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Amare Stoudemire gewann mit den USA 2004 in Athen die Bronzemedaille © getty

Boston knockt New York wieder spät aus. "Melos" Monster-Abend ist zu wenig. Amare Stoudemire muss passen. Orlando gleicht aus.

Von Eric Böhm

München/Boston - Für die New York Knicks kommt es in der ersten Runde der NBA-Playoffs ganz dick.

Nach der Last-Minute-Pleite zum Einstand hat die Truppe aus dem "Big Apple" auch die zweite Partie bei den Boston Celtics mit 93:96 (45:44) verloren und steht in der Best-of-Seven-Serie schon mit dem rücken zur Wand.

Diesmal war es Kevin Garnett, der in den Schlusssekunden für die Entscheidung sorgte. Zunächst verwandelte er einen Hakenwurf zum 94:93. Dann stahl er Jared Jeffries den Ball und verhinderte die Ausgleichschance.

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Amare Stoudemire am Rücken. Der Power Forward konnte in der zweiten Hälfte nicht mehr eingreifen.

Stoudemire muss passen

"Ich konnte mich kaum bewegen, wollte aber durchhalten. Der stechende Schmerz war aber einfach nicht zu ertragen", so "STAT".

Ob Stoudemire in der Nacht auf Samstag (ab 1 Uhr LIVESCORES) bei Spiel drei im Madison Square Garden dabei sein kann, ist noch nicht sicher. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der zweite Superstar im Team zeigte zwar eine echte Glanzleistung, konnte die Niederlage jedoch nicht abwenden.

Carmelo Anthony stellte mit 42 Punkten seine bisherige Playoff-Bestmarke ein und schnappte sich 17 Rebounds - das gelang ihm in der K.o.-Runde noch nie.

"Melo" bleibt cool

"Eigentlich ist noch nichts passiert. Die Celtics haben ihre Heimspiele gewonnen, jetzt sind wir dran", ließ sich "Melo" nicht aus der Ruhe bringen.

Anthonys Optimismus ist nicht völlig unbegründet. Immerhin waren die Knicks erneut bis zum Schluss im Spiel, obwohl Chauncey Billups (Knieverletzung) und Stoudemire fehlten.

"Ich war noch nie stolzer auf ein Team. Trotz der Umstände haben sie aggressiv dagegengehalten", lobte New Yorks Trainer Mike D'Antoni.

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"Haben glücklich gewonnen"

Selbst sein Gegenüber Doc Rivers musste zugeben, dass die Knicks den Sieg ebenso verdient gehabt hätten: "Wir haben glücklich gewonnen."

Anthony und die deutliche Überlegenheit an den Brettern (53:37) hielten die Gäste bis zu Garnetts großem Auftritt im Spiel.

"Ich hatte keinen guten Rhythmus, aber bei dem letzten Wurf war ich ganz ruhig", meinte "KG", der mit zwölf Zählern und zehn Rebounds ein Double-Double verbuchte.

Point Guard Rajon Rondo war mit 30 Punkten Bostons bester Schütze und feierte einen persönlichen Playoff-Rekord.

Orlando Magic - Atlanta Hawks 88:82

Die Orlando Magic schafften in ihrem Erstrundenduell den Ausgleich.

Gegen die Atlanta Hawks gewann das Team um Defensivspieler des Jahres Dwight Howard 88:82 (48:42). 384049(DIASHOW: Die besten Defensivspieler)

"Superman" zeigte mit 33 Zählern und 19 Rebounds sein ganzes Können und war von den Hawks nie in den Griff zu bekommen.

Howard beißt

"Ich beiße mich durch. Ich werde oft hart attackiert, aber ich habe nur unsere Ziele im Blick und versuche dem Team zu helfen", sagte Howard.

Die Magic verspielten im Schlussabschnitt beinahe einen Vorsprung von elf Punkten, behielten jedoch am Ende von der Freiwurflinie die Nerven.

Neben dem überragenden Big Man punkteten nur Hedo Türkoglu (zehn Punkte) und Aufbauspieler Jameer Nelson (13) zweistellig.

Horford ratlos

Für Atlanta traf Reservist Jamal Crawford (25 Zähler) am besten. Josh Smith gelangen 17 Punkte.

"Dwight ist ein großartiger Spieler. Er ist überall zu finden. Wir haben noch keine Antwort auf ihn gefunden", stöhnte Hawks-Center Al Horford.

In der ersten Begegnung hatte "D12" sogar 46 Zähler und 19 Rebounds erzielt. Die Serie geht in der Nacht auf Samstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) in Atlanta weiter.

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