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Starting Center Andrew Bynum (u.) verpasste wegen einer OP am rechten Knie die Saisonvorbereitung © getty

L.A. tut sich gegen San Antonios B-Team überraschend schwer. Bryant entscheidet das Spiel. Doch der Sieg ist teuer bezahlt.

Von Dustin Werk

München/Los Angeles - Im Gleichschritt geht es voran im Westen.

Die Los Angeles Lakers sind nach dem 102:93-Sieg gegen die San Antonio Spurs wieder an den Dallas Mavericks vorbei gezogen und belegen nun den zweiten Platz.

Zwar weisen die Mavs und die Lakers die gleiche Bilanz auf (56:25), allerdings haben die Lakers den Tie-Breaker gegen die Texaner in der Hand.

Für den ersten Erfolg nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie mussten die Mannen um Kobe Bryant allerdings überraschend hart arbeiten und ihn vielleicht auch teuer bezahlen.

Bynum das Sorgenkind

Denn die Gastgeber verloren im zweiten Viertel ihren Starter Andrew Bynum wegen einer Verletzung. Der so wichtige Center überdehnte sich das rechte Knie im zweiten Viertel, als er DeJuan Blair auf den Fuß trat.

"Es war eine komische Situation, wie das passiert ist. Aber das ist es ja meistens", analysierte Lakers-Coach Phil Jackson.

"Das war hart zu sehen"

"Durch ihn können wir ein sehr dominantes Team sein", sagte Spielmacher Derek Fisher und fügte an:

"Ich mag gar nicht daran denken, dass wir ihn vielleicht für einige Zeit verlieren. Das war hart, zu sehen. Er ist so wichtig für das, was wir machen. Im Moment ist es schwer, damit klar zu kommen."

In der Pause hatte laut Trainer Phil Jackson Bynum aber schon wieder angedeutet, dass er "okay sein werde". Wie schwer seine Verletzung wirklich ist, wird ein MRT am Mittwoch ergeben.

Spurs ohne ihr Dreigestirn

Nachdem die Lakers vor der Partie gehört hatten, dass San Antonio ohne seine drei Stars Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili antreten wird, machte sich Erleichterung breit.

Und so begann auch die Partie. Früh setzte sich der Meister ab und lag zweitweise mit zehn Punkten in Front. 24:15 hieß es nach dem ersten Viertel.

Ein 13:1-Lauf der Spurs zum Ende des zweiten Spielabschnitts ließ beide Teams mit einem 45:45 in die Halbzeitpause gehen.

Spannend bis kurz vor Schluss

Im dritten Viertel blieb die Partie weiter eng. Zweimal glichen die Spurs durch Dreier das Spiel wieder aus.

Erst war es Gary Neal, der 8:24 Minuten vor dem Ende das 74:74 markierte, dann zeigte Power Forward Matt Bonner, dass auch er von draußen treffen kann.

Sein Dreier sorgte für den 84:84-Ausgleich bei noch sechs Minuten zu spielen.

Bryant mit der Entscheidung

Daraufhin setzten sich die Lakers aber auf 93:88 ab, wobei die Spurs sich noch nicht aufgegeben hatten. Erst Bryants Dreier zum 96:88 brach den Widerstand der Texaner.

"Wir haben gezeigt, dass wir Charakter haben. Wir sind ein tiefes Team mit einem großen Herz", sagte Guard George Hill, der am Ende auf elf Zähler kam.

Neben Bryant glänzten die Forwards Lamar Odom und Pau Gasol. Odom erzielte 21 seiner 23 Punkte in der zweiten Hälfte, Gasol schnappte sich neben seinen 17 Zählen auch noch 17 Rebounds.

Losentscheid möglich

Auf Seiten der Spurs war Neal mit 16 Punkten bester Werfer.

Mit der Niederlage von San Antonio und dem gleichzeitigen Sieg der Bulls bei den Knicks stehen beide bei 61 Siegen und 20 Niederlagen (DATENCENTER: Alle Ergebnisse). Damit weisen beide Teams die beste Bilanz der NBA auf.

Sollte dies auch der Fall nach Ende der regulären Saison sein, würde per Los entschieden, wer in einem möglichen Finale der beiden den Heimvorteil hätte.

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