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Dirk Nowitzki war 2007 als erster Europäer MVP der NBA © getty

Dallas winkt nach dem zweiten Sieg gegen Portland die nächste Runde. Nowitzki macht den Sack zu. Ein Scharfschütze läuft heiß.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben ihre Führung in der ersten Runde der NBA-Playoffs ausgebaut und nehmen Kurs auf das Viertelfinale.

In Spiel zwei der Best-of-Seven-Serie gegen die Portland Trail Blazers gewann die Truppe um Dirk Nowitzki letztlich souverän mit 101:89 (50:52). (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der deutsche Superstar zeigte mit 33 Punkten und sieben Rebounds erneut eine starke Leistung und war Topscorer der Partie.

"Wir freuen uns heute über den Sieg, aber die Serie ist noch lange nicht gelaufen", warnte er allerdings vor zu großer Euphorie.

Nowitzki wieder mit Schlussspurt

Wie schon im ersten Duell mit den Blazers, drehte Nowitzki im Schlussviertel richtig auf. Er markierte die letzten elf Zähler seines Teams und machte damit den Sack zu.

Zuvor hatten vor allem zwei Routiniers entscheidend geglänzt. Aufbauspieler Jason Kidd (18 Punkte, acht Assists) stellte erneut seine Klasse unter Beweis.

Der 38-Jährige verbuchte die ersten neun Zähler nach der Pause und verwandelte den knappen Halbzeit-Rückstand in eine Führung, die Dallas nicht mehr abgab.

Stojakovic läuft heiß

Einen mindestens ebenso großen Anteil an dem Heimerfolg hatte jedoch Peja Stojakovic.

Der Serbe kam von der Bank und steuerte 21 Punkte bei. Mitte des letzten Viertels konnte sich Dallas dank seiner beiden Dreier mit 88:80 leicht absetzen.

"Mir gelangen schnell ein paar Treffer. Das war gut für mein Selbstvertrauen. Dirk und J-Kidd bekommen vom Gegner so viel Aufmerksamkeit, dass sich für mich Möglichkeiten ergeben", so der 33-Jährige.

Der einzige weitere Maverick mit zweistelliger Ausbeute war Jason Terry (zehn Zähler).

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Nowitzki lobt Kollegen

Entsprechend zufrieden zeigte sich Nowitzki über die Unterstützung seines Teams: "Es findet sich immer ein anderer zweiter Scorer. So war es schon über die ganze Saison hinweg."

Dadurch sind die Mavs wesentlich schwerer auszurechnen und können ihr exzellentes Passspiel noch effektiver nutzen.

Außerdem überzeugten sie speziell in der zweiten Hälfte mit ihrer agilen Abwehrarbeit und hielten Portland bei 37 Punkten.

"Wir sind auf unsere große Einsatzbereitschaft sehr stolz. Wir geben nie einen Ball verloren und lassen nur wenige einfache Punkte zu", lobte Coach Rick Carlisle.

Aldridge muss arbeiten

In den vergangenen zehn Jahren führte Dallas in einer Playoff-Serie viermal mit 2:0, nur die Finals 2006 gegen Miami gingen verloren.

"Sie sind ein hartes Team. Es sind zwei Spiele vorbei. Wir haben unseren Job gemacht, aber in Portland wird es noch härter", meinte Carlisle gegenüber den "Dallas Morning News".

Bei den Blazers war Power Forward LaMarcus Aldridge (24 Zähler, zehn Rebounds) wieder der auffälligste Akteur, dennoch hatten ihn Tyson Chandler und Brendan Haywood recht gut unter Kontrolle.

"Sie haben ihm gut zugesetzt. Er musste für seine Punkte hart arbeiten. So müssen wir am Donnerstag weitermachen", blickte "Dirkules" bereits voraus.

McMillan fordert Leidenschaft

Spiel drei findet in der Nacht auf Freitag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) im Rose Garden von Portland statt.

"Unsere Fans werden eine gute Stimmung verbreiten. Hoffentlich wird uns das helfen, besser aufzutreten", sagte Aldridge.

Flügelspieler Gerald Wallace (18 Punkte) präsentierte sich im Vergleich zum Auftakt der Serie deutlich verbessert, die Bank der Blazers blieb mit insgesamt elf Zählern jedoch deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Trainer Nate McMillan forderte von seiner Mannschaft mehr Leidenschaft: "Wir müssen viel aggressiver sein, sonst ist die Serie schnell vorbei."

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