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Kenyon Martin wurde als erster Spieler des NBA-Drafts 2000 ausgewählt © getty

Denvers Forward verhindert den zehnten Streich des Meisters. Miami muss eine Schrecksekunde überstehen. Die Knicks sind zurück.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Die Los Angeles Lakers haben im Kampf um die Spitzenposition im Westen einen Rückschlag erlitten.

Gegen die Denver Nuggets verlor der Titelverteidiger nach zuvor neun Siegen am Stück mit 90:95 (47:40).

Damit wird es für die Lakers (55 Siege - 21 Niederlagen) immer schwieriger, San Antonio (58-19) noch zu überflügeln.

"Wir haben das Spiel nicht unter Kontrolle bekommen, speziell im letzten Viertel. Sie sind ein vielseitiges Team, das schwer auszuschalten ist", lobte Lakers-Forward Pau Gasol die Gäste.

Karl mit Seitenhieb

Ein 8:0-Lauf innerhalb der letzten viereinhalb Minuten brachte den Nuggets in einer äußerst ausgeglichenen Partie den entscheidenden Vorsprung.

Kenyon Martin markierte sechs seiner 18 Punkte in der Schlussphase und stellte auch den Endstand her.

"Wir haben keinen Closer, der immer die wichtigen Würfe nimmt. Aber Jungs wie K-Mart stellen sich der Herausforderung. Wir sind jetzt ein Team", konnte sich Denvers Trainer George Karl einen Seitenhieb auf Carmelo Anthony nicht verkneifen.

Seit dem Trade des exzentrischen Superstars gewannen die Nuggets 15 von 19 Spielen.

"Haben uns selbst geschlagen

Für die Lakers war es erst die zweite Niederlage seit dem All-Star-Break. Da halfen auch die 28 Zähler von Superstar Kobe Bryant nicht. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir haben uns selbst geschlagen. Die Ballverluste haben uns richtig weh getan. Denver ist aber auch ein sehr aggressives Team", lieferte Lakers-Coach Phil Jackson eine treffende Analyse.

Die schwache Dreierquote (nur vier von 18) tat ihr Übriges. Neben Bryant punktete mit Gasol (16 Punkte) nur ein weiterer Starter zweistellig.

Gasol angeschlagen

Zu allem Überfluss verletzte sich der Spanier bei einem harten Foul von Nuggets-Center Nene auch noch leicht am Knie.

"Ich bin ganz schön hart aufgekommen. Sie haben mich weiterspielen lassen, also wird es nicht so schlimm sein", gab der 30-Jährige Entwarnung.

Denver (47-29) feierte dagegen den sechsten Sieg hintereinander und ist als Fünfter sicher in den Playoffs. Danilo Galinari war mit 22 Zählern Topscorer der Gäste.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

New Jersey Nets - Miami Heat 94:108

Die Miami Heat haben sich den Titel in der Southeast Division gesichert. Bei den New Jersey Nets gewann die Startruppe souverän mit 108:94 (58:44).

LeBron James zeigte mit 31 Punkten, elf Rebounds sowie sieben Assists eine Klasseleistung und traf 13 seiner 18 Versuche aus dem Feld.

"Die Playoffs werden zeigen, wie gut wir sind. Es läuft momentan recht gut. Ich glaube, in einer Serie können wir jeden schlagen", richtete der "King" eine Kampfansage an den Rest der Liga.

Wade beißt sich durch

Gegen die Nets hatte Miami aber eine ziemliche Schrecksekunde zu überstehen. Dwyane Wade zog sich bei einer Kollision mit Travis Outlaw eine schmerzhafte Oberschenkelblessur zu und musste behandelt werden.

"Ich wollte einfach weiterspielen. Es bestand kein Risiko die Verletzung zu verschlimmern. Daher wollte ich dem Team helfen", meinte Wade.

In der zweiten Hälfte kam "Flash" schließlich auf das Parkett zurück und markierte 18 Zähler.

Heat mit Blitzstart

Das Spiel war dagegen nicht ganz so aufregend. Die Heat legten einen 17:4-Blitzstart hin und behaupteten die Führung über die gesamte Partie hinweg.

Deron Williams gelang für die Gastgeber mit 18 Punkten und zwölf Assists ein Double-Double.

Miami (54-23) nimmt hinter Chicago (56-20) Rang zwei in der Eastern Conference ein.

New York Knicks - Cleveland Cavaliers 123:107

Die New York Knicks stehen erstmals seit 2004 wieder in der Endrunde.

Die Truppe aus dem "Big Apple" bezwang die Cleveland Cavaliers deutlich mit 123:107 (67:57).

Amare Stoudemire war mit 28 Zählern der überragende Akteur. Carmelo Anthony gelangen 25 Punkte.

"Sie spielen besser als es ihre Bilanz vermuten lässt. Sie hatten uns dreimal geschlagen, also war es ein ganz wichtiger Sieg für uns", sagte Spielmacher Chauncey Billups, der 23 Zähler verbuchte.

Stoudemire zufrieden

Ein 12:0-Zwischenspurt zu Beginn des vierten Viertels beseitigte die letzten Zweifel und brachte New York den ersten Sieg gegen Cleveland nach zuvor elf Niederlagen hintereinander.

"Wir haben unsere Mission erfüllt. Die Playoffs waren das Ziel. Jetzt kommt die nächste Etappe", freute sich Stoudemire.

Bei den Cavs sammelte J.J. Hickson 23 Punkte und acht Rebounds. Die Knicks (38-38) bleiben im Osten Siebter. Cleveland ist weiterhin das Schlusslicht.

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