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LeBron James kann nach der Saison 2009/2010 aus seinem Vertrag per Option aussteigen © getty

Der Superstar führt seine Cavs zu einem klaren Sieg über die Knicks. Shaqs Abwesenheit kommt die Suns in Oklahoma City fast teuer zu stehen.

Von Rainer Nachtwey

München/New York - Wenn schon Spike Lee, Filmregisseur und bekennender Anhänger der New York Knicks, die Schuhe eines Gegenspielers der Knicks trägt und diesem zujubelt, weiß jeder NBA-Fan, dass ein besonderer Gast im Madison Square Garden ist.

LeBron James und seine Cleveland Cavaliers gastierten erstmals seit den beiden Trades der Knickersbockers, um Platz im Salary Cap für eine mögliche James' Verpflichtung 2010 zu schaffen, im "Big Apple". (zum Bericht)

Und nicht nur Spike Lee, auch der Großteil der Zuschauer - unter ihnen Jay-Z, Besitzer der New Jersey Nets, und dessen Verlobte Beyonce - bejubelte "King James" und dessen 26-Punkte-Vorstellung beim deutlichen 119:101-Sieg der Cavaliers.

30-minütige Vorstellung von James

Allerdings bekam das Publikum den Superstar nur 30 Minuten zu sehen. Was er ihnen in dieser Zeit bot, war dafür aller Ehren wert.

Bereits zu Beginn blockte er spektakulär einen Korbleger von Chris Duhon und leitete damit den Fastbreak von Mo Williams ein, der den Ball aufnahm und allein auf den Korb der Knicks zulief.

Anschließend legte James zwei Dreier in Serie nach und die Cavaliers erspielten sich eine 34:22-Führung im ersten Viertel heraus, die sie bis zur Pause auf 29 Punkte ausbauten. Zu Beginn des Schlussabschnitts betrug der Vorsprung immer noch satte 31 Zähler (97:66), ehe die Knicks Ergebniskosmetik betreiben durften.

Konzentration auf die Cavaliers

"Ich denke, der 1. Juli 2010 wird ein ganz großer Tag", sagte James nach der Partie vielversprechend und führte weiter aus: "Es wird einer der bedeutendsten Tage in der Free-Agency-Geschichte der NBA. Die Teams bereiten sich bereits vor, um sich die dicken Fische zu angeln."

Unter den dicken Fischen, zu denen auch Dirk Nowitzki, Dwyane Wade, Amare Stoudemire und Chris Bosh gehören, ist James wohl der dickste.

"Ich fühle mich geschmeichelt von den ganzen Gerüchten, dass die Knicks mich unbedingt holen wollen, aber im Moment bin ich immer noch ein Cavalier und konzentriere mich darauf, mit den ihnen Meister zu werden", sagte James.

Knicks-Debütanten nur Randnotiz

Im Schatten der James-Gala ging das Debüt von Tim Thomas und Al Harrington gänzlich unter.

Thomas kam in seinem ersten Spiel im Knicks-Trikot auf 16 Punkte, 6 Rebounds und 4 Assists, Harrington erzielte 13 Zähler, 9 Rebounds und 3 Assists.

Oklahoma City Thunder - Phoenix Suns

Die Phoenix Suns sind nur haarscharf an einer Blamage vorbeigeschrammt und haben ein gelungenes Debüt von Scott Brooks als neuem Coach der Oklahoma City Thunder verhindert.

Gegen das derzeit schlechteste Team der Liga lag die Mannschaft aus Arizona Ende des dritten Viertel mit 67:81 im Hintertreffen, ehe eine Aufholjagd beginnend mit Amare Stoudemires Buzzerbeater zum 70:81 den Gästen doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg bescherte.

25 Sekunden vor Schluss brachte Matt Barnes' Dreier den Suns den 99:98-Sieg.

Bester Werfer bei den Gästen war Stoudemire mit 22 Zählern, Rookie Robin Lopez, der für den pausierenden Shaquille O'Neal in die Startaufstellung rückte, kam auf elf Punkte und drei Blocks.

Bei den Thunder war Kevin Durant der überragende Akteur. Der letztjährige Rookie of the Year erzielte 29 Punkte.

Washington Wizards - Golden State Warriors

Einen gelungenen Einstand feierte Ed Tapscott bei den Wizards. Der Interimstrainer, der nach der Entlassung von Eddie Jordan das Team übernahm, gewann mit seiner Truppe gegen die Golden State Warriors mit 124:100. Für Washington war es im zwölften Spiel erst der zweite Sieg.

Bester Werfer bei der Heimmannschaft war Caron Butler. Der letztjährige All-Star erzielte 35 Punkte. Bei den Gästen war Corey Maggette bester Werfer.

Weitere Partie:

Los Angeles Lakers - New Jersey Nets 120:93Beste Werfer: Gasol 26 Punkte - Devin Harris 21 Punkte

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