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Shawn Marion (m.) kam 2009 aus Toronto zu den Dallas Mavericks © getty

Dallas spürt den Kraftverlust und hat den Trail Blazers kaum etwas entgegenzusetzen. Ein Big Man wird schmerzlich vermisst.

Von Eric Böhm

München/Portland - Die Dallas Mavericks haben ihre dritte Niederlage in Folge erlitten und müssen sich mit Rang drei im Westen abfinden.

Bei den Portland Trail Blazers verlor Dirk Nowitzkis Mannschaft mit 96:104 (46:61), wobei der Endstand die Überlegenheit der Gastgeber nur unzureichend wiederspiegelt.

Denn acht Minuten vor Schluss lag Dallas bereits mit 74:95 im Hintertreffen und betrieb am Ende nur noch etwas Ergebniskosmetik.

"Wir hatten einfach nicht die nötige Energie, um zu siegen. Sie waren immer einen Schritt schneller. Wir müssen uns schnell regenerieren", machte auch Jason Terry die Müdigkeit als Hauptgrund für die Niederlage aus.

Nowitzki agiert unterdurchschnittlich

Shawn Marion (19 Zähler) war der Topscorer der Mavericks, die in ihrem vierten Spiel in fünf Tagen von Beginn an saft- und kraftlos agierten.

Auch Nowitzki erwischte mit 16 Punkten einen unterdurchschnittlichen Tag und traf nur fünf seiner zwölf Würfe aus dem Feld.

"Ich bin nicht direkt besorgt, aber auf jeden Fall enttäuscht. Es könnte schlimmer sein. Das sind zum Glück noch nicht die Playoffs", sagte der Würzburger im Anschluss. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Chandler fehlt

Ohne Center Tyson Chandler (Rückenprobleme) geriet Dallas im zweiten Viertel durch einen 18:7-Lauf der Gastgeber deutlich in Rückstand und erholte sich nicht mehr.

Mit Roddy Beaubois (18 Zähler) und Ersatz-Guard J.J. Barea (zwölf) punkteten nur zwei weitere Mavericks zweistellig.

Aufbauspieler Jason Kidd traf keinen einzigen seiner sechs Versuche und blieb sogar ganz ohne Punkt.

Terry unauffällig

Brendan Haywood sammelte zwar elf Rebounds, konnte Chandler jedoch zu keinem Zeitpunkt gleichwertig ersetzten.

Auch Terry fehlte im sechsten Auswärtsspiel in Folge die Kraft in den Beinen. Der sechste Mann nahm lediglich sechs Würfe und kam auf vier magere Zähler.

"Wir wissen, wie du dich am Ende eines solchen Trips fühlst. Deshalb wollten wir sie gleich attackieren und schnell in Führung gehen", beschrieb Portlands LaMarcus Aldridge die Taktik seines Teams.

Wiedersehen in den Playoffs?

Der Power Forward steuerte 18 Punkte zu dem Erfolg bei. Gerald Wallace war mit 19 Zählern bester Schütze der Gastgeber, die sieben der vergangenen zehn Spiele gewinnen konnten.

Die Mavericks (53 Siege - 24 Niederlagen) bleiben in der Western Conference auf Rang drei. Portland (45-32) ist Sechster.

Damit könnte es zu einem Wiedersehen in der ersten Playoff-Runde kommen.

"Das ist allerdings etwas völlig anderes. Nur weil wir heute gewonnen haben, heißt das nicht, dass wir sie mit Leichtigkeit ausschalten können", warnte Aldridge.

Heimvorteil wichtig

In dieser Saison trafen die beiden Teams bereits viermal aufeinander. Immer gewann der Gastgeber. Der Heimvorteil im direkten Duell könnte für die Mavs also Gold wert sein.

"So weit, schaue ich noch nicht nach vorn. Wir sollten uns auf die nächsten Spiele konzentrieren", wollte auch Terry keine Rückschlüsse auf ein mögliches Erstrundenduell ziehen.

Blazers-Spielmacher Andre Miller sah es ähnlich: "Diese Spekulationen interessieren uns nicht. Wir werden einen Gegner bekommen und dann auch antreten."

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