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Ty Lawson holte 2009 mit den North Carolina Tar Heels den College-Titel © getty

Denvers Aufbauspieler schreibt gegen Minnesota mit einem Zehnerpack Geschichte. Auch ein Klubrekord fällt. Die Hawks taumeln.

Von Eric Böhm

München/Denver - Die Denver Nuggets haben dank einer historischen Leistung von Ty Lawson einen Heimsieg eingefahren.

Der Point Guard verwandelte beim 130:106 (65:51) gegen die Minnesota Timberwolves sage und schreibe zehn Dreier in Folge.

In der langen Geschichte der NBA war es vorher noch nie einem Spieler gelungen, seine ersten zehn Versuche von jenseits der Dreierlinie zu verwandeln. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Ich habe ihm gesagt, er soll weiterwerfen. Wenn ein Spieler so heiß ist, musst du ihn immer wieder suchen", sagte Teamkollege Raymond Felton (elf Zähler, 14 Assists).

Kleiner Schönheitsfehler

Lawson stellte mit insgesamt 37 Punkten eine persönliche Bestleistung auf und ist in den letzten 25 Jahren erst der zehnte Profi mit einer zweistelligen Dreierausbeute.

Sein Teamkollege J.R. Smith schaffte es in diesem Zeitraum sogar zweimal und hält mit elf Treffern auch den Klubrekord.

Diesen verpasste "The Jet" mit einem Versuch von ganz weit draußen zum Ende des dritten Viertels nur hauchdünn.

"Es war unglaublich. Jeder Wurf fiel rein, bis auf den letzen Versuch, selbst der fühlte sich eigentlich richtig gut an", so Lawson.

Nuggets mit Rekord

Backup Smith steuerte auch noch sechs Drei-Punkte-Würfe und 18 Zähler bei. Acht der zehn eingesetzten Profis punkteten zweistellig.

Denver bleibt im Westen Fünfter und stellte mit 19 versenkten Dreiern einen neuen Teamrekord auf.

"Es war eine tolle Show. Es hat Spaß gemacht. Ich glaube, die Fans sind auf ihre Kosten gekommen. Raymond hat ihn super freigespielt", schwärmte Nuggets-Trainer George Karl.

Wolves ohne Love chancenlos

Die Timberwolves hatten dem Spekatakel ohne Kevin Love (Leistenverletzung) nichts entgegenzusetzen.

Die beiden Reservisten Martell Webster und Lazar Hayward trafen für die Gäste mit jeweils 15 Punkten am besten.

"Ich habe schon häufiger gesehen, dass er Spiele allein entscheidet, aber noch nie von der Dreierlinie", meinte Lawsons College-Teamkollege und Wolves-Guard Wayne Ellington.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Washington Wizards - Atlanta Hawks 115:83

Die Atlanta Hawks gingen mit 83:115 (46:61) bei den Washington Wizards unter und kassierten ihre vierte Pleite am Stück.

Der Fünfte der Eastern Conference lag im dritten Viertel bereits mit 23 Zählern im Hintertreffen, und Coach Larry Drew nahm seine Startformation frühzeitig vom Feld.

"Ich bin nicht sehr optimistisch für die Playoffs. Wenn du so schwach in die Endrunde gehst, kannst du nicht einfach den Schalter umlegen", warnte Drew seine Truppe.

Center Al Horford (21 Punkte, zehn Rebounds) war einer ganz der wenigen Lichtblicke.

"Hatten mehr Energie"

Die Wizards gewannen vier der vergangenen sechs Partien und spielen vielleicht ihren besten Basketball der Saison überhaupt.

Bei den Hauptstädtern überzeugten Rookie John Wall (19 Zähler, sieben Assists) und Andray Blatche (23 Punkte, sieben Rebounds).

"Wir hatten heute mehr Energie. Mit der frühen Führung haben wir ihnen den Zahn geozgen", freute sich Washingtons Cheftrainer Flip Saunders.

Houston Rockets - Los Angeles Clippers 99:78

Die Houston Rockets schlugen die Los Angeles Clipers klar und deutlich mit 99:78 (53:37).

Rockets-Aufbauspieler Goran Dragic verpasste mit 14 Zählern, zehn Rebounds und sieben Assists nur knapp ein Triple-Double.

"Wir wollen die Saison trotz der verpassten Playoffs stark beenden. Das zeigt den guten Charakter unserer Truppe", sagte Center Chuck Hayes.

Die Clippers mussten weiter auf den deutschen Nationalspieler Chris Kaman (Zerrung im rechten Knie) verzichten. Eric Gordon war mit 19 Punkten ihr bester Schütze.

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