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Dirk Nowitzki steht mit Dallas zum elften Mal in Folge in der Endrunde © getty

Dirkules kommt spät aber gewaltig und verhindert gegen Portland einen Playoff-Fehlstart. J-Kidd erlebt seinen x-ten Frühling.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben einen erfolgreichen Start in die NBA-Playoffs hingelegt.

Das Team um Dirk Nowitzki schlug die Portland Trail Blazers vor heimischer Kulisse mit 89:81 (47:37) und führt in der Serie mit 1:0.

Der deutsche Superstar hatte lange Zeit einen schweren Stand (nur sieben von 20 Würfen landeten im Korb, sechs Ballverluste), fand erst spät seinen Rhythmus und markierte 18 seiner 28 Punkte im Schlussviertel.

"Das ganze Spiel hindurch sind meine Würfe einfach nicht gefallen. Die anderen Jungs haben uns im Spiel gehalten. Gegen Ende kam ich endlich in Schwung", sagte Nowitzki bei "ESPN".

Nowitzki übernimmt Kommando

Nachdem Portland einen zweistelligen Rückstand in eine Führung von sechs Zählern verwandelt hatte, übernahm Nowitzki das Kommando.

Mitte des letzten Viertels erzielte er gleich zwölf Punkte in Folge.

"Dirkules" verfehlte keinen seiner 13 Freiwürfe - alle innerhalb der letzten zwölf Minuten - und sammelte zusätzlich zehn Rebounds.

"Die Jungs haben mir gesagt, ich soll immer weiter angreifen, und die Dinge würden sich schon entwickeln", so der 32-Jährige nach dem Spiel erleichtert. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Du kannst Dirk nicht abmelden"

In den letzten 15 Jahren verwandelte kein Spieler im letzten Abschnitt einer Playoff-Partie so viele Freiwürfe.

Dabei ließen die Blazers Nowitzki über weite Strecken kaum zur Entfaltung kommen. LaMarcus Aldridge und Marcus Camby machten ihm das Leben mit ihren langen Armen sehr schwer.

"Du kannst einen Spieler wir Dirk nicht über ein ganzes Spiel abmelden. Trotzdem hätten wir gewinnen müssen", ärgerte sich Center Camby.

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Dreier als Wendepunkt

Für die Mavericks war der Dreier des Deutschen zum 75:74 knapp vier Minuten vor dem Ende der Wendepunkt.

"Das war der wichtigste Treffer der Partie. Damit hat Dirk den Fans und unserem Team neuen Schwung verliehen", erklärte Dallas' Trainer Rick Carlisle.

Die Texaner beendeten die Partie mit einem 23:9-Endspurt und gingen in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 in Führung.

J-Kidd im x-ten Frühling

Dem überragenden Routinier Jason Kidd (24 Punkte) blieb es vorbehalten mit seinem sechsten Dreier den entscheidenden Treffer zum 85:78 zu setzen.

Der 38-Jährige Spielmacher zeigte in seinem 122. Playoff-Auftritt eine Glanzleistung.

"Das war spektakulär. Er hat das Spiel der Saison geliefert. Seine Führungsqualitäten sind für uns entscheidend", schwärmet Carlisle.

"Brauchen mehr Scorer"

Kidds beste Punktausbeute in der regulären Saison waren 21 Zähler in einem Spiel gegen die L.A. Lakers.

"Ich muss aggressiv zu Werke gehen. In der Postseason brauchen wir neben Dirk weitere Scorer. Die Gegner geben mir offene Würfe. Ich muss sie einfach verwandeln", beschrieb J-Kidd seine Strategie.

Marion schwach

Jason Terry (zehn Punkte) war der einzige weitere Maverick mit zweistelliger Ausbeute. Der sechste Mann war nicht ganz so auffällig wie gewohnt, erzwang aber auch keine Würfe.

Center Tyson Chandler schnappte sich immerhin neun Rebounds und blockte zwei Versuche der Gäste.

Flügelspieler Shawn Marion (sechs Zähler, fünf Rebounds) erwischte dagegen keinen guten Tag.

Aldridge überzeugt

Bei den Gästen zeigte LaMarcus Aldridge (27 Punkte) eine starke Leistung. Der Jungstar bereitete den Mavericks mit seinen aggressiven Drives zum Korb immer wieder große Probleme. Die Blazers verbuchten dadurch in der Zone deutlich mehr Zähler (46:18) als die Gastgeber.

"Am Ende haben wir unseren Fokus etwas verloren. Wir hatten es selbst in der Hand. Das ist enttäuschend", stöhnte der Power Forward.

Der 35-jährige Spielmacher Andre Miller steuerte 18 Punkte bei. Center Marcus Camby holte 18 Rebounds.

Spiel zwei steigt in der Nacht auf Mittwoch (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) ebenfalls in Dallas. Dann machen sich beide Teams für zwei Partien auf den Weg nach Oregon.

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