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LeBron James (r.) stand zuletzt dreimal in Folge im All-NBA First Team © getty

LeBron James führt Miami zum Erfolg im Schlager gegen Boston und auf Rang zwei. Die Lakers brechen ein. New York siegt weiter.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat haben im direkten Duell Rang zwei der Eastern Conference erobert.

Das Starensemble schlug die Boston Celtics überraschend deutlich mit 100:77 (47:40) und feierte im vierten Versuch den ersten Sieg über den bisherigen Angstgegner.

Damit liegen die Heat (56 Siege - 24 Niederlagen) nun knapp vor dem möglichen Zweitrundengegner Boston (55-25).

"Es hat sich wie ein Playoff-Spiel angefühlt. Die Fans und die Spielweise der beiden Teams haben Gänsehaut-Atmosphäre erzeugt", meinte Heat-Guard Dwyane Wade.

LeBron mit Glanzleistung

LeBron James ragte mit 27 Punkten, sieben Assists sowie vier Steals heraus und bescherte Miami den 13. Erfolg aus den vergangenen 16 Spielen.

Zwar punkteten außer ihm nur Wade (14 Zähler) und Chris Bosh (13) zweistellig, aber die starke Bank war ein wichtiger Schlüssel zum Sieg.

Die Heat-Reservisten erzielten nicht nur deutlich mehr Punkte als Bostons Backups (32:12), sondern zeigten auch ungeahnte Defensivqualitäten.

Center Joel Anthony holte beispielsweise vor der Pause mit acht Rebounds nur zwei weniger, als das komplette Aufgebot der Gäste.

"Team ist frustriert"

Die Celtics konnten nach einer ordentlichen ersten Hälfte nicht mehr mithalten und lagen im dritten Viertel bereits mit 22 Zählern in Rückstand. Näher als auf 75:85 kam der Rekordmeister in der Folge nicht mehr heran.

"Wir haben uns den Vorsprung in der Defensive erarbeitet. Wir haben uns viel bewegt und keine offenen Würfe zugelassen", lobte James. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Für Boston war Paul Pierce mit 24 Punkten bester Schütze. Kevin Garnett markierte 23 Zähler.

"Unser Team ist momentan extrem frustriert", gab Celtics-Trainer Doc Rivers zu.

O'Neal mit Bodycheck

Diese Frustration gipfelte kurz vor der Pause in einem Bodycheck von Jermaine O'Neal gegen James.

Der "King" warf daraufhin mit dem Ball nach O'Neal, und eine Rangelei mit mehreren Spielern brach aus. Der Celtics-Center bekam ein absichtliches Foul.

Kontrahent James, Wade und Pierce holten sich technische Fouls ab. Die Heat ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen.

"Das war Laientheater. Heute nennen sie das wohl Härte. Das absichtliche Foul war ein Witz, und die Reaktion der Spieler war auch ein Witz", ereiferte sich Rivers im Anschluss.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Los Angeles Lakers - Oklahoma City Thunder 106:120

Die Los Angeles Lakers verloren beim 106:120 (64:66) gegen die Oklahoma City Thunder ihre fünfte Partie in Folge. Eine solche Serie unterlief L.A. zuletzt 2007.

Damit liegt der Meister (55-25) im Westen nur noch aufgrund des direkten Vergleichs vor den drittplatzierten Dallas Mavericks.

Nun droht sogar der Sturz auf Rang vier, denn die Thunder (54-26) könnten ebenfalls noch vorbeiziehen.

"Ich bin überrascht. Wir waren zuletzt etwas zu selbstgefällig. Die Erfolge von gestern zählen aber nicht mehr", kritisierte Lakers-Coach Phil Jackson.

Lakers brechen ein

Die Thunder beendeten die spannende Partie mit einem 16:2-Lauf und holten sich so ihren 24. Auswärtssieg der Saison.

NBA-Topscorer Kevin Durant kam auf 31 Punkte. Guard Russell Westbrook steuerte 26 Zähler bei. Das dynamische Duo erzielte gemeinsam gleich neun der letzten 16 Punkte.

"Der Sieg war ein Statement und ein Schritt in die richtige Richtung. Darauf können wir aufbauen", bilanzierte "Durantula".

Auch der starke Kobe Bryant (31 Zähler) konnte den späten Einbruch nicht verhindern. "Wir spielen in der Abwehr einfach grauenhaft. Diese vielen Fehler müssen wir im Training abstellen", forderte der Superstar.

Indiana Pacers - New York Knicks 109:110

Den New York Knicks gelang mit dem 110:109 (67:61) bei den Indiana Pacers der siebte Erfolg am Stück.

New York (42-38) ist damit im Osten alleiniger Sechster vor den Philadelphia 76ers (41-39).

Carmelo Anthony war mit 34 Zählern der überragende Mann, setzte fünf Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer und blockte auch noch den letzten Versuch von Danny Granger.

"Wir haben einen langen Weg hinter uns. Ich habe euch ja gesagt, dass wir Zeit brauchen. Jetzt hat jeder das Spielsystem verinnerlicht", sah sich "Melo" bestätigt.

Knicks mit Comeback

Die New Yorker holten im Schlussviertel einen Rückstand von elf Punkten auf. Point Guard Chauncey Billups (21 Zähler) unterstützte Anthony tatkräftig.

Amare Stoudemire setzte mit Knöchelproblemen erneut aus, soll aber gegen Chicago (Mi., ab 2 Uhr LIVESCORES) wieder zur Verfügung stehen.

Die Pacers (37-44) bleiben Achter. Center Roy Hibbert sammelte für die Gastgeber 19 Punkte und zehn Rebounds.

"Das ist eine bittere Niederlage. Wir haben am Ende die falschen Entscheidungen getroffen", meinte Indianas Cheftrainer Frank Vogel.

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