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Indianas Tyler Hansbrough im Duell mit Chicagos Joakim Noah © getty

Chicago quält sich gegen die Pacers zum zweiten Sieg. D-Rose und Boozer überragen. Indiana verliert seinen Point Guard.

Von Björn Seitner

München/Chicago - Die erste Playoff-Runde bleibt ein hartes Stück Arbeit für die Bulls.

Auch im zweiten Heimspiel hat Chicago die Indiana Pacers bezwungen - beim 96:90 (44:47) ging es allerdings ähnlich eng zu wie beim 104:99-Sieg in Spiel eins.

Erleichterung oder Besorgnis? Bei Superstar Derrick Rose ist nun "irgendwie beides" angesagt, denn leichter wird es in den kommenden zwei Auswärtsspielen sicherlich nicht.

"Unser Spiel muss sich noch verbessern. Wir müssen ausgeglichener und effektiver werden - besonders in der Verteidigung", sagte Chicagos Point Guard nach der Partie. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Spielen sie die meiste Zeit an die Wand"

36 Punkte und acht Rebounds gelangen Rose gegen die Pacers. Lange Zeit war die Partie aber äußerst ausgeglichen.

Nach zwei starken Vierteln ging Indiana mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause.

"Es fühlt sich an, also ob wir sie die meiste Zeit an die Wand spielen", resümierte Indianas A.J. Price nach der Niederlage trotz guter Leistung.

20 Meter Buzzer Beater

Der vorläufige Höhepunkt der Partie gelang T.J. Ford, der mit einem Buzzer Beater aus knapp 20 Metern eine Führung der Bulls am Ende des dritten Viertels zum 67:67 ausglich.

Bis vier Minuten vor Schluss begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, dann legte Rose auf seine starke Leistung noch eine Schippe drauf.

Acht Zähler gelangen D-Rose in den letzten vier Minuten des Schlussviertels.

"Es fühlt sich an wie die Fortsetzung der Derrick-Rose-Show. Es fing wieder alles von vorne an", sagte Indianas Danny Granger mit Bezug auf das erste Aufeinandertreffen bei dem der Superstar bereits 39 Punkte machte.

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Boozer mit 16 Rebounds

Dem pflichtete Bulls-Coach Tom Thibodeau im positiven Sinn bei: "Er macht ein großes Spiel nach dem anderen. Sie haben ihn sehr unter Druck gesetzt, aber er hat gute Entscheidungen gefällt und gut gespielt."

Vernachlässigen wollte Thibodeau aber auch Carlos Boozer nicht, dem mit 17 Punkten und 16 Rebounds ein Double-Double gelang.

"Sein Rebound-Spiel war großartig und auch offensiv hat er sich verbessert", so der 53-Jährige, dessen Job bei Chicago sein erster als Head-Coach ist.

Unter dem Korb war Chicago besonders stark: 57 Rebounds holten die Bulls insgesamt - 24 mehr als Indiana.

Collison verletzt sich

Einen Rückschlag vor Spiel drei am Donnerstagabend (ab 21 Uhr LIVESCORES) mussten die Pacers am Ende des zweiten Viertels hinnehmen.

Point Guard Darren Collison verletzte sich bei der Landung am Sprunggelenk und droht für die restlichen Partien der ersten Runde ausfallen.

Indianas Coach Frank Vogel zeigte sich sehr "besorgt": "Er hat großen Anteil an dem was wir tun. Ich weiß noch nicht einmal wie es ihm im Moment geht. Wir müssen abwarten."

Hansbrough wieder unten

Acht Punkte gelangen Collison bis zu seiner Auswechslung.

Bester Werfer der Pacers war am Ende Granger mit 19 Zählern. Price kam als Bankspieler mit 24 Minuten Einsatzzeit immerhin auf 13.

Tyler Hansbrough enttäuschte nach seinen überragenden 22 Punkten im Auftaktspiel mit nur zwei von zwölf Treffern aus dem Feld und sechs Zählern.

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