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LeBron James war 2008 Scoring-Champion der NBA © getty

Die Startruppe tut sich in ihrem ersten Playoff-Auftritt gegen bissige 76ers schwer. Orlando verschwendet Howards Rekord-Gala.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat haben zum Start in die NBA-Playoffs eine Blamage vermieden.

Das Starensemble aus Südflorida behielt gegen die Philadelphia 76ers mit 97:89 (54:49) die Oberhand.

Mit einem 12:0-Lauf kam der krasse Außenseiter zwei Minuten vor Schluss auf 87:88 heran, ehe der starke Chris Bosh (25 Punkte, zwölf Rebounds) und Dwyane Wade (17 Zähler) den Sieg sicherstellten.

"Kein Team wird sich einfach ergeben. Sie haben sich die Playoffs erarbeitet. Ich glaube, es kommen noch enge Spiele", zollte Bosh den Sixers Respekt.

"Nur der Sieg zählt"

Der Power Forward verwandelte nervenstark zwei ganz wichtige Freiwürfe, und D-Wade machte mit fünf Zählern innerhalb der letzen eineinhalb Minuten den Sack zu.

LeBron James traf zwar nur vier seiner 14 Würfe, war mit 21 Punkten, 14 Rebounds, fünf Assists sowie drei Blocks trotzdem der auffälligste Akteur. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir befinden uns in der Postseason. Es muss nicht schön aussehen, nur der Sieg zählt", so der amtierende MVP.

Sixers mit Kampfgeist

Miami bekam bereits im ersten Viertel zu spüren, dass ihnen die 76ers nicht den roten Teppich ausrollen würden.

Nach dem ersten Viertel lagen die Heat mit 19:31 im Hintertreffen, wandelten den Rückstand jedoch noch vor der Pause in eine Führung um, ohne sich in der Folge entscheidend absetzen zu können.

"Wir nehmen den Sieg gern mit. Trotzdem hoffe ich, dass wir die Effizienz der letzen Wochen wiederfinden werden", zeigte sich Coach Erik Spoelstra mit dem Auftritt nicht zufrieden.

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Young überzeugt

Speziell Phillys Backup Thaddeus Young bereitete dem Topfavorit einige Kopfschmerzen. Der Flügelspieler erzielte nicht nur 20 Zähler, sondern schaffte auch überragende acht Offensiv-Rebounds.

"Zum zweiten Mal in drei Wochen haben wir einen großen Vorsprung nicht nach Hause gebracht. Das ist schon entmutigend. Denn in den Playoffs heißt es: siegen oder fliegen", so ein enttäuschter Elton Brand.

Der Big Man bezog sich auf ein Spiel im März. Damals verspielte Philadelphia in Miami einen 16-Punkte-Vorsprung.

In der Nacht auf Dienstag (ab 1 Uhr LIVESCORES) hat die Truppe von Trainer Doug Collins die Chance zur Wiedergutmachung. Dann findet an gleicher Stelle die zweite Partie der Best-of-Seven-Serie statt.

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen aus der NBA zusammen:

Orlando Magic - Atlanta Hawks 93:103

Die Orlando Magic haben trotz unglaublicher 46 Punkte und 19 Rebounds von Dwight Howard einen klassischen Fehlstart in die Playoffs hingelegt.

Die Nummer vier der Eastern Conference verlor in eigener Halle mit 93:103 (48:55) gegen die Atlanta Hawks.

Der letzte Spieler mit mindestens 45 Zählern und 15 Rebounds in einer Playoff-Niederlage war Houstons Legende Hakeem Olajuwon 1987.

"Die Niederlage ist unheimlich frustrierend. Es ist aber nur ein Spiel. Wir dürfen den Kopf jetzt nicht hängen lassen", meinte Howard.

Rekord für Howard

Orlandos "Superman" wurde nur von Aufbauspieler Jameer Nelson (27 Zähler) unterstützt. Kein anderer Magic-Profi kam auf eine zweistellige Ausbeute. 18 Ballverluste und eine verheerende Dreierquote (sechs von 22) taten ihr Übriges.

Der neue Klubrekord dürfte Howard da herzlich egal gewesen sein.

Mit 31 Punkten in der ersten Hälfte stellte der Center eine neue Playoff-Bestmarke auf. Tracy McGrady hatte 2003 einmal 28 Zähler gegen die Detroit Pistons markiert.

Hawks souverän

Die Hawks führten zwischenzeitlich bereits mit 18 Punkten und hatten in Joe Johnson (25 Zähler) sowie Reservist Jamal Crawford (23) ihre besten Akteure.

Im letzten Jahr war Atlanta gegen die Magic noch sang- und klanglos in vier Spielen ausgeschieden.

"Die Situation hat sich geändert. Wir sind jetzt ein anderes Team. Wir haben viel mehr Selbstvertrauen", bestätigte Hawks-Center Al Horford.

In der Nacht auf Mittwoch (1.30 Uhr LIVESCORES) steht der zweite Akt dieses Erstrundenduells an.

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