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Andrew Bynum (r.) wurde 2005 von den Lakers direkt aus der High School gedraftet © getty

Der Meister stoppt den Hornets-Angriff und meldet sich in der Playoff-Serie zurück. Kobe hat Probleme und zeigt ungeahnten Biss.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Die Los Angeles Lakers haben sich in der ersten Runde der NBA-Playoffs zurückgemeldet.

Der Titelverteidiger gewann Spiel zwei gegen die New Orleans Hornets souverän mit 87:78 (47:41) und stellte in der Best-of-Seven-Serie den 1:1-Ausgleich her.

Der Erfolg ging vor allem auf das Konto von Center Andrew Bynum (17 Punkte, elf Rebounds) und dem frischgebackenen besten sechsten Mann der Liga, Lamar Odom (16 Zähler).

"Wir haben unsere große Erfahrung und Reife ausgespielt. Wir mussten uns dringend steigern. Das ist uns gelungen", sagte Odom.

Lakers mit Bollwerk

Die beiden Big Men waren nicht nur die erfolgreichsten Werfer ihres Teams, sie überzeugten auch in der Defensive.

New Orleans gelangen in der gesamten zweiten Hälfte lediglich 37 magere Pünktchen. Mitte des dritten Spielabschnitts verloren sie nach einem 10:0-Lauf der Gastgeber den Anschluss.

Die Lakers zwangen die Truppe von Coach Monty Williams mit ihrer ausgezeichneten Verteidigung in ein Half-Court-Game und ließen nur fünf Zähler durch Fast Breaks zu.

Damit neutralisierten sie die Schnelligkeitsvorteile der Gäste aus Louisiana und konnten ihre Stärke in der Zone voll ausspielen.

Bryant ohne Wurfrhythmus

Außerdem provozierte L.A. 16 Ballverluste und machte daraus insgesamt 22 Punkte, im ersten Spiel hatten die Hornets mit nur drei Turnovers ein Playoff-Rekord eingestellt. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Lakers-Star Kobe Bryant - auch aufgrund von Foulproblemen - im Angriff nie seinen Rhythmus fand und nur elf Zähler markierte.

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Paul ständig unter Druck

Der MVP von 2008 zeigte immerhin in der Abwehr eine engagierte Leistung und setzte Chris Paul ständig unter Druck.

"Wir haben versucht, eng an ihm dranzubleiben, um seine Explosivität aus dem Spiel zu nehmen. Er hat sich nicht vollständig ausschalten lassen, aber wir haben es so gut gemacht, wie es geht", so ein zufriedener Lakers-Coach Phil Jackson.

Unterstützung fehlt

Der Hornets-Spielmacher beendete die Partie zwar trotzdem mit 20 Punkten und neun Assists, agierte allerdings nicht so effektiv, wie bei seiner überragenden Vorstellung in Spiel eins.

"CP3" erhielt vom Rest seiner Mannschaft aber auch nur wenig Unterstützung.

Okafor mit Foulproblemen

Center Emeka Okafor holte sich in den ersten Minuten gleich zwei Fouls ab und verbrachte demzufolge viel Zeit auf der Bank. Die Reservisten waren kein Faktor.

Einzig Trevor Ariza (22 Zähler, sieben Assists) konnte neben Paul überzeugen, für einen zweiten Überraschungserfolg reichte das jedoch nicht.

"Wir haben in der ersten Partie offensichtlich ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie haben sich deutlich mehr reingehängt. So wird es jetzt weitergehen", meinte Guard Jarrett Jack.

Gasol enttäuscht erneut

Dennoch können die "Hornissen" zufrieden sein, schließlich wird die Serie jetzt in New Orleans (Sa., ab 3.30 Uhr LIVESCORES) fortgesetzt.

Für die Lakers wird es darauf ankommen, den bisher enttäuschenden Power Forward Pau Gasol wieder in die Spur zu bekommen.

Der Spanier (acht Punkte) verwandelte nur zwei seiner zehn Wurfversuche aus dem Feld und verbuchte lächerliche fünf Rebounds.

Denn der "Threepeat" bleibt mit derart schwachen Vorstellungen Gasols ein Wunschtraum.

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