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LeBron James war 2008 bester Korbjäger der NBA © getty

Miami quält sich in Atlanta über die Zeit und bleibt vor Boston. Ein Backup ist der Held. Die Celtics schenken das Fernduell ab.

Von Eric Böhm

München/Atlanta - Die Miami Heat haben sich Rang zwei in der Eastern Conference gesichert.

Der Topfavorit gewann bei den Atlanta Hawks 98:90 (62:46) und feierte den 14. Erfolg aus den vergangenen 17 Partien. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Speziell in der Schlussphase war die Partie jedoch nur schwer zu ertragen und die Heat hätten fast noch einen 20-Punkte-Vorsprung aus der Hand gegeben.

"Manchmal sieht es nicht schön aus, aber wir setzen die kleinen Dinge um, die letztendlich den Unterschied machen. Darauf kommt es auch in den Playoffs an", erklärte Dwyane Wade.

Ilgauskas fliegt

Atlanta hatte zu Beginn des letzten Viertels seine Starter ausgewechselt, aber die Backups schafften dreieinhalb Minuten vor Schluss trotzdem den Ausgleich.

Denn Miamis Zydrunas Ilgauskas ließ sich zu einer Unbeherrschtheit hinreißen. Der Big Man warf Hawks-Center Zaza Pachulia den Ball nach einer harten Aktion in den Rücken und wurde des Feldes verwiesen.

"Ich weiß nicht, worüber er sauer war. Er ist einer der besten Jungs überhaupt. Ich werde ihm eine SMS schicken. Einen Anruf von mir wird er jetzt wohl nicht annehmen", meinte Pachulia mit einem Schmunzeln.

Den technischen Freiwurf nutzte Jamal Crawford zum 88:88.

Jones übernimmt

Dann schlug allerdings die große Stunde von Heat-Reservist James Jones. Der Guard verwandelte zwei Dreier und bescherte den Gästen mit sieben Punkten in Folge doch noch den Sieg.

LeBron James zeigte mit 34 Punkten, zehn Rebounds und sieben Assists erneut eine herausragende Leistung.

"Wir haben 81 Spiele gebraucht, um an diesen Punkte zu gelangen, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns", blickte der "King" bereits auf die Playoffs.

Wade (21 Zähler) und Chris Bosh (15 Punkte, neun Rebounds) lieferten ordentliche Vorstellungen ab.

"Haben uns durchgequält"

Der Fast-Einbruch in der Schlussphase und die 19 Ballverluste gefielen Heat-Coach Erik Spoelstra dagegen weniger.

"Wir haben uns mehr oder weniger durchgequält. Am wichtigsten ist aber, dass wir den Sieg eingefahren haben", so der 40-Jährige.

Für die Hawks - die als Fünfter in die Playoffs gehen - markierte Josh Smith 17 Zähler.

Miami (57 Siege - 24 Niederlagen) kann dagegen von Boston (55-26) nun nicht mehr eingeholt werden.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Washington Wizards - Boston Celtics 95:94 n.V.

Die Boston Celtics verloren bei den Washington Wizards mit 94:95 (44:37, 84:84) nach Verlängerung.

Der Rekordmeister legte keinen Wert auf einen Kampf um Rang zwei. Denn Coach Doc Rivers schonte seine All-Stars Ray Allen, Kevin Garnett, Paul Pierce und Rajon Rondo.

"Ich habe mich mit Spielern, Coaches und dem Manager beraten. Es ist am besten für das Team", erklärte Rivers.

Ersatztruppe fast siegreich

Die Ersatztruppe hätte dennoch fast gewonnen. Erst ein Dreier von Washingtons Jordan Crawford brachte fünf Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich.

Der Guard (17 Punkte) setzte dann auch in der Overtime den entscheidenden Treffer. Rookie John Wall kam auf 24 Zähler.

Der Wizards-Spielmacher spürte im Anschluss Genugtuung: "Wir haben ihre Aufstellung als mangelnden Respekt aufgefasst und wollten es ihnen unbedingt zeigen."

O'Neal mit drei Bestmarken

Für Boston stellte Jeff Green mit 15 Rebounds seine persönliche Bestleistung ein und sammelte zusätzlich 20 Punkte.

Der lange verletzte Center Jermaine O'Neal stellte mit 15 Zählern, 13 Rebounds und 37 Minuten Einsatzzeit neue Saisonbestmarken auf.

Damit treffen die Celtics in der ersten Runde auf die sechsplatzierten New York Knicks.

Philadelphia 76ers - Orlando Magic 85:95

Die Orlando Magic behielten bei den Philadelphia 76ers mit 95:85 (50:47) die Oberhand.

Nach seiner Sperre war Dwight Howard mit 19 Punkten sowie 13 Rebounds der überragende Mann beim Vierten der Eastern Conference.

Ein 16:2-Zwischenspurt im dritten Viertel brachte frühzeitig die Entscheidung zugunsten der Magic.

Sixers treffen auf Miami

Die Sixers (41-40) gehen damit als Siebter in die Playoffs und treffen auf Miami. Elton Brand (22 Zähler) traf für die Gastgeber am besten.

"Die Niederlage an sich ist kein Grund zur Panik. Wir haben jetzt aber nur noch ein Spiel, um für die Playoffs in Schwung zu kommen", warnte der Power Forward.

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