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Ray Allen hat in seiner Karriere die meisten Dreier der NBA-Geschichte verwandelt © getty

Ray Allen sichert den Celtics einen positiven Playoff-Einstand gegen Rivale New York. "Melo" motzt. Kevin Durant erledigt Denver.

Von Eric Böhm

München/Boston - Die Boston Celtics haben zum Start in die Playoffs einen echten Thriller für sich entschieden.

Der Rekordmeister behielt gegen die an sechs gesetzten New York Knicks mit 87:85 (39:51) die Oberhand. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Ray Allen bewies wieder einmal seine besondere Klasse in der Crunch-Time und brachte die Celtics zwölf Sekunden vor Schluss mit einem Dreier auf die Siegerstraße. "Jesus" verbuchte insgesamt 24 Punkte.

"Ray ist mit seinem Treffer der Held, aber für mich ist Paul (Pierce, die Red.) ebenso wichtig. Denn er ist nicht in Panik geraten und hat den richtigen Pass gespielt. Das ist Team-Basketball", lobte Bostons Trainer Doc Rivers.

"Melo" patzt und wettert

Knicks-Star Carmelo Anthony hatte noch eine letzte Chance, um das Blatt zu wenden, sein Versuch prallte jedoch vom Ring ab.

"Melo" lieferte mit nur 15 Zählern ein schwaches Playoff-Debüt für New York ab und traf nur fünf seiner 18 Würfe aus dem Feld. Außerdem leistete er sich vor Allens entscheidendem Treffer ein Offensiv-Foul gegen Paul Pierce.

"Was ich gedacht habe, und was sie gepfiffen haben, sind zwei völlig verschiedene Dinge", echauffierte sich Anthony.

Rivers sah dies völlig anders: "Es war eine mutige, gleichzeitig aber auch völlig richtige Entscheidung."

Celtics drehen Rückstand

Diese strittige Szene änderte nichts daran, dass die Celtics in der zweiten Hälfte das deutlich bessere Team waren.

Bereits zu Beginn des letzten Viertels hatten sie den Halbzeitrückstand von zwölf Punkten wettgemacht und gestatteten den Knicks nach der Pause lediglich 34 Zähler.

"Es dreht sich alles um die Abwehr und Effektivität. Trotzdem dürfen wir uns auf diesem Sieg nicht ausruhen", warnte Pierce, der 18 Punkte markierte.

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Allen bleibt cool

Point Guard Rajon Rondo verpasste mit zehn Zählern, neun Rebounds sowie neun Assists nur knapp ein Triple-Double. Kevin Garnett steuerte 15 Punkte und 13 Rebounds bei.

Die riesige Endrunden-Erfahrung gab letztendlich den Ausschlag, denn Boston machte zu jedem Zeitpunkt der Partie einen ausgeglichenen Eindruck.

Genauso cool verwandelte Allen dann auch den Game-Winner. Seit 2007 hat kein anderer Spieler mehr spielentscheidende Treffer gesetzt als er.

"Wir haben diesen Spielzug schon oft verwendet. Wenn er richtig umgesetzt wird, gibt es viele Möglichkeiten. Heute war ich frei", meinte der 35-Jährige.

Billups verletzt

Bei den Gästen ragte Amare Stoudemire (28 Zähler, elf Rebounds) heraus, haderte aber mit der Schlussphase: "Wir haben lange richtig gut gespielt. Dann fehlte bei uns wieder das letzte Quäntchen."

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Aufbauspieler Chauncey Billups am linken Bein und droht für Spiel zwei (Mi., ab 1 Uhr LIVESCORES) auszufallen.

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen aus der NBA zusammen:

Oklahoma City Thunder - Denver Nuggets 107:103

Die Oklahoma City Thunder gewannen gegen die Denver Nuggets 107:103 (59:60) und führen in der Best-of-Serie damit 1:0.

NBA-Topscorer Kevin Durant war mit 41 Punkten und neun Rebounds der beste Akteur auf dem Parkett.

Der ebenfalls stark aufspielende Russell Westbrook (31 Zähler) machte mit seinem Treffer 22 Sekunden vor dem Ende den Sack zu.

"Deshalb verdienen die beiden die dicke Kohle. Sie sind da, wenn es darauf ankommt", sagte Kendrick Perkins.

Karl kritisiert Referees

Der Center hatte die Thunder in der spannenden Partie eine Minute vor Schluss mit einer strittigen Aktion 102:101 in Führung gebracht.

Die Nuggets monierten, dass der Ball bei "Perks" Tip-In noch über den Korb gewesen sei und damit nicht hätte zählen dürfen.

"Der Ball war ganz eindeutig noch im Zylinder über dem Korb. Wie kann man das nicht sehen?", polterte Denvers Coach George Karl.

Nuggets abwehrschwach

Dennoch war die schwache Abwehrleistung seiner Nuggets der Hauptgrund für die Niederlage. Der brasilianische Center Nene war mit 22 Punkten bester Werfer der Gäste.

Die zweite Partie findet in der Nacht auf Donnerstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) ebenfalls in Oklahoma City statt.

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