewann das Starensemble letztlich souverän 111:92 (51:52).

Dabei lagen LeBron James (27 Punkte, zehn Assists) und Co. zur Pause gegen das schlechteste Team der Western Conference noch in Rückstand, ehe sie die zweite Hälfte mit einem 25:1-Blitzstart eröffneten.

"Wir hatten zuletzt schwere Spiele. So aus der Pause zu kommen und das Spiel nach Hause zu fahren, war großartig", sagte Dwyane Wade.

"Flash" fängt Feuer

"Flash" war der herausragende Akteur und erzielte allein 16 seiner 32 Zähler in dem phantastischen dritten Viertel.

Auch das dritte Mitglied von "Miami Thrice" konnte überzeugen. Chris Bosh gelangen 24 Punkte sowie elf Rebounds.

"Ich wünschte, man könnte die restlichen Spiele überspringen und gleich in die Playoffs starten. Denn auch die schwächeren Teams lassen sich nicht hängen und machen dir das Leben richtig schwer", meinte "King" James. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Haslem vor Comeback

Miami hat neun der vergangen elf Partien gewonnen und braucht nur noch einen Sieg, um die Southeast Division unter Dach und Fach zu bringen.

Außerdem stehen die beiden Reservisten Mike Miller (Knieverletzung) und Udonis Haslem vor dem Comeback.

Gerade Haslems Rückkehr würde den Heat eine dringend benötigte Alternative unter dem Korb geben. Der Power Forward fehlt nach einem Fußbruch seit November.

"Haben uns überrollt"

Minnesota hatte dem gewaltigen Zwischenspurt des Topfavoriten nach einer guten ersten Hälfte nichts entgegenzusetzen.

"Sie haben uns wirklich überrollt. Der Was-auch-immer-zu-eins-Lauf besiegelte unser Schicksal", stöhnte Coach Kurt Rambis.

Wolves-Star Kevin Love (18 Zähler, sieben Rebounds) verpasste bei seinem zweiten Einsatz nach der auskurierten Leistenzerrung ein Double-Double.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Utah Jazz - Los Angeles Lakers 85:96

Die Los Angeles Lakers setzen ihre beeindruckende Erfolgsserie munter fort.

Der Titelverteidiger gewann bei den Utah Jazz 96:85 (42:48) und feierte den 17. Erfolg in 18 Spielen seit dem All-Star-Break.

Kobe Bryant (21 Punkte) führte die Lakers zum Erfolg, obwohl sie in der ersten Hälfte zwischenzeitlich bereits mit 17 Zählern im Rückstand lagen.

Jackson skeptisch

Los Angeles (55-20) liegt damit nur noch knapp hinter Spitzenreiter San Antonio (57-19).

"Es wird schwer, sie noch einzuholen. Ich glaube, wir werden nicht immer die Energie haben, einen so schwachen Start noch wettzumachen. Aber wir werden versuchen die restlichen Spiele zu gewinnen", zeigte sich Coach Phil Jackson skeptisch.

Neben Bryant überzeugten Pau Gasol und Lamar Odom mit jeweils 16 Punkten.

Jazz mit NBA-Rekord

Die Jazz (36-40) haben dagegen die Playoffs verpasst und einen traurigen Rekord aufgestellt.

Noch nie fand die Endrunde ohne ein Team statt, das mit einer Bilanz von 15-5 in die Saison gestartet war.

"Seitdem haben wir viel durchgemacht. Jerry Sloans Rücktritt, der Weggang von Deron Williams und die vielen Verletzten. All das hat uns aus der Bahn geworfen", gab der neue Trainer Tyrone Corbin zu bedenken.

Atlanta Hawks - Boston Celtics 88:83

Die Boston Celtics verloren mit 83:88 (52:44) bei den Atlanta Hawks und sind im Osten nur noch Dritter.

Dabei führte der Rekordmeister im dritten Spielabschnitt bereits 60:48, ehe der erfahrenen Truppe die Puste ausging.

"Nach dem Spiel gegen die Spurs waren wir am Ende einfach müde. Die schnellen Würfe und die 14 Offensiv-Rebounds der Hawks unterstreichen das", analysierte Celtics-Coach Doc Rivers treffend.

Paul Pierce war mit 25 Zählern Bostons bester Werfer.

Drew bleibt zurückhaltend

Die Hawks hatten in Al Horford (16 Punkte, 15 Rebounds) den überragenden Mann in ihren Reihen. Der Center stellte 18 Sekunden vor Schluss auch den Endstand her.

"Ich habe lange auf so eine Leistung gewartet. Ich sehe einen Aufwärtstrend - mehr nicht", blieb Cheftrainer Larry Drew dennoch zurückhaltend.

Schließlich hatte seine Truppe vor der aktuellen Siegesserie 14 von 21 Partien verloren.

Mit dem vierten Sieg am Stück verteidigte Atlanta (44-32) Rang fünf in der Eastern Conference.

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