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Rose (l.) und Bayless waren die Top-Scorer ihrer Mannschaften © getty

Der All Star führt die Bulls per Double-Double zum Sieg gegen die Raptors. Thibodeau bricht Jacksons Rekord.

Von Tobias Wiltschek

München/Chicago - Die Chicago Bulls haben ihre Ambitionen auf Platz eins in der Eastern Conference untermauert.

Mit einem 113:106 (53:43)-Erfolg gegen die in der Tabelle abgeschlagenen Toronto Raptors verbuchte die Mannschaft von Coach Tom Thibodeau ihren 56. Sieg der laufenden NBA-Saison.

Die Bulls haben nun drei Siege mehr auf dem Konto als der schärfste Rivale Boston Celtics. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Garant des 15. Erfolgs in den letzten 17 Spielen war Derrick Rose mit einem Double-Double. 36 Punkte und zehn Assists steuerte der All Star zum 33. Heimsieg bei.

Späte Genugtuung

Der Point Guard nahm damit auch persönlich Revanche am Team aus Kanada, das das letzte Aufeinandertreffen Ende Februar mit den Bulls für sich entschieden hatte.

"Ich habe mich daran erinnert, wie sie damals feierten", sagte Rose. "Das hat mich schon sehr gewurmt.? Die späte Genugtuung gelang ihm mit einer begeisternden Vorstellung im heimischen United Center.

Selbst vom Gegner gab es dafür hohe Anerkennung. "Ich denke, so spielt ein MVP", erklärte Jerry Bayless, der mit 26 Punkten der treffsicherste Raptor war. "Er sollte es werden. Ich kann ihn nicht hoch genug loben."

Thibodeau: "Nur das Nötigste"

Der Sieg von Chicago geriet nur im dritten Viertel einmal ernsthaft in Gefahr, als die Gäste zum 74:74 ausgleichen konnten. Im Schlussabschnitt warfen die Bulls noch einmal einen Elf-Punkte-Vorsprung heraus, den sie sich bis zum Ende nicht mehr nehmen ließen.

Trainer Thibodeau sprach von einem Arbeitssieg. "Sie haben uns stark unter Druck gesetzt. Am Ende haben wir nur das Nötigste getan", sagte der Coach, der mit dem 56. Sieg in seiner Debüt-Saison in Chicago einen neuen Rekord auftsellte.

Selbst Trainer-Legende Phil Jackson brachte es in seinem ersten Jahr bei den Bulls nicht auf so viele Erfolge.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Milwaukee Bucks - Philadelphia 76ers 93:87 n.V.

Die Milwaukee Bucks kamen im heimischen Bradley Center zu einem knappen Sieg nach Verlängerung gegen die Philadelphia 76ers und hielt damit die vagen Hoffnungen auf die Playoffs am Leben.

Bei sechs ausstehenden Spielen haben die Bucks vier Siege Rückstand auf den letzten Playoff-Platz, den derzeit die Indiana Pacers innehaben. Philadelphia steht auf Rang sechs und hat die Teilnahme an der Endrunde bereits sicher.

Los Angeles Clippers - Oklahoma City Thunder 98:92

Im Westen haben die Los Angeles Clippers überraschend die Oklahoma City Thunder geschlagen.

Das Team aus Kalifornien siegte mit 98:92 (37:49) und sorgte dafür, dass die Gäste in der Western Conference nicht näher an die Dallas Mavericks heranrücken. Bester Schütze bei den Clippers war Shooting-Star Blake Griffin mit 26 Punkten.

Der deutsche Nationalspieler Chris Kaman fiel wegen einer Virusinfektion aus.

Memphis Grizzlies - Minnesota Timberwolves 106:89

Die Memphis Grizzlies gewannen trotz einer mageren Vorstellung gegen die Minnesota Timberwolves mit 106:89 (56:44) und machten damit einen wichtigen Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme.

Die Mannschaft aus Tennessee hat vier Siege mehr als die Houston Rockets, die auf Platz neun im Westen liegen.

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