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Tyson Chandler wurde 2001 von den L.A. Clippers an Nummer zwei gedraftet © getty

Dallas gelingt gegen Phoenix ein Rekord-Blitzstart. Dirk Nowitzki ist trotz Kurzarbeit der Topscorer. "Jet" feiert ein Jubiläum.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben urplötzlich doch noch die Chance auf Rang zwei in der Western Conference.

Mit dem deutlichen 115:90 (65:39) gegen die Phoenix Suns zog das Team von Dirk Nowitzki mit den Los Angeles Lakers gleich (beide 55 Siege - 25 Niederlagen).

Der direkte Vergleich spricht jedoch für den Meister, also müssen die Mavericks noch einen Sieg mehr feiern als die Lakers.

"Wir stehen jetzt wieder unter Dampf und versuchen unseren Rhythmus für die Playoffs aufzubauen", sagte Jason Terry.

Mavs mit Rekord-Blitzstart

In der Tat wirkte Dallas von Beginn an deutlich spritziger als in den letzten Partien.

Bereits nach dem ersten Viertel (36:17) war die Partie gelaufen. Für die Gastgeber war es der punktbeste erste Abschnitt der gesamten Saison.

Nowitzki war mit 19 Zählern erneut der Topscorer und holte sieben Rebounds, obwohl er bereits neun Minuten vor Schluss zur Schonung ausgewechselt wurde.

"Ich glaube nicht, dass wir zuletzt unter mangelndem Selbstvertrauen gelitten haben. Aber Siege sorgen immer für bessere Stimmung" bekannte Coach Rick Carlisle.

Kidd wie verwandelt

Die Rückkehr von Jason Kidd war ein wichtiger Faktor für den Blitzstart.

Die Erholungspause von zwei Spielen wirkte für den Aufbauspieler offenbar wie eine Frischzellenkur.

Allein in den ersten acht Minuten sammelte der Routinier gleich fünf Punkte, drei Assists und zwei Steals.

Außerdem sorgten vor allem Tyson Chandler (zwölf Rebounds) und Brendan Haywood (elf) für eine erhebliche Überlegenheit an den Brettern (51:37).

Marion mit Double-Double

Shawn Marion steuerte mit 18 Zählern und elf Rebounds ein Double-Double bei. Peja Stojakovic und Terry erzielten jeweils von der Bank kommend 17 Punkte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Heute haben wir ein gute Bespiel dafür gesehen, wie gut wir sind, wenn unser Spiel flüssig läuft. In der Abwehr sind wir ständig in Bewegung, und im Angriff läuft der Ball", erklärte Terry die Leistungssteigerung.

"Jet" mit Jubiläum

"Jet" setzte zudem seinen 1000. Dreier im Trikot der Mavericks und sprach über seinen verbalen Ausraster gegen Teamkollege J.J. Barea.

"Das passiert in der Hitze des Gefechts. Ich lebe von meinen Emotionen, das wird sich nicht ändern. Ich muss sie nur in vernünftige Bahnen lenken", so der 33-Jährige.

Der Rest des Teams hatte Terry bereits unmittelbar nach dem Spiel in Schutz genommen. Der sechste Mann bedankte sich mit einer starken Leistung. Nur

Nowitzki (1196) hat in der Teamgeschichte mehr Drei-Punkte-Würfe versenkt.

Die Mavericks haben zwei Spiele vor Ende der regulären Saison noch nicht eine Verlängerung gespielt. In jedem Jahr ihres Bestehens gingen bisher mindestens zwei Spiele in die Overtime.

Suns mit negativer Bilanz

Bei den Suns zeigte der polnische Center Marcin Gortat (15 Zähler, neun Rebounds) eine ordentliche Leistung.

Dennoch wird Phoenix erstmals seit 2003/2004 wieder ein Spieljahr mit negativer Bilanz abschließen. Danach holten sie Steve Nash aus Dallas zurück.

Der Point Guard quälte sich gegen sein ehemaliges Team immer noch mit hartnäckigen Oberschenkelproblemen herum und kam nur auf sechs Punkte sowie neun Assists.

"Uns fehlte die Leidenschaft. Wir haben bekommen, was wir verdienen. Es ist schwer, wenn es um nichts mehr geht", meinte Nash.

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