vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki war bereits siebenmal Europas Basketballer des Jahres © getty

Die Mavs gehen gestärkt in das Duell mit Geheimfavorit Portland. Ein neuer, alter Starter soll Dallas wohl weiter beflügeln.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks hatten New Orleans kaum vom Feld gefegt, da ging der Blick auch schon in Richtung Playoffs.

"Wir haben etwas zu beweisen. Es ist interessant, dass wir offenbar der Wunschgegner aller West-Teams waren. Sie werden alle ihre Chance kriegen", zeigte sich Jason Terry sehr angriffslustig.

Der "Jet" war gegen die Hornets einer von sieben Mavericks mit einer zweistelligen Punktausbeute. Speziell in der zweiten Hälfte lieferte die Truppe um Dirk Nowitzki eine Demonstration ab.

Zwei Stunden nach diesem Statement stand mit den Portland Trail Blazers auch der Erstrundengegner fest.

Mavericks mit Selbstvertrauen

Durch den hauchdünnen Sieg der L.A. Lakers blieb Dallas Dritter und bekommt es mit dem von vielen NBA-Experten als Geheimfavoriten eingestuften Sechstplatzierten zu tun. Nächster Gegner wären die Lakers, so sie sich gegen New Orleans durchsetzen.

"Wir werden bereit sein. Es wird sicher Spaß machen", freute sich Nowitzki auf die erste Runde.

Nach dem höchsten Saisonsieg gehen die Mavs mit viel Selbstvertrauen in die Serie und genießen die neue Rolle.

"Jetzt sind wir der Underdog. Wir werden in jedem Spiel bis zum Schluss kämpfen", gab Terry bei den "Dallas Morning News" die Richtung vor. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Medien als Motivationshilfe

Coach Rick Carlisle nutzt die Geringschätzung von Medien und Experten gern als Motivationshilfe für seine Truppe.

"Wir werden aus allen Rohren feuern. Viele zweifeln an uns. Das ist in Ordnung. Wir wollen ihnen das Gegenteil beweisen", bemühte der 51-Jährige eine in Texas wohl unvermeidliche Metapher.

Die Trail Blazers sind allerdings ein denkbar undankbarer Gegner.

"Sie sind extrem stark"

Mit Shooting Star LaMarcus Aldridge und Neuzugang Gerald Wallace haben sie absolute Topleute auf den Forward-Positionen.

Außerdem kommt mit Brandon Roy ein dreimaliger All-Star von der Bank. Center Marcus Camby und Spielmacher Andre Miller sind erfahrene Recken.

Zuletzt verloren die Texaner zwar zweimal gegen Portland, aber beide Kontrahenten konnten jeweils ihr Heimspiel gewinnen.

"Sie haben ein großartiges Jahr gespielt. Sie sind physisch extrem stark. Wir müssen den Ball sehr gut laufen lassen", lobte Carlisle den Gegner.

Carlisle stellt um

Vielleicht kehrte er genau deshalb zu einer ersten Fünf zurück, die speziell in der frühen Saisonphase sehr gut funktionierte.

DeShawn Stevenson kam gegen New Orleans wieder in die Startformation und meldete Mavericks-Killer Chris Paul nach der Pause völlig ab.

"Er ist richtig tough. Wir hatten mit ihm einen tollen Lauf im November und Dezember. Ich bin ein großer Fan von D-Steve", geriet Nowitzki fast schon ins Schwärmen.

Nowitzki stützt "D-Steve"

Gerade gegen die großen, athletischen Guards der Blazers scheint der Abwehrspezialist die bessere Wahl - im Vergleich zu dem eher schmächtigen Roddy Beaubois - zu sein.

Der junge Franzose befand sich zudem zuletzt in einem Leistungsloch, und Dallas hat mit Stevenson als Starter eine herausragende Bilanz (38 Siege - 16 Niederlagen).

"Er kann bis zu drei Positionen verteidigen. Außerdem hat er einen überdurchschnittlichen Wurf", ergänzte "Dirkules".

Nowitzki ist der einzig Verbliebene, der das letzte Playoff-Aufeinandertreffen mit Portland schon mitgemacht hat.

Dirkules letzter Verbliebener

In der Endrunde 2003 stand man sich ebenfalls in der ersten Runde gegenüber. Nach einer komfortablen 3:0-Führung musste Dallas damals noch über sieben Spiele gehen.

Im ersten Spiel der Serie überbot Nowitzki mit 46 Punkten gegen Rasheed Wallace, Scottie Pippen und Co. den Playoff-Rekord der Mavericks von Rolando Blackman.

Insgesamt duellierten sich die beiden Teams bereits dreimal in den Playoffs. Nur in jenem Jahr 2003 setzten sich die Texaner durch.

"Unsere Bilanz steht bei 0:0. Wir sind ein routiniertes Team und wissen, was zu tun ist. Jetzt müssen wir es zeigen", brachte es Jason Kidd auf den Punkt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel