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Dirk Nowitzki war wertvollster Spieler der Weltmeisterschaft 2002 in den USA © getty

Dallas siegt in Houston nach schwachem Beginn bei einer Saisonpremiere. Dirk Nowitzki ist Topscorer. "Jet" rehabilitiert sich.

Von Eric Böhm

München/Houston - Die Dallas Mavericks haben sich vorerst auf Rang zwei der Western Conference verbessert.

Bei den Houston Rockets tat sich das Team um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki jedoch sehr schwer und gewann mit Mühe 98:91 (43:47, 86:86) nach Verlängerung.

Der All-Star zeigte mit 23 Punkten und zwölf Rebounds erneut eine starke Leistung, obwohl er nur einen seiner ersten sieben Würfe verwandeln konnte.

"Es lief heute im Angriff nicht so rund. Wir kamen kaum einmal in einen Fast-Break. Die Verteidigung hat uns das Spiel gewonnen", so Nowitzki.

Rockets mit Halbzeitführung

Neben "Dirkules" kam auch der Rest des Teams sehr schwer in die Partie. Acht Ballverluste und fünf vergebene Dreier in Serie sprechen eine deutliche Sprache.

Aufbauspieler Jason Kidd verfehlte gleich vier seiner fünf Versuche aus dem Feld und die Rockets gingen folgerichtig mit einer Führung in die Halbzeit. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir müssen natürlich viel besser spielen, aber wir haben uns richtig reingekniet und das Blatt gewendet", sagte Dallas' Trainer Rick Carlisle.

Terry rehabilitiert

Am Ende der sehr ausgeglichenen zweiten Hälfte hatte Jason Terry (21 Zähler) mit einer Sekunde auf der Uhr die Chance zum Sieg.

Er verwandelte jedoch nur einen seiner beiden Freiwürfe und bescherte den Mavs im vorletzten Spiel die erste Verlängerung der Saison.

In der Overtime markierte er allerdings sechs der zwölf Punkte seiner Truppe und rehabilitierte sich damit.

"Ich habe mich richtig geärgert. Ich wollte das Spiel in der regulären Spielzeit entscheiden. Glücklicherweise haben wir die Chance in der Overtime genutzt", bekannte "Jet" erleichtert.

Nowitzki lobt

Für den Endstand sorgte der nervenstarke Nowitzki von der Freiwurflinie und holte sich sein 16. Double-Double der Saison - 13 dieser Spiele gewannen die Mavs.

"Wir haben sie in der Schlussphase und in der Verlängerung immer wieder gestoppt. Das war letztendlich der Schlüssel", lobte er die kollektive Defensivarbeit.

Center Tyson Chandler sammelte zwölf Rebounds und zwei Blocks. Shawn Marion gelangen ebenfalls 21 Punkte.

Rang zwei ist greifbar

Dallas (56 Siege - 25 Niederlagen) ist somit nun knapp vor den spielfreien L.A. Lakers (55-25) Zweiter.

"Einerseits ist es schön die Chance auf eine bessere Platzierung zu haben, andererseits wissen wir so immer noch nicht, wer unser Erstrundengegner wird", meinte Carlisle gegenüber den "Dallas Morning News".

In der Nacht auf Donnerstag beschließen die Mavericks gegen die New Orleans Hornets (ab 2 Uhr LIVESCORES) die reguläre Saison.

Houston vermisst zwei Topleute

Die Rockets hätten sich gern mit einem Sieg im Texas-Derby in den Urlaub verabschiedet, doch ohne die angeschlagenen Luis Scola (Kniereizung) und Kyle Lowry (Fußverletzung) fehlte am Ende die Feuerkraft.

Ihr Topscorer Kevin Martin war mit 28 Zählern bester Schütze. Spielmacher Goran Dragic verbuchte 15 Zählern, zehn Rebounds und sieben Assists.

"Wir wollten unbedingt gewinnen, aber wir haben gegen ein gutes Team bis zum Schluss dagegengehalten. Sie werden in den Playoffs etwas reißen", lobte Houstons Trainerlegende Rick Adelman den Kontrahenten.

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