vergrößernverkleinern
Derrick Rose wurde 2008 von den Bulls an 1. Stelle gedraftet © getty

Chicago kann sich gegen Indiana wieder einmal auf seinen MVP-Kandidaten verlassen. Derrick Rose stellt eine Bestmarke auf.

Von Rainer Nachtwey

München/Chicago - Zwei Stunden roch es ganz stark nach der ersten großen Sensation in der ersten NBA-Playoff-Runde.

Doch die Chicago Bulls, als Vorrundenerster als haushoher Favorit in die Best-of-Seven-Serie mit dem Ost-Achten Indiana Pacers gegangen, haben die Schmach gerade noch abgewendet.

Mit 104:99 (51:55) setzte sich die Mannschaft von Trainer Tom Thibodeau gegen den Rivalen aus Indianapolis durch.

"Wir werden daraus lernen und es im nächsten Spiel besser machen", meinte Chicagos Matchwinner Derrick Rose zu dem schwachen Start in die K.o.-Runde.

Neuer Rekord für Rose

Der Point Guard verwandelte das Spiel Fünf-gegen-Fünf am Ende wieder einmal in eine One-Man-Show. Mit 39 Zählern war er nicht nur punktbester Akteur auf dem Parkett, er stellte auch eine persönliche Bestmarke auf.

"Sie haben hart gegen mich verteidigt, aber ich habe mich durchgebissen, habe einfach weiter mein Spiel durchgezogen", verriet Rose.

110 Sekunden vor Schluss beim Stand von 94:99 aus Sicht Chicagos, stellte er wieder einmal unter Beweis, warum er als heißer MVP-Kandidat gehandelt wird.

Korver bringt Chicago in Front

Erst schüttelte er mit einer Körpertäuschung Gegenspieler Paul George ab, zog zum Korb, tauchte unter dem Arm von Center Roy Hibbert hindurch, zog das Foul und legte den Ball in Korb.

Drei-Punkt-Spiel, nur noch zwei Zähler Rückstand.

Dem Anschluss ließ er mit einem Floater gleich noch den Ausgleich folgen. Zudem zeigte er, dass er auch den besser postierten Mitspieler sieht. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nachdem die Pacers im Gegenzug die erneute Führung verpasst hatten, legte Rose auf Kyle Korver ab, der seinen Dreier zur erstmaligen Chicagoer Führung versenkte.

"Ich habe Kyle offen gesehen, er ist ein großartiger Shooter. Ich war mir sicher, dass er ihn reinmacht", führte Rose aus.

[image id="d86b15ab-647c-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Chicago dominiert Bretter

Korver war mit 13 Punkten Chicagos drittbester Akteur auf dem Feld. Nur Luol Deng, der bis zum Ende des zweiten Viertels nur acht magere Pünktchen erzielt hatte, war mit 18 Zählern noch besser als Korver.

Trotz der deutlichen Überlegenheit unter den Körben (49:34 Rebounds, 21:13 bei den Abprallern im Angriff) blieben die Big Men der Bulls hinter den Erwartungen zurück.

Lediglich 30 Punkte brachten die vier Big Men Joakim Noah, Carlos Boozer, Taj Gibson und Kurt Thomas zu Stande.

Hansbrough mit starker Leistung

Bei Indiana klappte in der Schlussphase nichts mehr. Nachdem Tyler Hansbrough die Führung durch zwei Treffer aus der auf Halbdistanz und einem Dunk plus anschließendem Freiwurf in Serie auf 98:88 ausgebaut hatte, setzten sie alle ihre sieben Versuche in der Endphase daneben.

Einzig Center Roy Hibbert traf noch einen Freiwurf.

Erfolgreichster Pacer war Danny Granger mit 24 Punkten, Hansbrough brachte es auf 22, Point Guard Darren Collison auf 17 Zähler und 9 Assists.

Die zweite Partie findet in der Nacht auf Dienstag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) ebenfalls im United Center statt, ehe Spiel drei und vier Donnerstag- und Sonntagnacht im Conseco Fieldhouse ausgetragen werden.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel