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Kobe Bryant will dieses Jahr seinen sechsten NBA-Titel gewinnen © getty

Kobe Bryant verhindert kurz vor Ende eine Blamage in Sacramento und hält den Meister vor Dallas. Die Spurs bangen um einen Star.

Von Eric Böhm

München/Sacramento - Um ein Haar hätten die Los Angeles Lakers hätten den zweiten Rang in der Western Conference noch verspielt.

Der Meister (57 Siege - 25 Niederlagen) gewann bei den Sacramento Kings mit 116:108 (56:48, 99:99) nach Verlängerung und blieb nur aufgrund des direkten Vergleichs vor Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks.

Dabei gaben die Lakers im Schlussviertel leichtfertig einen 20-Punkte-Vorsprung aus der Hand. Erst Kobe Bryants Dreier vier Sekunden vor Schluss rettete L.A. in die Overtime.

"Ich habe Coach Phil (Jackson, die Red.) gesagt, dass es ein passendes Ende war", sagte Bryant im Anschluss.

Letztes Kings-Heimspiel?

In der Overtime hatten die Kings in ihrem vielleicht letzten Heimspiel in Sacramento - es wird über einen Umzug nach Anaheim spekuliert - dann nichts mehr entgegenzusetzen.

Bryant war mit 36 Zählern der überragende Mann auf dem Parkett. Power Forward Pau Gasol (18 Punkte, 13 Rebounds) steuerte ein Double-Double bei.

Bynum fit für die Playoffs

Die Lakers treffen damit in der ersten Playoff-Runde auf die siebtplatzierten New Orleans Hornets.

Dann soll Andrew Bynum nach Angaben des Klubs voraussichtlich zurückkommen. Der Center hatte sich im letzten Spiel gegen San Antonio eine Knieprellung zugezogen.

"Wir sind optimistisch. Wir müssen schauen, wie er trainieren kann, aber es sieht gut aus", meinte Jackson.

Westphal dankt Fans

Für Sacramento markierte Shooting Guard Marcus Thornton 33 Zähler. Rookie Tyreke Evans kam auf 19 Punkte und sieben Assists.

"Wir sind stolz, dass wir diese Stadt repräsentieren durften. Egal wie es weitergeht, wir danken den Fans für die Unterstützung", erklärte Kings-Trainer Paul Westphal.

Die Teambesitzer Joe und Gavin Maloof müssen bis Montag den Antrag auf einen Umzug stellen, dann wird die NBA entscheiden.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Chicago Bulls - New Jersey Nets 97:92

Die Chicago Bulls siegten 97:92 gegen die New Jersey Nets und schlossen die reguläre Saison mit der besten Bilanz der NBA ab.

Der sechsmalige Meister (62-20) profitierte von der Niederlage San Antonios (61-21) und genießt in den gesamten Playoffs Heimrecht. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Ich bin sehr glücklich, aber es bringt nichts zu feiern, wenn du in den Playoffs gleich rausfliegen kannst", hakte Derrick Rose die beste Bulls-Saison seit 1998 schnell ab.

Noah schwärmt

Dem MVP-Kandidat gelangen diesmal zwar nur 15 Punkte, aber Reservist Kyle Korver sprang mit 19 Zählern in die Bresche.

Der Scharfschütze verbuchte sieben seiner Punkte in den letzten vier Minuten und sicherte mit zwei späten Freiwürfen den Sieg.

"Davon träumst du. Es gibt nichts Größeres als für die Chicago Bulls in den Playoffs zu spielen. Das wird ein Riesenspaß", schwärmte Center Joakim Noah.

Nets schauen nach vorn

Die Nets richteten ihren Fokus dagegen nach elf Pleiten aus den letzten zwölf Spielen bereits auf die nächste Saison.

"Wir sind alle sehr aufgeregt. Wir haben viel Qualität im Team und lernen uns immer besser kennen", so Brook Lopez.

Aufbauspieler Jordan Farmar lieferte mit 21 Zählern und zwölf Assists ein Double-Double.

Phoenix Suns - San Antonio Spurs 106:103

Die San Antonio Spurs verloren bei den Phoenix Suns 103:106 (53:61) und müssen sich mit der besten Bilanz der Western Conference zufrieden geben.

Zu allem Überfluss musste Guard Manu Ginobili bereits nach zwei Minuten mit einer Ellbogenverletzung ausgewechselt werden.

Die Röntgenaufnahmen brachten jedoch keinen Befund. Der All-Star soll in San Antonio genauer durchgecheckt werden.

"Du kannst so etwas nicht vorhersagen. Hoffentlich ist es nicht so schlimm, und er kann in den Playoffs auflaufen", sagte Tim Duncan.

Brooks bleibt cool

Der Center schaffte für die Spurs mit 17 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double. Gregg Popovich hatte seine Starter gegen die Lakers geschont, aber in Phoenix die bestmögliche erste Fünf auf den Court geschickt.

Nach einem desaströsen ersten Viertel (27:43) wachten die Texaner auf und kamen sieben Sekunden vor dem Ende sogar auf 101:102 heran.

Doch Suns-Guard Aaron Brooks verwandelte nervenstark vier Freiwürfe und sicherte Phoenix einen versöhnlichen Saisonabschluss.

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