vergrößernverkleinern
Earvin "Magic" Johnson wurde 1979 als First-Overall-Pick von den L.A. Lakers gedraftet © getty

In einem Interview lobt der legendäre Ex-Profi der Lakers Clevelands Wunderkind. Er äußert sich auch über seine HIV-Erkrankung.

Von Maximilian von Harsdorf

München ? Auch heute noch ist der Name Earvin "Magic" Johnson jedem Basketball-Fan ein Begriff.

Er war, zusammen mit Larry Bird, der prägende Spieler der 80er Jahre und gewann unter anderem fünf Meistertitel mit den Los Angeles Lakers. Kein Wunder, dass sein Wort auch heute noch Gewicht in der Szene hat.

Umso größer dürfte die Freude bei LeBron James sein, über den der 2,09-Meter-Hüne in einem "Times"-Interview lobende Worte fand.

Auf die Frage, in welchen Spieler er denn investieren würde, wenn jeder NBA-Profi ein Unternehmen wäre, antwortete Johnson: "Wahrscheinlich LeBron James. Er ist auf und neben dem Platz sehr, sehr erfolgreich. Er hat einen großen Namen und gerade neben dem Platz verhält er sich besser als jeder andere."

Unternehmer-Karriere eingeschlagen

Besonders beachtenswert ist diese Aussage vor dem Hintergrund, dass "Magic" Johnson heutzutage selber ein erfolgreicher Geschäftsmann ist.

Der Olympiasieger von 1992 ist in der Immobilien- und Gastronomiebranche tätig und zählt zu den einflussreichsten Unternehmern der USA.

Dabei schlug er diesen Berufsweg gezwungenermaßen ein. Johnson machte 1991 seine HIV-Erkrankung publik und erklärte in der Folge seinen Rücktritt vom Profisport.

1996 ließ er sich zwar noch einmal zu einem kurzen Comeback hinreißen, trat aber bald darauf endgültig zurück.

Kampf gegen die Krankheit

Beachtenswert ist der offene Umgang des dreimaligen MVP mit seiner Krankheit. So gründete er unter anderem die Magic Johnson Foundation, eine Wohltätigkeits-Organisation zur Bekämpfung von AIDS.

"Was HIV betrifft geht es darum die Leute aufzuklären und die Aufmerksamkeit zu schärfen. Das ist es was ich jeden Tag tue", so Johnson zur "Times".

Johnson denkt positiv

Er selber sei unter anderem noch wegen der frühen Diagnose am Leben.

"Wir haben es früh erkannt und sofort medizinisch behandelt. Je früher man eine Krankheit erkennt, desto schneller können dich Ärzte behandeln und dein Leben retten. Darum ermutigen wir auch junge Leute, sich untersuchen zu lassen", so der ehemalige Point Guard. "Außerdem habe ich eine positive Einstellung."

Von sich überzeugt

Auch sein Selbstvertrauen hat der mittlerweile 49-jährige nicht verloren.

Auf die Frage was passiert wäre, wenn er bei den Celtics und sein großer Konkurrent Larry Bird bei den Lakers gespielt hätte, antwortete er nur: "Dann hätten die Celtics gewonnen."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel