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Dirk Nowitzki (r.) erzielt bei der Niederlage gegen die Denver Nuggets 20 Punkte © getty

Bei Dallas' Niederlage gegen die Nuggets lässt der Mavericks-Coach zwei Schlüsselspieler auf der Bank. Platz drei wackelt.

Von Olaf Mehlhose

München/Dallas - Gab es im American Airlines Center bereits einen Vorgeschmack auf die Playoffs?

Nach der 96:104 (43:53)-Niederlage der Dallas Mavericks gegen die Denver Nuggets verdichten sich die Anzeichen, dass sich die beiden Teams in der ersten Playoff-Runde erneut gegenüberstehen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Durch die vierte Pleite nacheinander schrumpfte im Westen der Vorsprung von Dallas (53 Siege, 25 Niederlagen) auf die im Moment auf Rang vier liegenden Oklahoma City Thunder (52:26) auf einen einen Sieg zusammen.

Es ist also durchaus möglich, dass die Mavericks noch auf den vierten Platz zurückfallen. Die Nuggets haben den fünften Platz nach sieben Erfolgen aus den letzten zehn Spielen so gut wie sicher.

"Es macht keinen Spaß"

Wenn es in den Ausscheidungsspielen tatsächlich zu einer Neauauflage der Conference-Halbfinals von 2009 (4:1 für Denver) kommt, ist die Truppe von Rick Carlisle in der aktuellen Verfassung klarer Außenseiter.

"Im Moment macht es keinen Spaß, auf die Tabelle zu gucken", sagte Dirk Nowitzki: "Wir müssen besser spielen und uns gut fühlen, wenn wir in die Playoffs gehen."

Mit 20 Punkten und sieben Rebounds erwischte der 32-Jährige einen guten, aber nicht überragenden Tag. Bester Akteur bei den Mavericks war Shawn Marion mit 21 Zählern und zehn Rebounds.

Dallas ohne zwei

Sollten die Mavericks tatsächlich noch hinter den Thunder landen, geht das auch auf die Kappe von Coach Rick Carlisle. Seine Entscheidung, die Starter Tyson Chandler und Jason Kidd zu schonen, ging im Spiel gegen Denver eindeutig nach hinten los.

Dallas gelang es zwar auch ohne seine beiden Schlüsselspieler, im letzten Viertel einen zwischenzeitlichen 16-Punkte-Rückstand wettzumachen und knapp drei Minuten vor Ende des Spiels zum 94:94 auszugleichen.

Doch in der Crunch-Time erzielten die Gastgeber nur noch einen weiteren Korb, nachdem die Schiedsrichter nach einem Block von Kenyon Martin auf Goaltending entschieden.

"Im Moment geht es für uns nicht darum, einen Maßstab zu erfüllen", erklärte Carlisle: "Sondern darum, uns mental und physisch in die richtige Verfassung für die Playoffs zu bringen."

Smith führt die Nuggets zum Sieg

Die Nuggets dagegen präsentierten sich bereits in Playoff-Form.

Einem möglichen Aufeinandertreffen mit den Mavericks schaut das Team aus Colorado gelassen entgegen.

"Wenn wir gegen Dallas spielen müssen, sind wir bereit", sagte Matchwinner J. R. Smith, mit 23 Punkten Topscorer der Partie. Durch sieben Punkte in den letzten Minuten des Spiels brachte der Sixth Man sein Team vorentscheidend in Front.

Sein Trainer geht allerdings nicht davon aus, dass es gegen Dallas geht. "Ich glaube, es wird Oklahoma sein", sagte Karl.

Butler noch nicht fit

Am Rande der Partie ereilte die Mavericks noch ein weiterer Rückschlag.

Caron Butler, mit durchschnittlich 15 Punkten und 4,1 Rebounds pro Spiel ein Schlüsselspieler bei den Mavs, droht nach seinem Riss der Pattelarsehne nicht rechtzeitig für die K.o.-Runde fit zu werden.

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Butler für die erste Playoff-Runde zur Verfügung stehe, teilte Carlisle mit.

"Er macht gute Fortschritte, aber er ist immer noch nicht in der Lage zu rennen oder ähnliches", erklärte der Mavericks-Coach.

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