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Dirk Nowitzki stand mit Dallas 2006 in den NBA-Finals und verlor gegen Miami © getty

Dirk Nowitzkis Mavs nehmen einen neuen Anlauf. Die Lakers träumen vom Threepeat. SPORT1 blickt auf die Playoff-Duelle im Westen.

Von Mark Stoffers und Eric Böhm

München - Für die Dallas Mavericks ist die Stunde der Wahrheit gekommen.

Dirk Nowitzki und sein Team starten einen neuen Anlauf, um endlich den heißbegehrten Meisterschaftsring zu erobern.

Keiner der 15 Spieler hat bisher einen Titel gewonnen, nur drei standen überhaupt schon einmal in den NBA-Finals, dennoch soll nun der große Wurf gelingen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

In der Eastern Conference sind Chicago, Miami und Boston favorisiert. Im Westen wollen vor allem San Antonio und die L.A. Lakers "Dirkules" und Co. die Suppe versalzen. Die Kalifornier schielen auf den dritten Titel und würden damit den "Threepeat" perfekt machen.

SPORT1 blickt auf die Erstrundenduelle der Western Conference:

(3) Dallas Mavericks - (6) Portland Trail Blazers

Aufeinandertreffen in der Regular Season: 2-2 (103:98, 84:81, 101:104, 96:104)

"Wir spielen um eine Meisterschaft. Das ist unser einziges Ziel. Ansonsten ist es erneut eine enttäuschende Saison", macht Nowitzki noch einmal seinen Anspruch deutlich.

Dabei erwischten die Mavericks in Portland (So., ab 3.30 Uhr LIVESCORES) wohl den undankbarsten Erstrundengegner. Denn seit dem Trade für Gerald Wallace sind die Trail Blazers noch gefährlicher und unberechenbarer.

Das Team aus Oregon hat mit LaMarcus Aldrige auf der Position des Power Forwards nicht nur einen Spieler, der die Mavs in der Defensive vor große Probleme stellen wird, sondern mit Wallace und Nicolas Batum zwei Akteure, die Nowitzki in der Defensive beackern werden.

Dazu kommen die Veteranen Marcus Camby und Andre Miller. Vor allem der Aufbauspieler stellt Matchup-Probleme gegen die kleineren Guards wie J.J. Barea, Roddy Beaubois und Jason Terry dar.

"Wir sind unglaublich vielseitig. Bei uns kann nahezu jeder Spieler zwei oder drei Positionen verteidigen. Deshalb müssen sich die Gegner nach uns richten", unterstreicht Wallace den physischen Vorteil.

Da würde der dauerverletzte Flügelspieler Caron Butler (Knie-OP) Dallas gut zu Gesicht stehen. Coach Rick Carlisle ist allerdings äußerst pessimistisch: "Es ist extrem unwahrscheinlich, dass er in der ersten Serie spielen kann." Für die zweite Runde besteht noch Anlass zur Hoffnung.

(2) Los Angeles Lakers - (7) New Orleans Hornets

Aufeinandertreffen in der Regular Season: 4-0 (103:88, 101:97, 101:95, 102:84)

Der potenzielle Viertelfinalgegner der Mavericks wird zwischen den Los Angeles Lakers und New Orleans Hornets ermittelt.

Die ersatzgeschwächten Hornets werden den zweifachen Meister nicht wirklich gefährden können, außer Olympiasieger Chris Paul findet zu seiner Form vom Saisonanfang zurück.

Selbst dann wird es für die Hornets schwer, die ohne ihren Topscorer David West auskommen müssen und mit drei Pleiten in Folge eher in die Playoffs stolperten.

Emeka Okafor und Carl Landry, der für den am Kreuzband verletzten West in die Startformation gerückt ist, werden es schwer haben, gegen die Lakers auf den großen Positionen bestehen zu können.

"Unsere große Stärke gegen die Hornets ist unsere Länge. Wir haben zu jeder Zeit zwei Big Men auf dem Parkett, die ihnen sehr weh tun können", ist auch L.A.-Coach Phil Jackson dieser Ansicht.

Dazu passt, dass Center Andrew Bynum seine Knieblessur auskuriert hat und in Spiel eins (So., ab 21.30 Uhr LIVESCORES) auflaufen wird.

Der ersten Partie kommt für beide Teams eine große Bedeutung zu, denn Kobe Bryant und Derek Fisher haben nach einem Auftaktsieg eine Bilanz von 27-0.

(1) San Antonio Spurs - (8) Memphis Grizzlies

Aufeinandertreffen in der Regular Season: 2-2 (112:106 n.V., 95:88, 93:109, 104:111)

Die Spurs gehen als klare Favoriten in das Duell mit Memphis, aber das Team von Lionel Hollins ist trotz des Ausfalls von Topscorer Rudy Gay keineswegs chancenlos.

Die Grizzlies sind athletisch und verfügen mit Zach Randolph, Marc Gasol und Darrel Arthur über eine starke Frontline, die dem Primus der Western Conference gefährlich werden können.

"Wir sind bereit. Unser Team ist sehr athletisch und hat in dieser Saison gegen die Spurs gut ausgesehen. Mal sehen was passiert", so Aufbauspieler Mike Conley.

Die Grizzlies versuchen bei ihrer vierten Playoff-Teilnahme, den ersten Sieg einzufahren. Bisher setzte es zwölf Niederlagen.

San Antonio bangt um Manu Ginobili. Der Argentinier hatte sich im letzten Spiel gegen Phoenix am Ellbogen verletzt. Ob er aufläuft, entscheidet sich wohl erst unmittelbar vor Spiel eins (So., ab 19 Uhr LIVESCORES)

Außerdem muss sich zeigen, ob die Bankspieler, die großen Anteil am Erfolg der Spurs haben, ihre Unbekümmertheit bewahren und die Leistung aus der regulären Saison abrufen können.

"Ich glaube, wir können gegen jeden Gegner mithalten. Wenn wir gesund bleiben, sind wir auch für schnellere, junge Teams gefährlich", meint San Antonios Trainerlegende Gregg Popovich.

(4) Oklahoma City Thunder - (5) Denver Nuggets

Aufeinandertreffen in der Regular Season: 3-1 (114:106, 107:112, 101:94, 104:89)

Mit dem Weltmeister-Duo Kevin Durant und Russel Westbrook verfügt das Team von Scott Brooks, der als Assistent von Denvers George Karl seine NBA-Karriere begann, über einen überragenden "One-Two-Punch", der vielen Trainern in der NBA Albträume bereitet.

"Wir nehmen die Herausforderung an. Es wird eine lange Serie. Sie sind ein tougher Gegner", zollt "Durantula" Denver Respekt.

Die Nuggets scheinen - zumindest was den zweimaligen Scoring-Champion angeht - gut gewappnet zu sein. Mit Aaron Afflalo und dem häufig übersehenen Wilson Chandler verfügen die Nuggets über zwei herausragende Verteidiger am Ball.

Dazu hat sich Denver seit dem Trade des exzentrischen Superstars Carmelo Anthony gefunden und gewann 18 von 24 Partien.

"Es wird von Beginn an richtig zur Sache gehen. Ich hoffe, unsere jungen Spieler haben ihre Emotionen im Griff und stürzen sich in den Kampf", freut sich Karl auf das Duell mit den Thunder.

Der Coach konnte allerdings noch nie eine Playoff-Serie gewinnen, wenn er das Auftaktspiel verlor.

Vieles wird auf Point Guard Raymond Felton ankommen, der voraussichtlich die Hauptlast gegen Westbrook tragen muss, da Ty Lawson im letzten Saisonspiel umknickte und noch nicht klar ist, ob der Guard zur Verfügung stehen wird.

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