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Rajon Rondo spielte am College für die Kentucky Wildcats © getty

Der Rekordmeister schlägt Philly und überflügelt Miamis Startruppe. Der Point Guard findet seine Form. Ein Big Man lässt hoffen.

München/Boston - Die Boston Celtics haben sich wieder auf Rang zwei der Eastern Conference geschoben.

Der Rekordmeister schlug die Philadelphia 76ers vor heimischer Kulisse mit 99:82 (54:50) und zog mit den spielfreien Miami Heat (54 Siege - 23 Niederlagen) gleich.

Boston hat aber den direkten Vergleich gegen das Starensemble auf seiner Seite, da alle drei bisherigen Duelle gewonnen wurden. Am Sonntag steht das letzte Duell in der regulären Saison an.

Vor allem Spielmacher Rajon Rondo kommt nach seiner Schwächephase im März immer besser in Form und wirkt wieder so spritzig wie zu Saisonbeginn.

Rondo überragend

Der All-Star war mit 16 Punkten und 13 Assists der überragende Mann auf dem Parkett und riss seine Mannschaftskollegen förmlich mit.

"Er bringt sich für die Playoffs in Schwung. Das ganze Team weiß genau, wo es steht, und schärft den Blick für die entscheidende Phase", sagte Bostons Trainer Doc Rivers. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Rajzilla" hat seine diversen kleineren Blessuren offenbar zum richtigen Zeitpunkt in den Griff bekommen und feierte in den vergangenen vier Spielen jeweils eine zweistellige Ausbeute an Rebounds oder Assists.

"Ich würde nicht sagen, dass ich bei 100 Prozent bin, aber ich fühle mich gut. Das war heute ein guter Test", bekannte der 25-Jährige. 375715(DIASHOW: Die Bilder des Spiels)

"Mussten Zeichen setzen"

Die Celtics setzten sich mit einem 9:0-Lauf direkt nach der Pause ab und gestatteten ihrem potenziellen Erstrundengegner in der zweiten Hälfte nur 32 Punkte.

"Wir mussten ein Zeichen setzen. Wir haben gegen einen möglichen Playoff-Gegner gezeigt, dass wir in einer Serie schwer zu schlagen sein werden", meinte Rondo.

Die starke Wurfquote (fast 53 Prozent) war neben der verbesserten Abwehrarbeit der Schlüssel zum Erfolg.

"Rondo ist wieder ihre Führungsfigur. Doc sollte sich freuen, denn so sind sie eine der besten Mannaschaften der NBA", meinte Phillys Coach Doug Collins.

Krstic mit Comeback

Paul Pierce war mit 18 Zählern bester Schütze. Außerdem feierte Center Nenad Krstic sein Comeback (18 Minuten, 8 Punkte, 6 Rebounds), nachdem er zuletzt mit Knieproblemen pausieren musste.

Bei Shaquille O'Neal gibt es dagegen noch keine Hinweise auf eine mögliche Rückkehr. Der Routinier zog sich am Sonntag bei seinem ersten Einsatz nach über zwei Monaten eine schwere Wadenzerrung zu.

"Die Genesung unserer angeschlagenen Big Men ist extrem wichtig, um weit zu kommen", stellte Rivers klar.

Jermaine O'Neal stand in der Startformation und sammelte in nur 13 Minuten immerhin neun Punkte.

Collins setzt auf Lerneffekt

Für die Sixers verfehlte Rookie Evan Turner (21 Zähler) seine persönliche Bestleistung nur um zwei Punkte.

Philadelphias Star Andre Iguodala blieb mit zehn Zählern und fünf Rebounds dagegen sehr unauffällig.

"Diese Spiele sollten wir nutzen, um zu lernen. Dadurch sehen wir, was uns noch fehlt", versuchte Collins der Pleite in "Beantown" etwas Positives abzugewinen.

Philadelphia (40-38) ist im Osten Sechster und liefert sich ein Fernduell mit den New York Knicks (39-38).

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