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Dwyane Wade wurde 2006 mit den Miami Heat gegen Dallas Meister © getty

Miami kommt gegen Philadelphia in Fahrt und gewinnt Spiel zwei dank starker Defensiv-Leistung. Wade übersteht einen harten Tag.

Von Björn Seitner

München/Miami - Die Heat sind in Fahrt.

Nach dem Stottersieg beim Playoff-Auftakt hat Miami das zweite Heimspiel gegen die Philadelphia 76ers deutlich mit 94:73 (49:31) gewonnen und befindet sich in der Eastern Conference trotz Dwyane Wades "Migräne Alptraum" auf Halbfinalkurs.

"Wir hatten heute von Anfang bis Ende mehr Energie", analysierte Heat-Coach Erik Spoelstra.

Dies galt vor allem für Wade, der am Sonntag unter Migräne litt und nichts essen konnte: "Es geht mir deutlich besser, auch wenn ich heute einiges an Gewicht verloren habe."

"Komplettes Spiel" der Heat

Per Twitter bedankte sich der Shooting Guard für die Unterstützung seiner Fans.

"Er hat das Spiel kontrolliert. Es ist besser ihn auf dem Parkett zu sehen, als in einem Anzug", lobte ihn LeBron James für seine 14 Punkte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die starke Leistung sowohl der Offensive als auch der Verteidigung fasste der Small Forward schnell zusammen: "Es war ein komplettes Spiel für uns."

Dieser Meinung war auch Chris Bosh, der das Defensiv-Verhalten als "das beste der Saison" bezeichnete.

Double-Double von Bosh

Im Angriff waren James und Bosh die überragenden Akteure: James kam in der American Airlines Arena auf 29 Punkte und sieben Rebounds, Bosh gelang mit 21 Zählern und elf Rebounds ein Double-Double.

Auf der Gegenseite punkteten Thaddeus Young (18) und Evan Turner (15) am besten.

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Nur 34 Prozent aus dem Feld

Das Spiel entschied sich jedoch in der Hälfte der Heat.

Philadelphia traf nur 34 Prozent seiner Würfe aus dem Feld. Unter dem Brett holten die Heat 38 Rebounds.

"Wenn sie so verteidigen wie heute, wird es für uns sehr schwer sie zu schlagen", musste sich auch 76ers-Coach Doug Collins eingestehen, der sich zwei Minuten vor Ende der Partie derart über die Referess echauffierte, dass sein Team ein technisches Foul bekam.

Schwache Starting-Five

73 Punkte bedeuten die zweitniedrigste Punkteausbeute Philadelphias in einem Playoff-Spiel seit 1955.

Nur 1999 zeigte das Team beim 68:79 gegen die Orlando Magic eine noch schlechtere Offensiv-Leistung.

In den ersten beiden Vierteln kamen James, Bosh und Wade (am Ende 14 Punkte) einzeln auf mehr Zähler als die gesamte Starting-Five der 76ers zusammen.

Zwischenzeitlich war Miami sogar mit 28 Punkten in Führung.

"Bitterer Geschmack"

Auch wenn die Heat noch zwei Spiele gewinnen müssen, scheint die erste Runde schon vorentschieden.

Philadelphia konnte nach einem 0:2-Rückstand in den Playoffs noch nie zurückkommen.

"Wir müssen einfach weiter kämpfen", sagte Collins, der mit keinem guten Gefühl in die Heimat reist: "Sie haben getan, was sie tun mussten: Den Heimvorteil verteidigt und uns mit einem bitteren Geschmack im Mund nach Philly geschickt."

Die kommenden beiden Partien finden nun bei den 76ers statt. Spiel drei steigt am Donnerstagabend (ab 21 Uhr LIVESCORES).

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