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Tiago Splitter (2.v.l.) kam vor dieser Saison aus Spanien zu den Spurs © getty

San Antonio schlägt auch Utah und behauptet die beste Bilanz der Liga. Ein Starter wird geschont, und ein All-Star entscheidet.

Von Eric Böhm

München/San Antonio - Die San Antonio Spurs bleiben weiter das beste Team der NBA und gehen mit Selbstvertrauen in die Playoffs.

Denn der Spitzenreiter der Western Conference feierte beim 111:102 (57:46) gegen die Utah Jazz den vierten Sieg in Serie.

Außerdem fehlen San Antonio (61 Siege - 19 Niederlagen) nur noch zwei Erfolge, um vor Chicago (59-20) als bestes Team der Liga in die Playoffs einzuziehen.

"Wir haben über die ganze Saison hinweg gut gespielt. Daher wollen wir bis zum Schluss an der Spitze der NBA bleiben", sagte Center Tim Duncan (zehn Zähler).

Klubrekord in Reichweite

Damit würden die Texaner auch ihren eigenen Klubrekord für Siege aus der Saison 2005/2006 einstellen.

Flügelspieler Richard Jefferson war mit 20 Punkten bester Werfer der Spurs, die gleich sieben Spieler mit zweistelliger Punktausbeute in ihren Reihen hatten. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir brauchen noch zwei? Wir bewegen den Ball jetzt wieder flüssig, vielleicht schaffen wir es", so Jefferson, der sein erstes Spiel mit 20 Zählern oder mehr seit November lieferte.

Parker mit Entscheidung

All-Star Tony Parker steuerte 13 Zähler und sieben Assists bei.

Knappe drei Minuten vor Schluss führte ein Korbleger des französischen Spielmachers auch das vorentscheidende 107:97 herbei.

Die Jazz machten aber auch vorher nie den Eindruck, als könnten sie die Gastgeber ernsthaft in Gefahr bringen.

McDyess geschont

Von der gewohnten ersten Fünf fehlte lediglich Power Forward Antonio McDyess. Der Routinier wurde geschont.

Alle anderen Stars standen bis weit ins letzte Viertel auf dem Parkett. Manu Ginobili sammelte zwölf Punkte und sechs Assists.

"Ich werde niemandem zu viele Minuten geben. Wir wollen aber auch in einem guten Rhythmus in die Playoffs gehen", erklärte Spurs-Trainer Gregg Popovich seinen Spagat zwischen Schonung und Siegen.

Jefferson selbstbewußt

Der Erstrundengegner steht noch nicht fest. Portland (47-33), New Orleans (46-33) oder Memphis (45-34) kommen in Frage.

Jefferson und seinen Teamkollegen ist es relativ gleichgültig: "Wir nehmen es, wie es kommt. Der Kontrahent ist unerheblich."

Popovich wird diese Fokussierung auf die eigene Leistung und das Wissen um die eigene Stärke zufrieden zur Kenntnis nehmen.

Jazz-Tiefflug geht weiter

Utah befindet sich nach der zehnten Niederlage in elf Partien dagegen weiter im freien Fall und verspielte während dieser Negativserie auch die letzte Playoff-Chance.

Center Al Jefferson war mit 23 Zählern und acht Rebounds der auffälligste Akteur der Jazz.

"Wir müssen den Kopf hochhalten und die Saison vernünftig zu Ende bringen. Wir haben heute zu viele Fehler gemacht", forderte der Big Man mehr Engagement von sein Team.

Rookie Derrick Favors (17 Punkte) und Paul Millsap (16) zeigten ordentliche Leistungen. Spielmacher Devin Harris hatte einen schwachen Tag und traf nur drei seiner elf Würfe.

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