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LeBron James (l.) war erst der dritte amtierende MVP, der das Team wechselte © getty

Die beiden Topfavoriten kämpfen um Rang zwei im Osten und wollen den Knicks aus dem Weg gehen. New York rangelt noch mit Philly.

Von Eric Böhm

München - In der Eastern Conference haben sich die acht Playoff-Teams bereits herauskristallisiert, dennoch toben noch zwei hochinteressante Fernduelle.

Hinter den souveränen Chicago Bulls (58 Siege - 20 Niederlagen) kämpfen die beiden als Topfavoriten gestarteten Dreigestirne Boston und Miami (beide 54-24) um Rang zwei.

Außerdem rangeln die neuzusammengewürfelten New York Knicks mit den Philadelphia 76ers um den sechsten Platz.

Der Kampf zwischen den originalen "Big Three" und "Miami Thrice" ist dabei besonders brisant, denn es geht auch um den Heimvorteil in einem eventuellen Zweitrundenduell.

Kracher in Miami

Das Schicksal und der NBA-Spielplan beschert Boston am Sonntag noch ein Gastspiel in Miami (ab 21.30 Uhr LIVESCORES), dann könnte die Entscheidung fallen.

Die bisherigen drei Aufeinandertreffen in dieser Saison gewannen allesamt die Celtics und hätten damit bei Gleichstand den direkten Vergleich auf ihrer Seite.

Der Rekordmeister hat seinen Kader im Vergleich zu den ersten Partien ziemlich umgekrempelt, dennoch ist er für die Heat ein ausgesprochen unangenehmer Gegner. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Perk fehlt ihnen"

Speziell Dwyane Wade hatte gegen die abgezockte Verteidigung große Probleme und markierte in den drei Spielen zusammen lediglich 37 Punkte.

Mit Kendrick Perkins steht jedoch ein ausgesprochener Abwehrspezialist nicht mehr im Aufgebot.

"Perk war richtig tough. Gerade für Guards war es sehr schwer, um ihn herum zum Korb zu kommen. Sie sind schon ein anderes Team. Er fehlt ihnen", meinte Derrick Rose nach dem Erfolg seiner Chicago Bulls gegen Boston.

Rondo hat Formtief überwunden

Dennoch sollte das Starensemble aus Südflorida nicht den Fehler machen, die Truppe aus "Beantown" auf die leichte Schulter zu nehmen.

Die großen drei Kevin Garnett, Paul Pierce und Ray Allen laufen in den Playoffs traditionell zur Hochform auf, und auch Spielmacher Rajon Rondo scheint sein Formtief gerade rechtzeitig überwunden zu haben.

O'Neal als Fragezeichen

Die besondere Playoff-Atmosphäre im TD Garden tut ihr Übriges, daher wäre für die zum Nervenflattern neigenden Heat der Heimvorteil ganz besonders wichtig.

Das große Fragezeichen steht allerdings nach wie vor hinter dem früheren Miami-Center Shaquille O'Neal.

Der Routinier wäre gerade ohne Perkins eine (ge)wichtige Alternative, laboriert jedoch nach seinem Kurzcomeback in der letzten Woche an einer Wadenzerrung.

"Er wird in den Playoffs zur Verfügung stehen, aber ich bin mir nicht sicher, was für eine Rolle er spielen wird", sagte Bostons Coach Doc Rivers nach der Partie.

Knicks sind unangenehm

Vielleicht ist aber auch für einen der beiden Topfavoriten bereits nach der ersten Runde Endstation.

Denn während die Paarungen Chicago gegen Indiana und Orlando gegen Atlanta bereits fest stehen, kämpfen Knicks (40-38) und Sixers (40-39) noch um Rang sechs.

New York könnte trotz der vieldiskutierten Probleme seit der Verpflichtung von Carmelo Anthony ein äußerst unangenehmer Erstrundengegner werden.

Starke Einzelkönner

Das Team hat in "Melo", Amare Stoudemire, Chauncey Billups oder Toney Douglas gleich mehrere Akteure, die ein Spiel allein entscheiden können.

Gegen Miami wurden zwei von vier Spielen gewonnen, aber gegen die Celtics wartet die Truppe von Coach Mike D'Antoni noch auf einen Erfolg. Am letzten Spieltag der regulären Saison sind sie in Boston zu Gast.

Restprogramm spricht für Philly

Die Sixers konnten dagegen von sieben Spielen gegen die beiden potenziellen Playoff-Kontrahenten nur eine Partie siegreich bestreiten.

Die Saisonserie mit den Knicks ist dagegen ausgeglichen. Das Restprogramm spricht für Philly.

Die abwehrstarken Sixers dürfen ihre letzten drei Partien zu Hause bestreiten, wohingegen New York noch auf die Bulls trifft und darüber hinaus dreimal auswärts antreten muss.

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